Heitmann und Eulich sind die Premieren-Pausierer

Fünf Gelbe Karten

Die Regelfalle hat erstmals zugeschnappt: Zwei Spieler aus dem Fußball-Kreis Lüdinghausen müssen am kommenden Wochenende pausieren, weil sie am siebten Spieltag die fünfte Gelbe Karte gesehen haben. Erst seit dieser Saison müssen Amateurfußballer nach der fünften Gelben Karte aussetzen.

HERBERN/WERNE

, 30.09.2014, 20:36 Uhr / Lesedauer: 2 min
Im Spiel gegen Nordkirchen hagelte es für Herbrns Daniel Heitmann die fünfte gelbe Karte, als der Schiri die Pappe zog.  Damit ist er der erste Spieler in der B-Liga der aufgrund fünf gelber Karten beim nächsten Mal die Bank drücken darf. Foto: Tina Nitsche

Im Spiel gegen Nordkirchen hagelte es für Herbrns Daniel Heitmann die fünfte gelbe Karte, als der Schiri die Pappe zog. Damit ist er der erste Spieler in der B-Liga der aufgrund fünf gelber Karten beim nächsten Mal die Bank drücken darf. Foto: Tina Nitsche

Es war ein Foulspiel, das zur Gelben Karte geführt hat. Heitmann kam einfach einen Schritt zu spät. Er betont, dass er nicht eine Gelbe Karte wegen Meckerns gesehen habe. „Und Foulspiele sind leider nicht immer zu verhindern“, sagt er. Bei Christopher Eulich sieht das etwas anders aus. Er sah am vergangenen Sonntag die Verwarnungskarte, weil er die Lust verspürt hatte, ein bisschen mit dem Schiedsrichter zu diskutieren. „Natürlich im Nachhinein total überflüssig“, sagt Stockums Trainer Ralf Gondolf. Einen großen Vorwurf machte er seinem Spieler aber nicht. Staffelleiter Günter Becks hält es zu diesem Zeitpunkt für unseriös, schon jetzt ein Urteil zu fällen, ob die neue Regel Wirkung zeigt. Sie wurde vom DFB eingeführt, um die Flut von Gelben Karten zu verhindern. „Zur Winterpause können wir mal schauen, ob es jetzt wirklich weniger Gelbe Karten gibt“, sagt Becks.

Einen Blick auf die Statistik hat er schon gewagt. Als erstes ist ihm der A-Ligist SV Herbern II aufgefallen. Die haben erst zwei Gelbe Karte in sieben Partien kassiert. Positiv auch die Bilanz der SG Selm. Der Tabellenführer der A-Liga hat im Durchschnitt eine Gelbe pro Spiel gesehen. „Was unsere Leute teilweise auf die Knochen bekommen, ist erschreckend. Aber wir lamentieren danach nicht und bleiben stets fair“, sagt Selms Trainer Frank Bidar, der betont, dass das Credo der SG Selm sei, guten Fußball zu zeigen. „Fouls haben dabei nicht so viel zu suchen“, sagt Bidar.  

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