Oberaden und Cappenberg mit Remis – Alle Spiele im Blick

Fußball: Kreisliga A

Tore, Tore, Tore gab es Sonntag der Fußball-Kreisliga zu bestaunen. GS Cappenberg ist beim SuS Oberaden, dem Tabellenletzten der Staffel A2 Unna/Hamm, nicht über ein 3:3 hinausgekommen. Der PSV Bork spielte gar 5:5-unentschieden und der SC Capelle lag schon zur Pause 0:5 zurück. Die Übersicht.

SELM/OLFEN/NORDKIRCHEN

, 13.03.2016, 17:36 Uhr / Lesedauer: 6 min
Oberaden und Cappenberg mit Remis – Alle Spiele im Blick

Tobias Schwartz (l.) holte mit GS Cappenberg nur ein 3:3 gegen Oberaden.

Fußball-Kreisliga A2 Unna/Hamm

SuS Oberaden - GS Cappenberg 3:3 (1:2)

Laut Trainer Patrick Osmolski hätte es ein anderes Ergebnis geben sollen. Denn in der 90. Minute schoss Cappenberg noch ein Tor - doch der Schiedsrichter pfiff Abseits. „Da haben selbst die Oberader noch gelacht, das war ein ganz legitimes Tor“, so Osmolski.

Doch damit hörte die Pechsträhne der Cappenberger erst auf. Vor dem Spiel sagte der Cappenberger Topscorer Tim Jesella aufgrund einer Krankheit ab. Im Verlaufe des Spiels mussten dann auch noch drei Spieler verletzungsbedingt ausgewechselt werden: David Hügemann, der noch kurz zuvor die 2:1 Führung erzielte (35.), erlitt eine Prellung. Benedikt Stiens knickte ungünstig um und musste ebenfalls ausgewechselt werden. Phillip Wiesmann hatte Schmerzen an der Achillessehne, womit sein Einsatz am nächsten Wochenende im Derby gegen den PSV Bork fraglich ist.

Relativ schwache Ausbeute

Aber man will sich nicht in Ausreden flüchten: „Wenn man die Tore nicht schießt, wird man bestraft“, lautet das Fazit von Trainer Osmolski nach dem Spiel. Denn seine Mannschaft schaffte es nicht, die nötigen Chancen zu verwandeln, die zum Sieg gefehlt hätten. Mit drei Toren war die Ausbeute relativ schwach, obwohl alle Tore gut erspielt wurden. Vor allem das 2:1 von Hügemann war als Abschluss eines starken Kombinationsspiels ein Höhepunkt des Matches, aber man ließ zu, dass Oberaden ausglich (65.).

Auch das 3:2 von Fabrice Pestinger (77.) nach einem verlängerten Freistoß war letztlich nicht genug für den Cappenberger Sieg. Stattdessen ließ man den Gastgebern durch Ballverluste und verlorene Zweikämpfe immer die Chance, den Rückstand aufzuholen.

TEAM UND TORE Cappenberg: Gebbhardt - Knop, Eroglu, Wiesmann (55. Heisig), Pestinger, Stiens (59. Osmolski), Heisler, Zentgraf, Hügemann (39. Böcker), Zocher, SchwartzTore: 0:1 Zocher (14.), 1:1 Suljakovic (23.), 1:2 Hügemann (35.), 2:2 Joldic (65.), 2:3 Pestinger (77.), 3:3 Kirchner (84.)

PSV Bork - Türkischer SC Kamen 5:5 (1:2)

Der erste Treffer fiel durch Abdullah Ergün für Kamen bereits nach acht Spielminuten. Sein sehenswerten Schuss aus über 20 Metern Entfernung ließ Jens Haarseim im Tor der Borker keine Chance - der Startschuss in einem kuriosen Spiel.

Denn bereits nach fünf weiteren Minuten schickte sich Borks Mittelstürmer Marvin Schuster an, seine ganz eigene Tore-Jagd zu beginnen. Nach Joel Grodowskis Flanke von der rechten Seitenlinie drückte Schuster den Ball zum ersten Mal über die Torlinie. Dass Bork trotz seiner phasenweise drückenden Überlegenheit mit einem Rückstand in die Pause ging, lag an einer Unkonzentriertheit in der Defensive, die Kamens Cagatay Kaya zum 1:2 nach einer halben Stunde ausnutzte.

