Bildergalerie

Interview mit GSCs Patrick Osmolski und Borks Ingo Grodowski

Grün-Schwarz Cappenberg und der PSV Bork starten in der Fußball-Kreisliga A2 Unna-Hamm in die Rückrunde – und das von guten Positionen. Cappenberg ist Vierter, Bork Fünfter. Sportredakteur Sebastian Reith hat mit den Trainern Patrick Osmolski und Ingo Grodowski gesprochen.
12.02.2016
/
Herr Grodowski, Sie sind ein sehr emotionaler Trainer, gestikulieren am Spielfeldrand und regen sich auf – bremst Sie manchmal jemand?

"Da lasse ich mir gar nichts sagen. Wenn ich irgendwann mal so wie Ewald Lienen nur Notizen mache, sollten sich die Leute Gedanken machen. Solange ich 90 Minuten an der Linie abgehe, ist alles gut – dann muss auch kein Rettungshubschrauber kommen."© Foto: Weitzel
Mit welchem der folgenden drei Kulttrainer können Sie sich am ehesten identifizieren: Werner Lorant, Thomas Schaaf oder Felix Magath?

Grodowski: "Meine Jungs sagen immer, ich habe viel von Felix Magath. Ich glaube schon, dass ich ab und zu mal ein Schweinehund bin. Die Grundkondition ist das A und O. Wie ich das manchmal umsetze, steht aber nicht immer auf dem Wunschzettel der Spieler."© Foto: Weitzel
Und Sie Herr Osmolski?

"Das sind ja drei Kandidaten! Da passt überhaupt keiner. Weder Magath noch Lorant – ich spucke ja nicht in die Hände und reibe mir durch die Matte wie Lorant. Und auch Schaaf passt nicht. Ich betone immer gerne im Gespräch mit potenziellen Neuzugängen, dass ich kein Alleinherrscher wie Felix Magath bin. Ich bin ja noch jung als Trainer und muss meinen Weg finden."© Foto: Weitzel
Wird es in der Rückserie einfacher oder schwieriger, Herr Osmolski?

"Schwieriger! Wir kannten die Vereine nicht, die kannten uns aber auch nicht. Keiner kannte Tim Jesella. Beim letzten Heimspiel gegen Bausenhagen ist Tim dann 90 Minuten provoziert worden. Das finde ich nicht in Ordnung. Aber das sind nun mal Jungs, die überdurchschnittliche Kreisligaspieler sind. Die sind nur durch so was zu stoppen. Ich befürchte, dass das die Gangart in der Rückrunde wird."© Foto: Weitzel
Melden sich die Spieler bei Ihnen eigentlich via Nachrichtendienst Whatsapp ab?

Grodowski: "Bei mir reicht Whatsapp, um sich abzumelden. Ich habe keine Lust auf lange Telefonate. Am Telefon kann einer auch gekünstelt husten. Ich habe da so meine Pappenheimer..."© Foto: Weitzel
Wie regeln Sie das, Herr Osmolski?

"Bei mir dürfen sich die Spieler nicht per Whatsapp abmelden. Ich habe das nie geändert. Ich verstehe dich da, Ingo, aber es ist immer leichter, wenn die Lust mal nicht da ist, mal eben dem Trainer zu schreiben. Bei uns kostet das sogar richtig Strafe. Wir haben das vor der Saison sogar verdoppelt. Ich hasse es wie die Pest."© Foto: Weitzel
Verurteilen Sie es, dass im Amateurfußball schon in unteren Ligen Geld gezahlt wird?

Osmolski: "Nein, ich habe ja auch Geld bekommen als Spieler. Ich finde es legitim, wenn jemand neben dem Studium mit Fußball noch ein bisschen Geld verdienen möchte. Wir haben nicht die Mittel."© Foto: Weitzel
Und Sie, Herr Grodowski?

"Geld ist gefährlich. Ist der Geldhahn zu, bricht die Mannschaft weg. Bestes Beispiel war zuletzt Davensberg."© Foto: Weitzel
Was für ein System wollen Sie in der Rückrunde spielen?

Osmolski: "Das kommt drauf an, welche Jungs zur Verfügung stehen. Wir spielen aktuell ein 3-4-3, wollen in der Rückrunde aber auf Viererkette umstellen."© Foto: Weitzel
Und ihre Formation, Herr Grodowski?

"Trotz der Viererkette haben wir sehr, sehr viele Gegentore bekommen. Ich werde davon aber nicht abrücken, außer wenn mir die Leute nicht zur Verfügung stehen. Dann muss man auch mal mit Libero spielen. Wenn alle wieder da sind, spielen wir ein 4-4-2."
(Das gesamte Interview gibt es in der gedruckten Ausgabe der Ruhr Nachrichten Selm)© Foto: Weitzel
Schlagworte