Marian Kuhn feiert sein Comeback für Cappenberg: „Ich könnte auch ein Jahr Pause machen“

mlzGS Cappenberg

Nach vier Monaten Verletzungspause ist Marian Kuhn zurück auf dem Cappenberger Sportplatz. Gegen Weddinghofen wurde er am Sonntag eingewechselt und krönte seinen Auftritt fast mit einem Tor.

von Carl Brose

Cappenberg

, 09.12.2019, 12:57 Uhr / Lesedauer: 2 min

So viel dürfte sich Marian Kuhn lange nicht mehr im gegnerischen Sechzehner aufgehalten haben. In der Schlussphase des Spiels gegen den VfK Weddinghofen wurde der Cappenberger bei jedem Standard von den Mitspielern und Zuschauern nach vorne geordert.

„Vorne rein mit dir, Langer“, hallte es immer wieder über den Sportplatz am Kohuesholz, wenn sich eine Gelegenheit für den Innenverteidiger ergab, sich mit vorne einzuschalten. Wohl jeder auf der Sportanlage hätte Kuhn an diesem Tag einen Treffer gegönnt.

Vier Monate Verletzungspause für Marian Kuhn

Denn nach vier Monaten Verletzungspause feierte er am Sonntag sein Comeback für GS Cappenberg. In der 70. Minute wechselte ihn GSC-Trainer Pascal Harder beim Stand von 4:0 für Michel Zentgraf ein. Anfang August beim Auftakt in die Kreisliga-A-Saison hatte sich Kuhn gegen den SV Langschede nach gerade einmal 40 Minuten einen Mittelfußbruch zugezogen.

Die Freude über die Rückkehr auf den Fußballplatz war ihm anzumerken: „Es war natürlich geil wieder auf dem Platz zu stehen. Ich trainiere schon wieder seit knapp zwei Wochen, aber man will auch wieder unter Wettbewerbsbedingung spielen irgendwann.“

In der 85. Minute war es dann auch fast so weit. Nach einem Cappenberger Eckball blieb Kuhn im Weddinghofener Strafraum und lauerte auf die erneute Hereingabe. Über Umwege gelang der Ball auch zu dem Innenverteidiger. Im Gestocher scheiterte er aber mit seinem Schuss am Gäste-Torwart.

„Ich glaube, das wird in den nächsten Jahren nicht noch einmal so schnell vorkommen, dass ich da solange vor dem gegnerischen Tor bleibe. Heute durfte ich mal ein paar Sekunden länger bleiben“, sagte Kuhn mit einem Lachen nach dem Spiel.

Marian Kuhn fehlt die Spielpraxis

Doch noch ist nicht alles beim Alten. Die monatelange Pause ist dem Cappenberger noch anzumerken. „Die Spielpraxis fehlt mir natürlich noch ein bisschen. Gerade das Tempo und das Timing im Zweikampf kommt erst wieder mit der Zeit zurück. Aber das kann ich mir jetzt alles im Training holen, jetzt ist auch erstmal Winterpause“, so Kuhn.

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Das Wichtigste sei für ihn aber gewesen, mit einem guten Gefühl zurück auf den Platz gekommen zu sein. Gegen Langschede kehrte er damals etwas zu früh zurück, nachdem er sich im Sommer den Mittelfuß schon angebrochen hatte. Die Belastung war zu groß und Kuhn brach sich erneut den Fuß.

„Der Arzt hat mir da schon grüne Licht gegeben. Im Nachhinein war das ein Fehler“, so Kuhn, „diesmal habe ich noch zwei Wochen länger Pause gemacht. Jetzt habe ich ein gutes Gefühl. Ich könnte theoretisch auch ein Jahr Pause machen, aber irgendwann ist auch gut.“

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