Issam Jaber vor dem Rückrundenstart: „Wir sind nicht mehr breit genug aufgestellt“

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Der FC Nordkirchen trifft am Sonntag auf den FC Epe. Trainer Issam Jaber blickt dabei etwas sorgenvoll auf die restliche Rückrunde, denn die Vorbereitung lief nicht optimal.

Nordkirchen

, 07.02.2020, 13:41 Uhr / Lesedauer: 2 min

Noch 18 Spiele wird Issam Jaber auf der Trainerbank des FC Nordkirchen sitzen. Dann ist nach vier Jahren im Amt Schluss, Jaber hört als Trainer auf. In Mario Plechaty steht sein Nachfolger schon fest. Das Spiel am Sonntag gegen den FC Epe ist für den FC Nordkirchen nicht nur eine der längsten Auswärtsfahrten der Saison, es ist auch der Auftakt zu Jabers Abschiedstour. Wir haben mit dem scheidenden Coach über die verbliebenen Aufstiegschancen, die Vorbereitung und die Rückkehr von Toptorjäger Daniel Krüger gesprochen.

Herr Jaber, Sie starten auf Platz vier aus der Winterpause und mit acht Punkten Rückstand und einem Spiel mehr als der Zweitplatzierte SuS Stadtlohn. Glauben Sie noch daran den zweiten Platz erreichen zu können?

Im Fußball ist alles möglich, aber ich bin so realistisch und sage, dass die Chance sehr gering ist auf Platz zwei zu landen. Ich würde mich sehr weit aus dem Fenster lehnen, wenn ich eine Kampfansage machen würde. Stadtlohn wird den Platz zwei behalten.

Die Vorbereitung ist nun vorbei. Wie fällt ihr Fazit über die vergangenen Wochen aus?

Sehr schlecht. Wir hatten keine gute Vorbereitung. Durch viele Ausfälle haben wir es nicht geschafft, die Spieler auf ein Level zu bekommen. Dadurch konnten wir auch nicht das einstudieren, was wir uns vorgenommen haben. Wir sind teilweise mit zwölf oder dreizehn Spielern zu den Spielen gefahren. Dementsprechend schwach waren auch die Ergebnisse.

Sie sprechen die Zahl der Spieler an. Könnte der Kader für die restlichen 18 Spiele zu klein sein?

Aufgrund der Ausfälle muss ich leider sagen, dass wir nicht breit genug aufgestellt sind, um oben nochmal anzugreifen. Wir können auf die Probleme nicht so reagieren, wie wir es eigentlich vor haben. Im Notfall müssen wir dann in den nächsten Partien den Kader mit Spielern aus der Reserve auffüllen.

Es gibt aber auch positive Nachrichten. Mit Daniel Krüger ist der treffsicherste Stürmer nach monatelanger Verletzung wieder dabei. Wie wichtig war die Rückkehr?

Daniel wäre mit seinen Qualitäten für jede Mannschaft enorm wichtig, dennoch dürfen wir im Moment nicht viel von ihm erwarten. Er war sehr lange weg. Wir werden versuchen, ihn behutsam aufzubauen. Er braucht Zeit.

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Sie hören zu Saisonende als Trainer auf. Benjamin Siegert geht als Trainer zum Landesligisten SV Herbern. Robin Schwick folgt ihm. Haben diese Entscheidungen für Unruhe im Team gesorgt?

Im Fußball ist es gang und gäbe, dass Akteure den Verein verlassen. Natürlich spricht man da kurz drüber, aber die Rückrunde steht bei allen im Vordergrund. Es gab keine Unruhen im Team. Unsere Aufgaben stehen fest. Wir werden alles daran setzen eine gute Rückrunde zu spielen.

Und wer wird am Ende aufsteigen?

Ich glaube die Tabelle wird so bleiben, wie sie sich momentan darstellt. Nur an wenigen Plätzen wird sich noch was ändern. Der TuS Haltern II wird Meister und der SuS Stadtlohn geht in die Relegation. Wenn wir die Saison auf Platz drei oder vier abschließen, wäre das unter diesen Bedingungen in Ordnung.

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