TSC-Kapitän Kenan Özkan holte Joel Grodowski fünf Minuten nach Wiederbeginn im eigenen Sechzehner von den Beinen und ermöglichte so Borks Spielführer Philipp Grodowski den schnellen Borker Ausgleich zum 2:2. Weiter ging es mit dem Privatduell in der Schlussphase zwischen Marvin Schuter und dem TSC Kamen. Im Minutentakt verwertete Schuster jede seiner drei weiteren Abschlussmöglichkeiten (75. 80. 86.).

Kamen konterte Schusters Tore per direktem Freistoß durch Tutku Tekkanat (76.) und zwei Treffern aus dem Gewühl heraus durch Kenan Özkan (83.) und dem eingewechselten Ahmet Keske drei Minuten vor dem Ende. Bork bleibt somit auch weiter ohne Niederlage in der Rückrunde.

TEAM UND TORE Bork: J. Haarseim - Nölle (84. Schäfer), Herter (70. Habibivand), Westrup, Kuhn, Audehm, N. Haarseim (87. Bressler), P. Grodowski, Schuster, J. Grodowski, BergerTore: 0:1 Ergün (8.), 1:1 Schuster (13.), 1:2 Kaya (30.), 2:2 P. Grodowski (50., Strafstoß), 3:2 Schuster (75.), 3:3 Tekkanat (76.), 4:3 Schuster (80.), 4:4 Özkan (83.), 5:4 Schuster (86.), 5:5 Keske (87.)Bes. Vorkommnisse: Gelb-Rote-Karte wegen Meckerns: Audehm (72.)

Kreisliga A2 Münster

SV Concordia Albachten - SC Capelle 6:1 (5:0)

Der Tabellenzweite machte kurzen Prozess mit dem Zehnten aus Capelle. Als es nach sechs Minuten schon 2:0 für Albachten durch Abdel Mouakit (4.) und Max Heimsath (6.) stand, bahnte sich ein schwarzgelbes Debakel in Münster an. „Wir waren überall – nur nicht in Albachten“, sagte Trainer Martin Ritz nach dem Spiel. Die beiden Tore seien völlig unnötig durch Freistöße aus dem Halbfeld entstanden.

Julian Rehne erhöhte nach gut einer halben Stunde auf 3:0. Und nachdem fünf Minuten später dann auch noch Andreas Winkler die Gelb-Rote Karte gesehen hatte, traf Soulaimane Jassab vom Punkt zum 4:0. Kurios: Winkler war im Strafraum mit der Hand auf den Ball gefallen. Bereits die erste Gelbe Karte hatte er nach einem Handspiel gesehen. „Wir haben dann eine Stunde lang in Unterzahl gespielt“, sagte Ritz. Noch vor der Pause markierte wieder Rehne den 5:0-Halbzeitstand.

Walter trifft zum 1:5

Dass Simon Walter Mitte der zweiten Halbzeit noch den Ehrentreffer erzielte, war Ergebniskosmetik. Denn eine Viertelstunde vor dem Abpfiff stellte Jassab den alten Abstand von fünf Toren wieder her. Dass Capelle auf Rasen gespielt hatte, wollte Ritz nicht als Entschuldigung gelten lassen. „Das war mannschaftliches Versagen. Aber in der zweiten Halbzeit haben wir eine ganz klare Reaktion gezeigt“, sagte Ritz.

TEAM UND TORE Capelle: Nölkenbockhoff - Reher, Cillien, Steinhoff (62. Nölken), Lachmann, Winkler, Streppel, O. Ritz, Sudholt (37. Artinger), Walter, Eckey (74. Küper)Tore: 1:0 Mouakit (4.), 2:0 Heimsath (6.), 3:0 Rehne (27.), 4:0 Jassab (32., Handelfmeter), 5:0 Rehne (45.), 5:1 Walter (67.), 6:1 Jassab (76.)Gelb-Rote Karte: Winkler (30., Handspiel)

SG Selm - SC Nienberge 2:2 (0:1)

