Lüdinghausen und Selm im Gleichschritt

Fußball: Kreisliga A

Im Gleichschritt marschieren Union Lüdinghausen und die SG Selm in der A-Liga an der Spitze voran. Beide Teams haben auch ihr viertes Saisonspiel gewonnen. Erster Verfolger bleibt Eintracht Werne mit zehn Punkten. Am Tabellenende stehen der SV Südkirchen und der SC Capelle.

KREISGEBIET

07.09.2014, 21:01 Uhr / Lesedauer: 7 min

Fußball-Kreisliga A BW Ottmarsbocholt - Westf. Vinnum 1:0 (1:0) Die Vinnumer verschliefen die ersten 45 Minuten komplett und gerieten schon sehr früh in Rückstand. Gerade einmal sieben Minuten waren verstrichen, als BWO durch einen Treffer von Dennis Hölscher in Führung ging. „Den ersten Durchgang haben wir komplett verpennt“, waren sich nach dem Spiel die Vinnumer Kicker Stefan Eilers und Fatih Cengiz, die beide gute Chancen liegen ließen, einig. In der zweiten Halbzeit wurden die Gäste aber stärker und mutiger. Vinnum erspielte sich auch die ersten Torchancen. Doch Fatih Cengiz, der frei vor dem Tor scheiterte und Stefan Eilers, dessen Schuss von Hendrik Erkmann aus dem Winkel gefischt wurde, hatten Pech im Abschluss. Trotz der Leistungssteigerung im zweiten Durchgang blieb es so bei der dritten Niederlage der Westfalia in dieser Saison. Zu allem Überfluss handelte sich Marcel Raguszka noch eine Rote Karte ein. Wegen eines Ellenbogenchecks wurde er in der 75. Minute des Feldes verwiesen und wird Vinnum nun wohl mehrere Wochen fehlen.

Erkmann – Schepmann, Bassenhoff, Diekemper (66. Vernauer), Mehring, Arnschink, Hölscher, Kallwey (63. Wierling), Tübing, Welp, Simon (74. Schlüter).

Beckbauer – Niermann, Ergin, Stanek (79. Kottis), Olfens, Raguszka, Mu. Cengiz, Eilers, Most (31. Me. Cengiz), F. Cengiz, Rosowski (90. Lerche).

1:0 Hölscher (7.).

Rote Karte Raguzska (75.) wegen eines Ellenbogenchecks.

Schon im ersten Durchgang war der SuS Olfen, der mit fünf Spielern aus der ersten Mannschaft verstärkt wurde, tonangebend und erspielte sich einige Möglichkeiten. Die Olfener Führung ließ so auch nicht lange auf sich warten. Gerade einmal 13 Spielminuten waren verstrichen, als die Kuhn-Truppe zum ersten Mal jubeln durfte. Nach einem schönen Zuspiel von Kapitän Patrick Czubak netzte der Altmeister Sascha Kornblum zur frühen Führung ein. Auch danach blieb Olfen dominant, verpasste es aber, das Ergebnis auszubauen. Nils Kleischmann hatte Pech mit einem Pfostenknaller. Simon Milewzyks Versuch wurde wenig später noch gerade eben von der Linie gekratzt. Mit einem schmeichelhaften 0:1-Rückstand ging es für den Polizeisportverein dann in die Umkleidekabine. Zwar kam der PSV mit mehr Biss und Laufarbeit aus der Halbzeitpause, die spielerischen Mittel fehlten allerdings weiterhin. Die einzig gute Chance der Borker ließ Daniel Koch liegen. Sein Kopfballversuch wurde von SuS-Keeper Jan Stember gerade noch so abgefangen (65.). Fast im Gegenzug traf Olfen zum 2:0-Endstand. Abermals leitete Patrick Czubak einen Angriff ein, der dieses Mal von Nils Kleischmann mustergültig abgeschlossen wurde (67.). Die Olfener verlassen nun erst einmal die Abstiegsränge.

Stember – Bennis, Köppeler, K. Kornblum, Brüse, Radke, Czubak (86. T. Slomka), S. Kornblum, Milewzyk (62. Lassak), Kleischmann, von Hagen (12. Schrey).

