Neue Konkurrenz für Nils Böckenbrink - SG Selm holt einen Torwart

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Unangefochtene Nummer eins bei der SG Selm ist Nils Böckenbrink. Nun bahnt sich ein Konkurrenzkampf zwischen den Pfosten beim A-Ligisten an, weil die SG Selm auf einen Engpass reagiert hat.

Selm

, 14.06.2020, 15:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nils Böckenbrink ist seit zwei Jahren Stammkeeper bei der SG Selm. Das Eigengewächs, das aus der U19 aufgerückt ist, ist ein sicherer Rückhalt beim Fußball-Kreisligisten. Die SG Selm hat trotzdem einen weiteren Torwart geholt. Und der trainierte beim Auftakt am Dienstag schon mit.

Traut man seiner Rückennummer, hat Neuzugang Loris Birkner den Stammplatz bei der SG Selm im Blick. Der neue Torhüter, der am Dienstag zum ersten Mal mittrainierte und in der kommenden Saison zum Kader der ersten Mannschaft gehören soll, lief in einem Trikot seines Ex-Vereins Union Lüdinghausen auf dem Kunstrasenplatz der SG Selm auf. Darauf prangte gut zu lesen eine große „1“.

Was sich nicht ändert: Nils Böckenbrink genießt weiterhin das Vertrauen.

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Aber: „Wir sollten ihn nicht als guten zweiten Mann abtun. Er ist ein guter Keeper, der den Konkurrenzkampf aufnehmen wird. Einen Freifahrtsschein gibt es auch für Nils nicht. Es tut allen gut, zu wissen, dass sie in Konkurrenz stehen“, erklärte Norbert Hanning, Sportlicher Leiter bei den Selmern. Auch Tobias Lütjann, spielender Co-Trainer, sagte: „Es läuft auf einen offenen Konkurrenzkampf hinaus.“ Loris Birkner soll seine Chance auf Spielpraxis bekommen.

Torhüter sind eine seltene Spezies bei der SG Selm

Schon allein beim Blick auf den Kader ergab die Verpflichtung eines Torhüters Sinn. „Da mussten wir sowieso was tun. Die Position war bei uns ein bisschen verwaist“, sagte Hanning. Torhüter waren bei den Senioren der SG nämlich rar. Justin Fels, Keeper der zweiten Mannschaft, habe sich oft in den Heimspielen zur Verfügung gestellt und nahm als Ersatzmann auf der Bank Platz. „Es wurde auch Zeit, dass ein zweiter Torhüter kommt“, sagte Tobias Lütjann.

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Auswärts hatte die SG nämlich oft keinen zweiten Torwart mit dabei und ging dabei das Risiko ein, bei einem Ausfall auf einen Feldspieler zurückgreifen zu müssen. „Da sind wir mit einem blauen Auge davongekommen, dass Nils sich nicht verletzt hat“, sagte Lütjann. Gegen das Risiko sichert sich die SG Selm nun mit einer eigentlich obligatorischen Doppelbesetzung der Position ab.

Birkner hatte eine längere Pause hinter sich

Ursprünglich sollte der neue Schlussmann schon zum 1. April dazustoßen, als die Corona-Pandemie in vollem Ausmaß grassierte und das Training eingestellt worden war. Birkner pausierte nach Vereinsangaben zuletzt länger. Mittelfeldspieler Niklas Neumann habe den in Bork wohnhafte Torwart ins Spiel bei den Selmern gebracht.

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