Kevin Klink schießt GS Cappenberg in Unna spät zum Sieg

Fußball: Kreisliga

Erstmals gewinnt Cappenberg in Unna. Kurz vor Spielschluss drohte allerdings noch eine Pleite.

Cappenberg

, 08.09.2019, 21:12 Uhr / Lesedauer: 2 min
Kevin Klink schießt GS Cappenberg in Unna spät zum Sieg

Stürmer Kevin Klink (r.) sorgte mit seinem Tor in der 88. Minute für einen Auswärtssieg der Cappenberger in Unna. © Jura Weitzel

In drei Spielen zuvor auswärts gegen Unna hat Fußball-Kreisligist GS Cappenberg nie einen Sieg einfahren können. Kevin Klink beendete die schwarze Serie am Sonntag und hat Grün-Schwarz ein Last-Minute-Sieg beschert.

Kreisliga A2 Unna-Hamm

RW Unna - GS Cappenberg

2:3 (1:0)

Acht Minuten vor dem Abpfiff lag Cappenberg sogar noch zurück. Ein Sonntag ohne Punkte drohte der GSC-Ersten, doch es kam ganz anders. Erst glich Michel Zentgraf nach einem Eckball aus. „Dass der Ball drei Meter vor dem Tor runterkommt und Michel so frei ist, darf eigentlich nicht passieren. Zu unserem Glück war es aber so“, sagte Cappenberg-Trainer Pascal Harder zum Ausgleich.

Harder muss selbst in der Innenverteidigung ran

Harder, der eigentlich gar nicht mehr spielen wollte, musste am Sonntag wegen Personalnot selbst die Schuhe schnüren und bildete zusammen mit Michel Zentgraf Cappenbergs Innenverteidigung, die – das gab er selbst zu – immer dann Probleme bekam, wenn Unna mal schnell agierte. „Wir sind nicht mehr die Schnellste und Agilsten. Wenn die dann an dir vorbeizischen, kannst du auch nichts mit Auge machen“, sagte Harder.

Einen Schreckmoment musste Cappenberg nach dem 2:2 aber noch überstehen. Nach einem Missverständnis der Abwehr mit Torwart Bendix Wagner tickte der Ball kurz vor der Linie des verwaisten Tores auf und flog dann über die Latte. Den Elfmeter (88.), den Klink dann als Gefoulter selbst verwandelte, bezeichnete Harder als „dummes Ding.“ Nachdem Unnas Schlussmann unter Druck geraten war, drückte er Klink runter – ein Geschenk.

Osterkemper gleicht aus

Den Rückstand zur Pause hatte Jonas Osterkemper schon zwei Minuten nach dem Seitenwechsel egalisiert. Cappenberg machte in der Phase mehr richtig als noch in Hälfte eins. „Da hatten wir gar keinen Zugriff. Wenn wir mal schnell angelaufen sind, hatte Unna aber gleich Probleme“, sagte Harder.

Bei der Frage nach einem verdienten Sieg wich er aus: „Ich würde sagen, dass er erkämpft war. Das Spiel hatte einen Sieger verdient. Ich weiß aber nicht genau, auf welcher Seite. Unna hat es uns schwer gemacht. Wir hatten meiner Meinung nach aber ein bis zwei Chancen mehr.“

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