Haarseim – Zander, Nölle, Rosengart (80. Mueller), Grugel, Böcker, Gördes, Koch, Matthias, Brand, Grodowski (56. Berger).

1:0 S. Kornblum (13.), 2:0 Kleischmann (67.).

Der TuS Ascheberg kam durch seinen Stürmer Bernd Daldrup zur überraschenden Führung. In der Folgezeit versuchten die Hausherren das Spiel in die Hand zu nehmen aber kamen zu keinen nennenswerten Chancen. Nach dem Wechsel kam der offensivere David Hügemann für den defensiveren Murat Aksoy ins Spiel. Die Gastgeber kamen besser ins Spiel, aber die gute Ascheberger Defensive hielt dem Druck stand. In der Mitte der zweiten Halbzeit dann die Vorentscheidung für die Gäste, wiederum schoss Bernd Daldrup nach einem Konter das vielumjubelte 2:0 für den TuS. Nach dem Spiel war keiner der sportlichen Leitung der Südkirchener zu einer Stellungnahme zu bekommen. Deniz Sahin, Trainer TuS Ascheberg, sprach von einem mehr als verdienten Sieg seiner Truppe. 

Philipps - Muck, Schmidt, Aksoy (46. D. Hügemann), Akono (72. Löchter), Studnicka, Wessels, Schulz, Zentgraf, Manfredi, Gürenates (65. Ackers).

Lewandowski - Lohmann, Leibeling, Vester (85. Rüller), Wobbe, Heitbaum, Schwipp, Real (66. Lakenbrink), Daldrup (72. Keiter), Castella, Hegemann.

0:1 Daldrup (15.), 0:2 Daldrup (71.).

Olfen hatte große Mühen überhaupt ins Spiel zu finden. „Wir waren viel zu statisch. So ergaben sich für uns leider auch keine Räume“, sagte Sander nach dem Schlusspfiff zurecht. Überhaupt dauerte es sehr lange, bis die Steverstädter sich die erste Chance herausspielten. Fünf Minuten vor der Pause scheiterte Marvin Böttcher nach einer Brüggemann-Ecke aber am gegnerischen Schlussmann Emre Ekici. Zuvor hatten auch die Alstedder ihre erste Tormöglichkeit. Rajko Milinkovic zielte aber zu ungenau. Nach der Pause war es aber eben jener Milinkovic, der die Führung der Gäste besorgte. So ging Alstedde nach 54 Minuten nicht unverdient in Führung. Schon im ersten Durchgang hatte sich angedeutet, dass dem SuS mit BW Alstedde eine hohe Hürde bevorstand. Eigentlich wollten die Steverstädter nach der Pause den Schalter umlegen, der Plan schlug aber zunächst fehl. Erst nach dem Rückstand wurde der SuS Olfen wacher und hätte direkt im Gegenzug durch Max Müller zum Ausgleich kommen können. Der schoss den Ball aber über das Tor. Marvin Böttcher und Dustin Brüggemann ließen weitere Chancen liegen (58. Minute /62.). Erst durch einen Gewaltschuss von Joost Sievering in der Schlussphase kam der SuS schließlich zum verdienten Ausgleichstreffer (82.). Dem späten Ausgleich ließ Marvin Böttcher dann sogar noch den Siegtreffer folgen. Der SuS-Torjäger traf nach 84 Minuten zum 2:1-Endstand.

A. Müller – D. Böttcher (71. S. Milewzyk), Hellmich, Karwot, Schrey, Naumann (40. Sievering), M. Müller (60. Radke), Zolda, M. Böttcher, Middeke, Brüggemann.

Ekici – Paarmann, Tikici (52. Schlunke), Kuhe, Ekici, Stojak, Kaya, Kadlubowski, Lohietz (65. Brammann), Büyükdere, Milinkovic.

0:1 Milinkovic (54.), 1:1 Sievering (82.), 2:1 M. Böttcher (84.).

