Nordkirchen blickt auf durchwachsene Hinrunde

Fußball: Bezirksliga

Auf Platz sieben stehen die Nordkirchener Bezirksliga-Fußballer aktuell – und damit jenseits von Gut und Böse. Im Rennen um die vorderen Plätze hat Senden die Nordkirchener mit 19 Punkten Vorsprung bereits abgehängt. Von unten droht allerdings keine Gefahr.

NORDKIRCHEN

, 19.01.2016, 17:52 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das Fluchtlichtspiel gegen Overberge: Jonas Wilde (r.) zeigt an, dass Frederic Nolte (M.) verletzungsbedingt raus muss. Kapitän Dennis Gerleve (2.v.l.) und Torjäger Raphael Lorenz (l.) beobachten die Szene. Dann verlor Nordkirchen auch noch das Verfolgerduell an der Hansastraße.

Das Fluchtlichtspiel gegen Overberge: Jonas Wilde (r.) zeigt an, dass Frederic Nolte (M.) verletzungsbedingt raus muss. Kapitän Dennis Gerleve (2.v.l.) und Torjäger Raphael Lorenz (l.) beobachten die Szene. Dann verlor Nordkirchen auch noch das Verfolgerduell an der Hansastraße.

Der Saisonverlauf: Nach dem Holperstart mit einem Unentschieden gegen Kamen und der 0:6-Pleite gegen Senden startete der FC Nordkirchen eine Serie: In sieben Partien hintereinander kassierte der Klub aus der Schlossgemeinde keine Niederlage. Dorstfeld (2:1), Bergkamen (4:1) und der VfB Lünen (4:2) hatten das Nachsehen. Doch schon danach kristallisierte sich heraus, dass Nordkirchen zu viele Unentschieden anhäufte. Gegen Ascheberg (0:0), Werne (2:2) und Wethmar (1:1) kam Nordkirchen auf drei Unentschieden in Folge. Bis zum achten Spieltag musste die Mannschaft von Heiko Ueding und André Alter so schon viermal die Punkte teilen. Inzwischen sind es sechs Unentschieden – nur der TSC Eintracht Dortmund (7) hat mehr Remis auf dem Konto. Und diese Punkte fehlen den Nordkirchenern auf Senden.

Kippen sollte die Saison – Nordkirchen war bis dahin immer noch guter Vierter – Ende Oktober mit der späten 1:2-Niederlage beim FC Overberge. Denn danach schlug Nordkirchen nur noch den SC Husen-Kurl und kassierte gegen den TuS Hannibal und den VfL Kamen seine Niederlagen drei und vier.

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Der Trend: Derzeit herrscht Stillstand bei den Nordkirchenern. Die Mannschaft belegte im Vorjahr Rang sieben und ist derzeit wieder Siebter in der engen Liga. Zwischen dem Tabellendritten Werner SC und dem Zwölften SuS Kaiserau liegen nur neun Punkte. 21 Zähler sammelte der FC Nordkirchen aus 15 Spielen bis zur Winterpause – und steht damit mittendrin im Gewühl der Bezirksliga 11. An der Spitze marschiert der VfL Senden vorweg. 40 Punkte hat der Tabellenführer bereits geholt – fast doppelt so viele wie die Nordkirchener, die sich in der engen Bezirksliga mehr erhofft hatten. Für die Schlosskicker ist der Zug nach oben spätestens nach den vier sieglosen Partien vor der Winterpause abgefahren. Mit dem Abstiegskampf hatten die Nordkirchener dagegen nie etwas zu tun.

Das sagt der Trainer: „Die Hinrunde war durchwachsen. Wir hätten ein paar Punkte mehr gebrauchen können, haben aber in den letzten Spielen einen kleinen Einbruch gehabt“, sagte Co-Trainer André Alter. Man habe gemerkt, dass Frederic Nolte im zentralen Mittelfeld gefehlt hat. Er zog sich beim 1:2 in Overberge einen Innenbandriss im linken Knie zu – das Hinrunden-Aus. „So fehlen uns fünf bis neun Punkte. Man muss aber bedenken, dass wir ohne festen Stammtorhüter gespielt haben und vier Torhüter im Einsatz hatten. Frank Janson hat seine Sache hinten größtenteils gut gemacht“, sagte Alter weiter.

Das beste Spiel: Dass ein Trainer ein Unentschieden und eine Niederlage hervorhebt, ist eher selten. André Alter tut es. „Das Spiel gegen Wethmar war auf hohem Niveau und mit viel Tempo“, sagt er. Die Partie am 9. Oktober endete 1:1. Nolte hatte sein Team damals in Führung gebracht (11.). Und auch mit dem Spiel in Overberge (1:2), durch das Nordkirchen den Anschluss nach oben verloren hat, konnte Alter gut leben. „Das war ein hochklassiges Spiel“, fand der Nordkirchener Co.

Das schwächste Spiel: Das 0:6 (0:4)-Debakel gegen Senden am 2. Spieltag war ein historisches Ergebnis. Denn es war die höchste Bezirksliga-Niederlage in der Geschichte des Vereins. „Da waren wir mit Sicherheit nicht richtig auf dem Platz“, sagte Alter. Die desolate Vorstellung begann mit einem Gegentor in der vierten Minute. Dass es ein Auswärtsspiel war, ist bezeichnend. Nur eins von acht Spielen gewann Nordkirchen auf fremdem Platz. Im eigenen Stadion punktete Nordkirchen deutlich besser.

Der Schlüsselspieler: Was wäre der FC Nordkirchen nur ohne seinen Torjäger vom Dienst, Raphael Lorenz. 13 Treffer markierte er in der laufenden Saison bereits. Das entspricht mehr als der Hälfte der 24 Nordkirchener Tore. Lorenz ist Nordkirchens Lebensversicherung.

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