Kreis Münster plant vermehrten Abstieg - eine Platzierung reicht zum Klassenerhalt

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Die Pläne des Kreises Münster: In zwei Jahren soll der Massenaufstieg durch den Saisonabbruch infolge von Corona wieder begradigt sein. Dafür müssen mehr Teams absteigen. Wie viele pro Liga, steht auch schon fest.

Selm, Werne

, 24.06.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Erst vor ein paar Jahren hatte der Fußballkreis Münster die Kreisliga A auf nur noch eine Staffel verschlankt. Dann kamen die Übersiedler aus dem aufgelösten Fußballkreis Lüdinghausen dazu: Werne, Herbern, Selm, die Nordkirchener Klubs Nordkirchen, Südkirchen, Capelle, aber auch Davensberg, Aschenberg, Senden und Ottmarsbocholt. Und der Kreis Münster pustete das Oberhaus wieder auf zwei A-Ligen auf. Erstmals in der Geschichte des Fußballkreises gibt es in der Saison 2020/21 nun drei Parallel-Staffeln.

Die sollen, das bestätigte Kreischef Norbert Krevert, aber nur ein Jahr bestehen bleiben. Der Kreis plant innerhalb von nur zwei Jahren, wieder zwei Kreisligen mit jeweils 16 Teams zu haben. „Zwei 16er-Ligen haben sich bewährt“, sagte Krevert. Die hohen Zahlen an A-Ligisten durch den Saisonabbruch und den daraus resultierenden vermehrten Aufstieg sollen von derzeit 38 Teams auf die herkömmliche Sollstärke von 32 reduziert werden.

Kreis Münster plant vermehrten Abstieg - eine Platzierung reicht zum Klassenerhalt

Dazu wird es in der neuen Saison sechs Absteiger geben - aus jeder der drei Ligen müssen zwei Teams in die B-Liga, unabhängig davon, ob die Liga 12 oder 13 Mannschaften beherbergt, „sofern nicht noch weitere Absteiger aus den Bezirksligen runterkommen“, sagte Krevert. Maximal neun Absteiger, verteilt auf die drei Ligen, gibt es damit in der kommenden Saison.

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In der Kreisliga A2 Münster reicht also Platz neun, um definitiv den Klassenerhalt zu sichern. „Das wird ein außerordentlicher Wettkampf um den Klassenerhalt“, merkte Krevert an, „die Vereine können sich darauf aber einstellen.“

Kreis musste abwägen: Extrem groß oder sehr klein

Krevert erklärte, dass der Kreis zwischen zwei extrem großen 19er-Ligen und drei kleineren Ligen abgewogen hat und sich dann für die zweite Variante entschied. „Wir sind auch ganz klar dafür, dass ein Meister aufsteigen sollte, müssen uns aber der aktuellen Situation anpassen“, so Krevert.

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Zu eng wäre es in der neuen Saison im Spielplan geworden, begründet der Kreisvorstand: „Wir hätten sechs bis acht Englische Wochen spielen müssen und hätten einen wilden Winter gehabt. Für Nachholspiele wäre kaum Spielraum gewesen. Auch das Ausweichen für Schützenfeste, Kirmes und Karnevalsfeiern wäre nicht möglich gewesen. Deswegen haben wir uns die Frage gestellt: Müssen wir das Kreisliga-A-Fußballern, die auch ein Privatleben haben, wirklich zumuten?“ Zudem kann der Kreisvorsitzende das Infektionsgeschehen nicht vorhersehen.

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