Bereits mit der ersten guten Einschussgelegenheit nach neun Minuten, erzielte Selms Torschütze vom Dienst Alexander Schwegler, den Treffer zum 1:0. Eine denkbar unangenehmer Start aus der Sicht von Martin Ritz. „Wir sind sehr früh ins Hintertreffen geraten und haben gegen die bessere Mannschaft an diesem Tag verloren“, so der SCC-Coach nach dem Spiel. Mit der Führung im Rücken spielte nur noch eine Mannschaft. Der Gast aus Selm drückte die Schwarz-Gelben sehr weit in die eigene Hälfte und kontrollierte mit viel Ballbesitz das Geschehen. Lediglich das zweite Tor hätte Selm früher erzielen müssen. Erst in der zweiten Halbzeit nach einer Stunde Spielzeit erhöhte Kevin Lehmann per Distanzschuss das erlösende zweite Tor für die Gäste. Mit etwas mehr Zug zum Tor hätte Capelle durch die ein oder andere Unachtsamkeit in der Hintermannschaft durchaus Kapital schlagen können. Fabrizio Pate zwang SG-Schlussmann Lukas Witthoff per Direktabnahme zu einer Glanztat. Es blieb aber die letzte brenzlige Situation vor dem Selmer Gehäuse. Christian Voßschmidt setzte mit seinem Treffer zum 3:0, 15 Minuten vor Schluss, das letzte Ausrufezeichen in einer überlegen geführten Partie.

Schulze-Kersting - Steinhoff, Reher, Wittkamp, Krieter, Lachmann, Kleine-Bley, Winkler, Kroner, Eckey, Pate

Witthoff - Klähr, Göke, Ulrich, Scharen, Tumbrink, Lebsack, Schwegler, Lehmann, Voßschmidt, Pieper

0:1 Schwegler (9.), 0:2 Lehmann (60.), 0:3 Voßschmidt (75.)

Herbern hatte mehr vom Spiel, wusste aber vor allem in Halbzeit eins nicht viel mit dem Ballbesitz anzufangen. Lange Bälle und wenig Ideen in der Offensive waren die Folge. Herbern ließ den Ball zu wenig laufen und verlor ihn zu schnell. Cappenberg versuchte aus den Ballgewinnen eigene Chancen zu kreieren. Richtig gefährlich wurde die Offensive der Grün-Schwarzen allerdings nicht. In der zweiten Halbzeit versuchte der SVH das Spiel aus der Defensive mit sicherem Passspiel aufzubauen. Der entscheidende Pass am Ende der Offensivbemühungen kam aber nicht an. Cappenberg witterte nun seine Chance. So setzte sich GSC-Stürmer Abiola Farinde über rechts durch und flankte zum völlig frei stehenden Tom Zentgraf flach ins Zentrum. Dieser konnte den Ball allerdings nicht richtig unter Kontrolle bringen, schoss sich am Ende selbst an (59.). Cappenberg wurde nun stärker. Der Führungstreffer fiel dennoch auf der anderen Seite. Sebastian Schütte setzte sich stark auf links durch und schob den Ball rechts an GSC-Keeper Manuel Sperl vorbei ins Tor (61.). Cappenberg gab nicht auf und mühte sich, trotz schwindender Kräfte. Zumindest ein Punkt wollten sie aus Herbern mitnehmen. Schütte machte die Hoffnungen aber zunichte. Sperls zu kurzer Abstoß landete direkt bei Schütte, der sich im Laufduell gegen die Cappenberger Verteidiger Jan Lippke und Fabian Wißmann durchsetzte und den Ball über Sperl lupfte – 2:0 (85.).

Adamek - Lübke, Zilligen, Pinnekämper, Nathaus, Overs (83. Spiegelhauer), Närdemann (21. Havers), Schütte, Lutter (60. Hüttermann), Tüns, Mangels

Sperl - Lippke, Knop, Schneider (28. Wißmann), Wiesmann, Farinde, Stiens, Kneip (72. Pflug), Zentgraf (80. Osmolski), Heisig, Schwartz

1:0 Schütte (61.), 2:0 Schütte (85.)

