Martin Ritz: "Mir fehlt die Begründung"

RN-Interview

Das Ende des Fußballkreises Lüdinghausen ist so gut wie besiegelt. Ab 2013 soll die neue Kreisstrukturreform des westfälischen Fußballverbandes FLVW greifen, die sich an den politischen Kreisen orientiert. RN-Redakteur Malte Woesmann sprach mit Martin Ritz, Vorsitzender des SC Capelle, über diese Reform und die Folgen für die heimischen Klubs.

SELM

von Von Malte Woesmann

, 18.10.2011, 14:18 Uhr / Lesedauer: 1 min
Martin Ritz, Vorsitzender des SC Capelle.

Martin Ritz, Vorsitzender des SC Capelle.

Herr Ritz, was halten Sie von der nun vorgeschlagenen Strukturreform? Ritz: Über ungelegte Eier kann man schlecht reden. Wir haben bisher alles aus der Zeitung erfahren. Mit uns Vereinen hat man von Seiten des FLVW noch nicht direkt gesprochen. Doch gerade dies ist ja wichtig, denn ich muss als Verein ja jetzt schon planen können. 2013 soll die Strukturreform ja bereits abgeschlossen sein.

Also stehen Sie der Auflösung des Fußballkreises Lüdinghausen kritisch gegenüber? Ritz: Ja, ich kann doch einen gesunden Kreis, wie es der unsere ist, nicht kaputt machen, nur weil es an anderer Stelle krankt. Für diese Kreise hätte man sich eine Lösung überlegen können.

Was stört Sie insbesondere an der Reform? Ritz: Mir fehlt vor allem die Begründung. Warum soll der gesunde Kreis Lüdinghausen aufgelöst werden? Hier hätte man im Vorfeld die Vereine befragen und direkt ansprechen sollen. Die Kostenerstattung ist ja auch nie zur Sprache gekommen bisher. Wer bezahlt den Eltern oder Spielern demnächst die Spritkosten, die statt ein paar Kilometer nach Werne demnächst vielleicht bis nach Buldern oder Hiddingsel fahren müssen? Da werden meiner Meinung nach einige Existenzen von Vereinen gefährdet sein.

 

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