Niklas Laudahn kickt für den FC Boston Bolts

Olfener in den USA

Der 19-jährige Olfener Niklas Laudahn wagt den nächsten Schritt in den USA. Er will Profifußballer werden. In Deutschland sah er wenig Chancen, sich seinen Traum zu erfüllen.

Olfen

, 16.07.2018, 17:23 Uhr / Lesedauer: 2 min
Niklas Laudahn spielt jetzt für ein Fifa-notiertes Team in den USA. Foto: Ali Palma Photography

Niklas Laudahn spielt jetzt für ein Fifa-notiertes Team in den USA. Foto: Ali Palma Photography

Er ist jung, talentiert und hat große Ziele vor Augen. Er ist ehrgeizig, mutig und hat den nächsten Schritt in seiner Entwicklung gewagt: Die Rede ist von Niklas Laudahn. Der 19-Jährige studiert seit vier Semestern in den USA an der Franklin Pierce University und will Fußballprofi werden. Aktuell kickt er für den FC Boston Bolts in der Player Development League (PDL) auf einem sehr hohen Niveau. Da er jetzt auch für ein Fifa-notiertes Team in den USA spielt, darf er nicht mehr für den SuS Olfen in der Bezirksliga auflaufen. Dort hatte er sich zuletzt hin und wieder in seinen Ferien, wenn er für mehrere Wochen zurück nach Deutschland kam, fit gehalten.

„Deutschland schwieriger“

Laudahn hat mit 17 Jahren sein Abitur gemacht und während seiner Jugendzeit unter anderem für die U17 von RW Essen und die U19 vom FC Mönchengladbach in der Bundesliga gekickt. „Es ist aber sehr schwierig, in Deutschland nach seinem Abitur das Studium erfolgreich zu bestehen und nebenbei erfolgreich Fußball zu spielen“, sagt der 42-malige Junioren-Bundesligaspieler. Er hat sich für den USA-Schritt entschieden, weil das System dort über das College mehr Möglichkeiten bietet, Fußball und Studium unter einen Hut zu bekommen. Über seinen Berater und ein Voll-Stipendium hat er den Weg nach Boston gefunden. Dort wurde der FC Boston Bolts über den College-Sport auf ihn aufmerksam.

Der richtige Schritt

Der Defensivspieler studiert an der Franklin Pierce University International Business Management im Hauptfach und Marketing im Nebenfach. Für ihn sei der Schritt in die USA zu gehen, genau der richtige gewesen: „Das Gesamtpaket hat mich überzeugt. Ich bin hier, um in erster Linie Fußballprofi zu werden. Der College-Sport ist der Unterbau vom Profisport. Die Gegebenheiten sind hier wirklich gut“, sagt er. Mit dem Gang in die USA hat er einen großen Schritt in seiner Entwicklung gemacht. Für ihn persönlich ging mit dem College und dem FC Boston Bolts ein kleiner Traum in Erfüllung: „Das ist das, was ich mir gewünscht habe. Mittelfristig möchte ich gerne hier mein Studium erfolgreich beenden und langfristig natürlich den Anschluss an den Profisport halten.“ Durch sein Voll-Stipendium sind ihm beste Möglichkeiten dafür geschaffen worden.

Laudahn will in seiner persönlichen, beruflichen und sportlichen Entwicklung das Beste erreichen. Wohin ihn der Weg am Ende auch führt, so ist er für beide Karrierezweige gerüstet.

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