Marc Westrup ist „die Maschine“ bei der SG Selm

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In seinem ersten Seniorenjahr startet der Zehner beim A-Ligisten direkt voll durch. An Selbstbewusstsein schadet es dem Offensiven, der grade erst 19 Jahre alt geworden ist, sicher nicht.

von Nico Ebmeier

Selm, Olfen

, 13.09.2019, 13:01 Uhr / Lesedauer: 2 min

Erst seit ein paar Tagen ist Marc Westrup 19 Jahre alt und schon jetzt ist er im Aufgebot von Deniz Sahin eine feste Größe. Fast jedes Spiel absolvierte er bei der SG Selm über die vollen 90 Minuten. Nur zwei Mal wurde er kurz vor dem Ende ausgewechselt. Ein Tor hat er auch schon erzielt. Ob er mit damit vor der Saison gerechnet hätte?

Marc Westrup: „Ich bin eine Maschine!“

„Ich habe gewusst, was ich kann und wusste, dass wenn ich alles gebe, ein richtig guter Kicker sein kann“, antwortet Marc Westrup selbstbewusst. Auch bei der Frage, was für ein Spielertyp Westrup ist, nimmt er sich kein Blatt vor den Mund: „Ich bin eine Maschine“, lautet seine Antwort. Dennoch gab es auch für „die Maschine“ einiges im Seniorenbereich zu lernen. „Das Tempo ist natürlich ein völlig anderes als noch in der A-Jugend. Hier gehen die Spieler auch mal richtig in den Zweikampf. Das gefällt mir sehr“, sagt Westrup, der trotzdem erstmal lernen musste, die Härte anzunehmen.

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In der U19 hatte der Rechtsfuß im letzten Jahr noch beim SuS Olfen gespielt, sich aber schon früh für die Selmer entschieden. Besonders Trainer Deniz Sahin gefiel das. „Marc war schon im letzten Halbjahr oft bei uns beim Training und da konnte ich mir ihn schon direkt angucken. Ich wusste so direkt bei Saisonbeginn, wo seine Stärken und Schwächen liegen.“ Schwächen? „Ja, vielleicht muss ich mich noch ein wenig an das Tempo hier gewöhnen, manchmal den Ball schneller abgeben“, antwortet der 19-Jährige.

Marc Westrup ist „die Maschine“ bei der SG Selm

Marc Westrup (l.) schürt im Mittelfeld keinen Zweikampf. © Patrick Fleckmann

Von seinem neuen Coach hält der Rechtsfuß aber generell sehr viel: „Deniz Sahin ist ein wirklich guter Trainer. Er ist sehr introvertiert und wirklich genau in seinen Trainingseinheiten. Aber wir sind immer perfekt eingestellt und können in diesem Jahr viel erreichen.“

Auf Ziele mit seinem neuen Team will sich Westrup, der im letzten A-Jugend-Jahr zwei Tore erzielen konnte, derweil noch nicht einlassen. „Es klingt nach einer Floskel, aber unser Trainer mahnt uns, immer von Spiel zu Spiel zu denken. Wir haben eine sehr gute Mannschaft, mit der einiges möglich ist. Wenn es am Ende für einen Platz in der oberen Tabellenhälfte reicht, wäre das sehr gut“, sagt der angehende Industriekaufmann.

Deniz Sahin lobt seinen „Zehner“ in hohen Tönen

Auch beim Verlauten der persönlichen Ziele ist Marc Westrup sehr vorsichtig: „Ich möchte meiner Mannschaft in jedem Augenblick auf dem Platz helfen. Ich war in der B-Jugend auch zwei Jahre Kapitän, weil ich auf dem Platz immer alles reinwerfe.“ Über fünf bis acht Tore würde er sich in dieser Saison jedoch nicht beschweren.

Dass er in so jungen Jahren schon direkt die Nummer 10 auf dem Trikot bekommen hat, hat für den Ex-Olfener keine Bedeutung. „Ich hatte in der Vergangenheit auch mal die Nummer 26 oder auch die 6. Das ist mir völlig egal, es ist nur eine Zahl. Wichtig ist, was ich auf dem Platz zeige“, so Westrup.

Und auch, welchem Spielerkollegen er die Vorlage zum entscheidenden Tor geben würde, ist dem Mittelfeldspieler komplett egal. Naja, vielleicht nicht ganz egal. „Generell freue ich mich natürlich über jedes Tor, das wir schießen. Wenn allerdings Dennis Dias gerade frei steht und ich ihm eine Vorlage geben kann, freut mich das noch mehr. Wir sind sehr gute Freunde geworden.“

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Neben dem Platz macht Marc Westrup das, was ein junger Spieler eben gerne macht. „Ich gehe dann häufig feiern, aber das hat sich auch schon etwas geändert. Wenn ich weiß, dass wir sonntags um 12 Uhr spielen, trete ich mittlerweile auch dann mal kürzer.“

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