Kein Sieger im Derby - Alle Spiele im Blick

Fußball: Kreisliga

Das Derby zwischen dem PSV Bork und GS Cappenberg in der Fußball-Kreisliga endete 2:2-Unentschieden. Während Patrick Osmolski viel Lob für seine Cappenberger Schützlinge fand, regte sich PSV-Coach Ingo Grodowski vor allem über die Leistung des Unparteiischen auf. Hier finden Sie den Überblick zu den Kreisliga-Partien.

SELM

, 23.04.2017, 21:20 Uhr / Lesedauer: 5 min
Im Derby zwischen dem PSV Bork und GS Cappenberg kam es zu einigen Zweikämpfen. Hier setzte sich GSC-Spieler Benedikt Stiens (l.) gegen Borks Justin Fehse durch.

Im Derby zwischen dem PSV Bork und GS Cappenberg kam es zu einigen Zweikämpfen. Hier setzte sich GSC-Spieler Benedikt Stiens (l.) gegen Borks Justin Fehse durch.

Kreisliga A2 Unna/Hamm PSV Bork - GS Cappenberg 2:2 (2:1)

„Wir waren am Anfang einfach das bessere Team, ich bin super zufrieden mit meinen Jungs“, sagte Osmolski nach dem Derby. Cappenberg ging verdient in Führung – nach bereits drei Minuten durch Leon Hügemann. Ecke für die Gäste, Hügemann sprang höher als alle Borker und köpfte den Ball an Jens Haarseim vorbei ins Netz.

Erst 20 Minuten später sollte das Cappenberger Spiel einen Bruch bekommen. Denn da kam Borks Stürmer Marvin Schuster. „Cappenberg war einfach galliger als wir. Gerade in den ersten 20 Minuten – das muss man einfach so sagen“, sagte Grodowski.

Osmolski ärgerte sich daher umso mehr über das Gegentor. „Wir haben das Spiel dominiert und kriegen dann so ein Kullertor rein – unglaublich, ich habe noch nicht einmal gesehen, wer das war“, sagte er. Schuster war es. Das zweite Derby-Tor an diesem Kreisliga-Spieltag resultierte ebenfalls aus einer Standardsituation. Borks Daniel Berger brachte einen Freistoß vor den Kasten der Cappenberger Gäste. Eine Traube bildete sich um den Ball, Schuster stocherte ihn irgendwie an Philipp Grenigloh vorbei ins Tor – 1:1.

Doch Bork legte noch vor dem Pausenpfiff nach. „Da noch einen Treffer zu kassieren, war echt grausam für uns“, sagte Osmolski. Jannik Audehm traf kurz vor dem Pausenpfiff zum 2:1 für den PSV. Zuvor gab es aber noch einen Aufreger für die Borker Gastgeber.

„Wir hätten einen Elfmeter bekommen müssen“, sagte Grodowski. PSV-Stürmer Joel Grodowski lag zuvor in der 35. Minute im Cappenberger Strafraum, wurde angeblich gefoult. „Ich habe es nicht so ganz gesehen. Ein bis zwei Spieler von meiner Bank sagten, eine Berührung war da. Wir hätten uns auf jeden Fall nicht beschweren dürfen, wenn der Schiedsrichter da auf den Punkt zeigt“, sagte Osmolski.

Für Ingo Grodowski war die Sache vollkommen klar: „Der foult Joel doch. Das hat jeder gesehen. Insgesamt war der Schiri aber doch eh total überfordert. Auf beiden Seiten eine absolut schlechte Leistung. Nur Fehlentscheidungen“, schimpfte der Borker Coach.

In der 49. Minute sorgte Sebastian Drews noch für den Cappenberger Ausgleichstreffer zum 2:2-Endstand. Im Nachschuss hämmerte er den Ball aus zwölf Metern ins Tor. „Es war ein tolles Spiel auf einem guten A-Liga-Niveau. Es war intensiv, aber doch sehr vernünftig.“

TEAMS UND TORE PSV: Haarseim - Fehse, Lammers, Köppeler (85. Köppeler), Kuhn, Westrup, Audehm (46. Preuß), P. Grodowski, Schuster, J. Grodowski, BergerGSC: Grenigloh - Knop, Hügemann, Jesella, Stasch (90. Pestinger), Drees, Wißmann, Stiens, Drews, Zentgraf, SchwartzTore: 0:1 L. Hügemann (3.), 1:1 Schuster (22.), 2:1 Audehm (44.), 2:2 Drews (49.)

