Kreisliga-Spitzenspiel: "Die Tagesform wird entscheiden"

Olfen gegen Lüdinghausen

Wenn am Sonntag der SuS Olfen den Tabellenführer Union Lüdinghausen empfängt, ist das nicht nur ein normales Spitzenspiel in der Kreisliga A. Im Steversportpark kommt es auch zum Wiedersehen des SuS mit Ex-Trainer Mario Pongrac. Der Unioner und sein SuS-Kollege Norbert Sander sprechen im Interview über das Spitzenspiel.

OLFEN/LÜDINGHAUSEN

18.09.2014, 16:01 Uhr / Lesedauer: 3 min
Es könnte ein emotionaler Vergleich werden, wenn in der Kreisliga A der SuS Olfen unter Norbert Sander (l.) und Union Lüdinghausen mit Mario Pongrac an der Seitenlinie aufeinander treffen.

Es könnte ein emotionaler Vergleich werden, wenn in der Kreisliga A der SuS Olfen unter Norbert Sander (l.) und Union Lüdinghausen mit Mario Pongrac an der Seitenlinie aufeinander treffen.

Für mich ist das Thema abgehakt, es bleibt aber ein fader Beigeschmack. Seitdem hatte ich keinen Kontakt mehr zu den Verantwortlichen des SuS. Ich bin immer noch der Meinung, unfair behandelt worden zu sein.

Nein, das nicht. Union Lüdinghausen hat damit ja nichts zu tun und auch die alte Mannschaft nicht. Es ist eine persönliche Geschichte zwischen mir und dem Vorstand.

Mit so etwas kann man natürlich nicht rechnen, es passt aber im Moment ganz gut bei uns. Wie wir spielen, das passt einfach zum gesamten Team. Wir haben einige Spieler im Team, die ein Spiel entscheiden können und jeder hängt sich immer voll rein. Jetzt geht es aber das erste Mal gegen einen echten Brocken der Liga. Man muss abwarten, wie die jungen Spieler damit umgehen.

Olfen wird auf jeden Fall mehr Fußball spielen, als unser letzter Gegner Davensberg. Darauf müssen und werden wir uns einstellen. Ich denke, es wird eines von zwei bis drei Highlight-Spielen der Saison. Der Ausgang ist völlig offen, die Tagesform wird entscheiden.

Wir haben prinzipiell keine Probleme damit, Spiele zu verlegen. Wenn ich damit aber meine eigene Mannschaft schwäche, dann stimme ich einer Verlegung nicht zu. An den Terminen, die uns die Olfener vorgeschlagen hatten, wären mindestens vier meiner Spieler nicht da gewesen. Damit Olfen komplett ist, verzichte ich nicht auf wichtige Stützen. Eins möchte ich ganz klar sagen. Das hat nichts mit der besonderen Situation zwischen mir und dem SuS zu tun.

Ich muss abwarten, wie sich die Sache am Sonntag entwickelt. Man sollte auf jeden Fall menschlich bleiben. Wenn wir uns zusammen setzen würden und über die Dinge sprechen, die vorgefallen sind, dann bin ich immer gesprächsbereit.

Olfens Trainer Norbert Sander zum Spitzenspiel

Wir haben uns am Sonntag von Wernes rustikaler Spielweise beeindrucken lassen. Phasenweise spielen wir noch nicht so, wie ich mir das vorstelle. Das ist aber nicht verwunderlich, das Team braucht einfach noch Zeit. Punktemäßig sind wir auf jeden Fall im Soll.

Union hat über Jahre hinweg eine herausragende Jugendarbeit geleistet – besser sogar als der SuS Olfen. Sie ernten jetzt, was sie aufgebaut haben. Nach dem Abstieg hat der Verein aus der Not eine Tugend gemacht und auf den Nachwuchs gesetzt. Überrascht hat mich das Abschneiden nicht. Man muss aber sagen, dass Lüdinghausen bisher keinen Gegner von ganz oben hatte.

Ein echtes Spitzenspiel! Meiner Meinung nach wird die Tagesform entscheiden, wer als Sieger vom Platz gehen wird. Wir wollen den Zuschauern auf jeden Fall ein attraktives Spiel bieten.

Für mich ist das kein Thema mehr. Das war es aber auch schon nicht, als ich hier mit dem Training begonnen habe. Ich habe das Ganze nur aus der Distanz beobachtet. Meiner Meinung nach war es eine legitime Entscheidung des Vorstandes, es mit einem neuen Trainer zu versuchen. Trotzdem hat Mario Pongrac natürlich in Olfen eine erfolgreiche Zeit gehabt.

Ich denke schon, dass das ein Vorteil sein kann. Er kennt ja schließlich jeden Spieler aus Olfen. Ich hingegen kenne kaum einen Spieler von Lüdinghausen. Wir müssen unser Spiel aber natürlich trotzdem durchsetzen.

Es stimmt, wir wollten das Spiel verlegen, da insgesamt sechs Spieler, vier davon vom Stamm, am Sonntag nicht da sind. Wir hatten Union drei Termine vorgeschlagen, die alle abgelehnt worden waren. Ob es eine Retourkutsche ist, kann ich nicht sagen. Die Mannschaft ist auf jeden Fall sehr enttäuscht. Wir müssen überlegen, wie wir die Antwort auf dem Platz geben.

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