Kreis: Schiedsrichter sollen nicht mehr selbst spielen dürfen

Fußball

Seit Jahren schon klagt der Fußballkreis Lüdinghausen über einen Mangel an Schiedsrichtern. Der könnte in Zukunft vielleicht noch größer werden. Denn nun sollen die Unparteiischen selbst nicht mehr aktiv spielen dürfen.

KREISGEBIET

von Von Malte Woesmann

, 19.04.2011, 14:18 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schiedsrichter sollen sich entscheiden: entweder fürs Pfeifen oder fürs Kicken.

Schiedsrichter sollen sich entscheiden: entweder fürs Pfeifen oder fürs Kicken.

Richtig abzuschrecken scheinen die Strafen die Vereine aber wohl nicht. Jetzt gehen Fußballkreis und Kreisschiedsrichterausschuss neue Wege - mit Spielverboten. In den Amtlichen Mitteilungen des Fußballkreises ist jetzt zu lesen, dass Spieler, die auch als Schiedsrichter tätig sind, demnächst nicht mehr aktiv gegen den Ball treten sollen. „Es fällt auf, dass immer mehr Schiedsrichter angesetzte Spiele zurückgeben, da sie selbst als Spieler kurzfristig in einer Mannschaft tätig sind“, steht dort geschrieben.

Dadurch könnten einige Spiele - vorrangig in der Kreisliga C - nicht mit Schiedsrichtern besetzt werden. „Dieser Zustand ist nicht mehr tragbar“, heißt es weiter. Daher werden die Vereine aufgefordert, auf ihre spielenden Schiedsrichter einzuwirken, damit sie nicht mehr als Spieler, sondern nur noch als Referee zum Einsatz kommen. Bei weiteren Vorfällen dieser Art werde der Kreisschiedsrichterausschuss „rigoros Ordnungsgelder gegen diese Schiedsrichter aussprechen“ und sie von der Schiedsrichterliste streichen.

Lesen Sie jetzt