Kreisliga A2 Münster SG Selm - Werner SC II 2:0 (0:0)

Durch ein Blitztor von Sebastian Kramzik (1.) und einen zweiten frühen Treffer durch Christian Voßschmidt (11.) hat die SG Selm das Altkreisderby gegen die Reserve des Werner SC für sich entschieden. Der Fußball-Kreisligist gewann mit 2:0 und hält als gesicherte Tabellenelfter Anschluss an das Tabellenmittelfeld. Der WSC II muss dagegen weiter zittern.

Für Torjäger Kramzik endete der Sonntag im Krankenhaus. „Das Schlimmste hat sich leider bestätigt“, sagte Kramzik noch am Abend, 23. April, am Telefon. Diagnose: Zehen gebrochen, Sprunggelenk innen auch lädiert – Saisonaus. Da der Selmer zum Saisonende nach Bork wechselt, war die Partie gegen Werne wohl seine letzte im SG-Trikot.

Und sein letztes geschossenes Tor: Nach handgestoppten 30 Sekunden hatte Kramzik schon das 1:0 erzielt – und das, obwohl der WSC Anstoß hatte. „Ich bin dazwischen gegangen, habe Voßschmidt angespielt und er hat mir den Ball wieder zurückgegeben“, sagte Kramzik. Sturmkollege Voßschmidt stellte nach elf Minuten auf 2:0.

Gästetrainer Thomas Matuschek, der vergangene Woche seinen Rücktritt zum Saisonende bekannt geben hatte, war bedient. „Normalerweise kannst du nach zehn Minuten die Tasche packen“, sagte er. Der Werner SC II hat durch die Niederlage den zwölften Tabellenplatz an den SC Capelle verloren.

Lob verteilte Matuschek, der vor dem Spiel mangelnde Konzentration kritisiert hatte, weil seine Elf nach dem Rückstand den Hebel umgelegt habe, wie er sagte. Matuschek listete Torchance über Torchance auf. Zudem sah er krasse Fehlentscheidungen: Nach einer halben Stunde sei Philipp Schulze Twenhöven ein klares Tor aberkannt worden. Der Schiedsrichter habe weiter einen klaren Elfmeter an Mati Bartsch nicht gepfiffen. „Aber auch so müssen wir unsere Tore schießen“, sagte Matuschek.

TEAMS UND TORE SG: Witthoff - Kollakowski, Kämper (75. Suer), Konietzni (86. David), Dresken, Heinrich, Tumbrink, Hillmeister, Schulze Weiling, Kramzik (60. Heidicker), VoßschmidtWSC: Vorwick - Plogmann (46. Kerk), Eisenbach, Schulze Twenhöven, Mürman (70. Gorzalski), Jücker, Egert, Teuber, Niewalda, Bartsch, FuhrmannTore: 1:0 Kramzik (1.), 2:0 Voßschmidt (11.)

SV Herbern II - SC Capelle 1:1 (1:1)

Fußball-Kreisligist SC Capelle hat einen wichtigen Auswärtspunkt bei der Zweitvertretung des SV Herbern geholt. Durch das Remis beim Tabellensiebten ziehen die Capeller in der Tabelle am Werner SC II vorbei auf Rang zwölf.

Eigentlich ein gelungener Sonntag mit Blick auf die Tabelle. Doch Trainer Martin Ritz war nicht zufrieden. „Wir konnten nicht an die Leistungen der letzten Wochen anknüpfen. Die Laufbereitschaft und Leidenschaft hat mir gefehlt“, erklärte Ritz nach der Partie. Noch immer ist sein Team im Jahr 2017 ungeschlagen, konnte den Schwung der Serie aber nicht mit in die Partie nehmen.

Zwar spielte Capelle bis zum Sechszehner einen guten Ball, doch im Strafraum fehlte die letzte Entschlossenheit. „Außerdem hätten wir die ein, zwei Konter in der ersten Halbzeit einfach besser ausspielen müssen“, sagte Ritz.

