Kapitän Paul Ulrich steckt sich ein ambitioniertes Gegentor-Ziel bei der SG Selm

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Die Sommerpause ist vorbei. Am Sonntag rollt bei der SG Selm wieder der Ball. Gegner ist der SV Herbern II. Kapitän Paul Ulrich ist froh, dass es endlich wieder losgeht.

Selm

, 23.08.2019, 17:25 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Jubel im Mai war riesengroß. Vor allem Paul Ulrich (27), Kapitän der SG Selm, war bei Bier- und Sektduschen ganz vorne mit dabei. Fast alle Partien hatte der Führungsspieler und Abwehrchef beim Aufsteiger in die Fußball-Kreisliga A bestritten.

Fast ein Jahr zuvor: Kontrastprogramm. Paul Ulrich stand auch auf dem Platz, als die SG Selm gegen Hoetmar unterging. 0:4 war das Ende einer trostlosen Rückrunde und gleichzeitig die schwärzeste Stunde der Vereinsgeschichte. Erstmals gab es im Selmer Stadtteil nicht mindestens A-Liga-Fußball bei den Männern im Angebot. Die SG aber hielt am Trainer fest, leitete einen gesunden Umbruch ein, der Erfolg zurückbrachte. Auch weil Typen wie Paul Ulrich geblieben waren.

Die SG Selm ist heiß auf den Saisonstart

Jetzt warten in der A-Liga neue Kaliber auf den Rückkehrer. Paul Ulrich stellt klar: „Wir sind richtig heiß, weil wir eine längere Pause als andere hatten. Wir haben in den vergangenen Wochen schon die Spiele in den anderen Kreisen und in der Bezirksliga verfolgt“, sagt Ulrich. Der Kreis Münster, in dem die SG Selm nach dem Aus des Kreises Lüdinghausen in seine fünfte Saison geht, fängt erst zwei Wochen nach dem eigentlichen Saisonstart im Spielbetrieb an.

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Obwohl die SG Selm eine starke Vorbereitung gespielt hat, im Pokal unter anderem einen Bezirksligisten aus dem Rennen warf, meint Ulrich: „Mit uns rechnet keiner.“ Warum? „In meinen Augen ist der Kreis Münster schon etwas stärker als andere“, sagt Ulrich.

Daniel Ulrich fehlt mit Kreuzbandriss

Dass sein Bruder Daniel in der Vorbereitung einen Kreuzbandriss erlitt, war der Tiefpunkt der Vorbereitung. „Er wird die halbe oder vielleicht sogar die ganze Saison ausfallen“, sagt Paul Ulrich über seinen Bruder. Aber nicht nur die Offensive um Daniel Ulrich ist durch einen Ausfall geplagt.

Auch hinten fehlen in der Viererkette etatmäßige Außenverteidiger. Jannik Blecher befindet sich aus Studiengründen in den USA. Wahrscheinlich wird Basanan Tarhan hinten links spielen. Routinier Mirco Kämper könnte dann hinten rechts die Kette komplettieren. „Ich würde sagen, dass 25 bis 30 Gegentore perfekt wären“, gibt Ulrich als Ziel aus. Vergangene Saison waren es 18 Gegentore. „Da standen wir ziemlich sicher. Wenn wir nur ein paar Tore mehr bekommen reinbekommen, wäre das sehr gut“, sagt er. Nur bitte keine 75 Gegentore. Damit musste die SG am Ende in die Relegation und stieg schließlich ab. In dieser Saison rechnet damit beim Aufsteiger keiner mehr.

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