Eine so deutliche Stockumer Pleite zeichnete sich zu Beginn der Partie noch überhaupt nicht ab. Die Gastgeber hatten deutlich mehr Spielanteile und setzten den Gegner früh unter Druck. Folgerichtig das 1:0 (24.). Nach einem langen Ball auf Stefan Möer setzte sich dieser gegen einen Gegenspieler durch und erzielte den Führungstreffer für Stockum. Danach ließen die Hausherren etwas nach und Union kam zu Möglichkeiten. Marius Grewe tauchte allein vor SVS-Keeper Cedric Packheiser auf, doch er setzte den Ball am Tor vorbei (33.). Kurz vor der Pause schickte Stockums Christopher Barthel Tolga Köroglu steil, der aber am Union-Keeper scheiterte. Nach dem Wechsel überschlugen sich die Ereignisse. Philipp Heimsath erzielte nur vier Minuten nach Wiederanpfiff den Ausgleich (49.). Vorausgegangen war eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters. Es hätte Abstoß statt Ecke geben müssen. Darüber beschwerten sich die Stockumer lauthals und verloren die Konzentration. Dies nutzten die Gäste gnadenlos aus. Marius Grewe (51.) und Sven Görlich per Doppelpack (54., 56.) schraubten das Ergebnis in fünf Minuten auf 4:1 hoch. „Davon haben wir uns nicht mehr erholt“, so SVS-Trainer Ralf Gondolf. Sein Team fand nicht ins Spiel zurück und bekam zwei weitere Treffer von Achim Wischnewski (74.) und Robert Mainka (78.) eingeschenkt. „So darf man nicht zusammenfallen. Über die zweite Hälfte werden wir beim nächsten Training sprechen“, sagte Gondolf. 

Packheiser - Eulich, Köroglu, Grennigloh, Barthel, Sudholt (46. Isikli), T. Opsölder, C. Opsölder, Tayar, (58. Dömland), Karaman (77. Zimmer), Möer

Rudolph - Petrausch, Öztürk (46. Tenberge), Heimsath (77. Lipps), Höning, Voll, Grewe (57. Wischnewski), Uellendahl, Mainka, Beermann, Görlich

1:0 Möer (24.), 1:1 Heimsath (49.), 1:2 Grewe (51.), 1:3, 1:4 Görlich (54., 56.), 1:5 Wischnweski (74.), 1:6 Mainka (78.)

Alle vier Tore erzielten Werner Offensivkräfte. Zunächst legte Mario Martinovic einen Doppelpack vor. Nach nur sieben Minuten wurde der Eintracht-Stürmer von SVD-Keeper Andreas Stilling im Sechzehner von den Beinen geholt. Der Gefoulte trat an und verwandelte den Strafstoß sicher zum 1:0 (7.). In der Folgezeit vergaben die Gäste zahlreiche Torchancen. Marko Martinovic (13.) und zweimal Faruk Bozaci (19., 20.) verpassten es, die Partie frühzeitig zu entscheiden. So blieb den Davaren ein Funken Hoffnung, das Ergebnis auch nach der Pause im Rahmen halten zu können. Diese Hoffnung verpuffte mit dem 2:0 durch Mario Martinovic schnell. In der 55. Minute lauerte er wie so oft am langen Pfosten und schob eine Flanke von dem starken Sandro Ünal über die Linie. Vier Minuten später schlenzte Faruk Bozaci den Ball aus über 20 Metern ins Netz – 3:0 für die Eintracht. Das Spiel war entschieden. Davensberg leistete kaum noch Gegenwehr. Auch bei den Evenkämpern war nun die „Luft raus“, wie Eintracht-Coach Muris Mujkanovic meinte. Drastischer ging SVD-Coach Tino Grote mit seinem Team ins Gericht: „Die zweite Halbzeit war enttäuschend. Wir haben einfach die Köpfe hängen lassen.“ In der 90. Minute machte Mario Martinovic den 4:0-Erfolg perfekt. Einen faden Beigeschmack gab es jedoch: Wernes Osman Köse verletzte sich nach einer halben Stunde am Oberschenkel und muste ausgewechselt werden. Die Diagnose steht aus.

Stilling - L. Eickholt, Bolle, Jansen (70. Farwick), König, P. Eckholt, Roberg (65. Möller), Kaiser, Schäckermann (84. Bouma), Plagge, Bettmer

Linke - Ünal, Dominik Obrenovic, Scharein, Schynol (70. Lupp), Bozaci, Pawlik, Dario Obrenovic, Köse (36. Kaya), Marko Martinovic, Mario Martinovic (80. Miskic)

0:1 Mario Martinovic (7./FE), 0:2 Mario Martinovic (55.), 0:3 Bozaci (59.), 0:4 Marko Martinovic (90.)

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