Und da sie es nicht schafften, klingelte es nach einer halben Stunde Spielzeit im eigenen Tor. Anschließend spielten die Gäste zu ruhig weiter. Und doch konnten sie es verhindern, mit einem Rückstand in die Pause zu gehen. Einen Schuss der Schwarzgelben ließ Herberns Torwart Sebastian Adamek nur abprallen – wo sich Oliver Eckey bedankte und zum 1:1 abstaubte. Es war die letzte Szene der ersten Hälfte.

In der zweiten Hälfte neutralisierten sich beide Teams. Martin Ritz sprach von einem „leidenschaftslosen Kick“, der erst in der 90. Minute aufwachte, als Herberns Spielertrainer Björn Christ den Ball an die Querlatte jagte.

Und trotzdem war das 1:1 aus Sicht Marvin Ritz‘ zu wenig: „Ich habe das Gefühl, dass in den Köpfen steckt, dass jetzt alles von allein geht. Aber das Restprogramm hat es in sich.“

Mitte Mai kommt es noch zum Duell der momentan punktgleichen Werner und Capeller. Zudem spielt Capelle zum Abschluss gegen den Vorletzten Ottmarsbocholt. „Bis dahin will ich unten alles klar haben“, sagte Ritz.

TEAMS UND TORE Herbern II: Adamek - Närdemann, Jabsen, Bergmann, Höring, Vertgewall, Kruckenbaum, Lachowicz, Aschoff (52. Christ), Lünemann, KortendickCapelle: Nölkenbockhoff - Cillien, Nölken, Lachmann, Streppel, Artinger, Kroner (82. Küper), Eckey, Walter, O. Ritz, Sudholt (89. M. Ritz)Tore: 1:0 Lünemann (28.), 1:1 Eckey (45.)

Kreisliga A2 Recklinghausen Westfalia Vinnum - DTSG Herten 1:1 (1:1)

Bereits drei Minuten nach dem Anpfiff jubelten die Vinnumer das erste Mal: Moritz Wendel war gleich beim ersten Angriff der Begegnung zur Stelle und brachte die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Lange währte die Freude auf dem Vinnumer Kunstrasen allerdings nicht. Nur zwei Minuten später konnte der Torschütze nach einem Foul nicht weiterspielen und wurde durch Jan Matuszak ersetzt. Das Verletztenbild komplettierten der eingewechselte Matuszak und Kapitän Juri Lebsack am Sonntag, die beide ebenfalls nicht den Schlusspfiff auf dem Platz erlebten.

Den Ausgleich der Gäste besorgte Levent Oral nach einer Ecke aus dem Gewühl heraus, als Vinnum im Nachsetzen nicht entscheidend klärte. Ein schmeichelndes 1:1-Unentschieden zur Pause, da der Gast aus Herten über die gesamte Spielzeit enorm unter Druck gestanden habe. Fatih Cengiz, Helmut Stolzenhoff und Yusuf Demir vergaben aber gute Gelegenheiten, sodass Vinnum auch trotz des spielerischen Übergewichts nicht das zweite Tor erzielte. „Wir hatten das Spiel unter Kontrolle, haben es aber einfach verpasst, das Tor zu machen. Das Ergebnis müssen wir so hinnehmen, obwohl wir gewinnen mussten“, sagte Frank Bidar.

TEAM UND TORE Vinnum: Roser - Rosengart, Stolzenhoff, Rosowski, Wendel (5. Matuszak, 65. Niewind)), Cengiz, Demir, Kuck, Lebsack (78. Stanek), Asemann, OlfensTore: 1:0 Wendel (3.), 1:1 Oral (16.)Gelb-Rote Karte: Oral (62., Foulspiel)

Kreisliga B3 Münster SV Südkirchen - Wacker Mecklenbeck III abg.

Das Fußball-Heimspiel des SV Südkirchen ist ausgefallen. Grund war eine Platzsperrung. „Die Platzkommission hat den Platz gesperrt“, sagte Christian kallwey, Teammanager der ersten Mannschaft. Das Nachholspiel ist noch nicht terminiert.

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