Marvin Matthias - Rückkehrer des PSV Bork geht bei Borussia Dortmund ein und aus

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Der Bundesliga ist er täglich ganz nah - jetzt tritt er aber selbst wieder vor den Ball. Marvin Matthias ist zum PSV Bork zurückgekehrt. Am liebsten würde er hier in der Innenverteidigung spielen.

Bork

, 21.07.2020, 18:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

Marvin Matthias spielt wieder Fußball. Der Abwehrspieler schnürt wieder beim B-Ligisten PSV Bork die Schuhe - nach längerer beruflich bedingter Pause. Jetzt wohnt Marvin Matthias in Lünen. Der Weg nach Bork ist wieder kürzer geworden, wo Matthias in der 10. Liga aktiv ist. Dabei hat er auch Drähte in die Bundesliga.

Allerdings keine sportlichen: Marvin Matthias ist Prozessmanager beim BVB. „Im Laufe meines Studiums habe ich ein Praktikum da absolviert und anschließend als Werksstudent beim BVB gearbeitet. Darüber bin ich nach meinem Bachelor reingerutscht.“

Logistische Prozesse - damit beschäftigt sich Marvin Matthias beruflich. Mit Spielern kommt der Hüne da eher seltener in Kontakt - wenn sie über den Gang der Geschäftsstelle an der B1 zur Vertragsverlängerung gehen oder beim Sommerfest.

Im Studium war Marvin Matthias nach Oberhausen gezogen. Das Studium fand in Mülheim statt. „Das war der Grund, warum ich es hier in Bork nicht mehr regelmäßig geschafft habe. Mit Fußball habe ich dann komplett aufgehört“, erzählte er beim Trainingsauftakt.

Post vom Sportlichen Leiter bewegte Spieler zum Comeback

Vor ein paar Monaten aber bekam er eine Nachricht von Martin Klingenberg, Sportlicher Leiter beim PSV. Ob er nicht wieder Lust hat? „Ich war begeistert und habe nicht lange überlegen müssen, die Zusage zu geben“, sagte er. Im PSV-Meisterjahr 2017 ging Marvin Matthias den Weg von der Ersten in die Zweite, das Studium des 25-Jährigen hatte aber Vorrang.

Ursprünglich begann Marvin Matthias als Mittelfeldspieler. Dann beorderten ihn seine Trainer in den Sturm. „Ich habe mir auch relativ viele Torchancen erarbeitet, hatte vor dem Tor aber auch einige Abschlussschwächen“, sagte Marvin Matthias und grinste. „Ich denke, dass meine Qualitäten in der Innenverteidigung mehr zur Geltung kommen. Deswegen sehe ich mich eher als Innenverteidiger und hoffe, dass der Trainer mich da auch aufstellt“, sagte Matthias.

In den vergangenen Jahren spielte Marvin Matthias (r.) schon Derbys mit Felix Wüllhorst (l.) gegen Pascal Ressemann (M.) von GS Cappenberg.

In den vergangenen Jahren spielte Marvin Matthias (r.) schon Derbys mit Felix Wüllhorst (l.) gegen Pascal Ressemann (M.) von GS Cappenberg. © Chris Siek

Sanmi Ojo ist bisher mit dem Neuling zufrieden

Die Chancen scheinen nicht schlecht zu stehen. „Ich kannte ihn früher nur als Stürmer. Aber beim Telefonat hat er mir schon mitgeteilt, dass er Innenverteidigung spielen möchte. Ich habe mir ein Bild gemacht und muss sagen: Da gefällt er mir gut“, sagte Trainer Sanmi Ojo.

Der Fitnessstand der Mannschaft sei zwar noch nicht wettkampfreif. Marvin Matthias habe aber einen guten Eindruck hinterlassen, sagte Ojo. „Er hat ein gutes Timing im Zweikampf und für seine Größe und Statur ist er sauschnell. Da war ich selbst überrascht. Er macht einen sehr geordneten Eindruck“, so Ojo. Und genau das braucht ein Innenverteidiger. Ojo bescheinigte ihm auch einen guten Spielaufbau: „Er macht wenig unüberlegten Sachen.“

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