Kurz vor Spielschluss sah Lucas David wegen einer Tätlichkeit die glatt Rote Karte. „Ich wollte ein taktisches Foul machen, dann schlägt er mir den Ellenbogen ins Gesicht und tritt mir auf den Fuß“, schildert David die Situation vor seiner Roten Karte (89.). „Ich habe ihn dann beim Fuß wegziehen getroffen.“ Selms Trainer Mark Bördeling sah es genauso. „Der erste Kontakt ging von Nienberge aus, als er seinen Ellenbogen einsetzt. Da müssen wir cooler sein.“

Cooler hätten auch Selms Stürmer vor dem Tor sein müssen. Sebastian Kramzik vergab schon nach neun Minuten die erste gute Chance: Aus 17 Metern vergab er unbedrängt. Selm kam in Halbzeit eins überhaupt nicht ins Rollen, Nienberge nutzte seine Feldkontrolle jedoch nicht. Erst durch einen Abstauber per Kopf brachte Jonas Fastabend seine Nienberger in Führung (25.). Kramzik traf aus zehn Metern mit der Picke nur den Torwart (33.). Johannes Brand vergab auf der anderen Seite (36.).

Ganz große Chancen

Nach der Pause bekam Selm Zugriff auf das Spiel. Erkan Atli bediente Kramzik, der es aber nicht schaffte, den Schlussmann zu überlupfen (57.). Dann leitete Justin Schulze Weiling durch einen Pfostenschuss indirekt den Ausgleich ein, denn Kramzik staubte ab (67.). Doch Julius Rauenschwende brachte Nienberge mit einem Vollspannschuss unten links wieder mit 2:1 in Führung (78.)

Dann sprang Philipp Klumpe der Ball an die Hand – er bekam Gelb-Rot. Den Elfmeter verwandelte Weiling unten links zum 2:2-Endstand (83.). Bördeling: „Wir hatten in der zweiten Halbzeit ganz große Chancen. Kurz vor Schluss mit Schwegler – den macht der eigentlich blind.“ Schwegler schob frei links am Tor vorbei (88.).  

TEAM UND TORE Selm: N. Kramzik - Göke, David, Koch, Wolff (78. Suer), Heinrich (45. Atli), Tumbrink, Hillmeister (45. Dresken), Schwegler, S. Kramzik, Schulze WeilingTore: 0:1 Fastabend (25.), 1:1 Kramzik (67.), 1:2 Rauenschwende (78.), 2:2 Schulze Weiling (83.) Rote Karte für Lucas David wegen einer Tätlichkeit (89.)

Kreisliga A2 RE

Westfalia Vinnum - Genclik Spor Recklinghausen 0:2 (0:0)

Es ist nicht nur die Niederlage im Heimspiel gegen Geclik Spor Lüdinghausen, die Vinnum verkraften muss. Maximilian Stanek fällt wegen eines Bänderrisses bis zum Ende der Saison aus. Damit steht Vinnum jetzt ohne Stürmer da, weil David Jendrich, der schon 18 Tore diese Saison erzielte, ebenfalls langfristig ausfällt.

Gegen den Tabellendritten aus Recklinghausen hielten die Vinnumer noch gut Stand, nicht zuletzt dank ihres gut aufgelegten Keepers Tobias Beckenbauer. Dieser vereitelte bereits in der ersten Spielminute eine Großchance der Gäste und glänzte auch eine halbe Stunde später, als er einen Elfmeter parierte.

In der zweiten Hälfte des Spiels gingen die Gäste dann umstritten in Führung. Laut Bidar war vor allem das 0:1 ein klares Abseitstor (50.), und auch das 0:2 kurze Zeit später war für ihn abseitsverdächtig (60.). Doch die Niederlage lässt sich nicht nur auf Fehlentscheidungen des Schiedsrichters begründen, denn auch in der zweiten Hälfte zeigte Vinnum wieder seine Schwierigkeiten mit den Torabschlüssen.

TEAM UND TORE Vinnum: Beckenbauer - P. Ulrich, Rosengart, Stolzenhoff, Quante (67. Kämerov), D. Ulrich (80. Olfens), Demir, Stanek (41. Forsmann), Klähr, Lebsack, SchenkelTore: 0:1 Demirci (50.), 0:2 Demirci (60.)Bes. Vorkommnisse: Beckbauer hält Foulelfmeter

Kreisliga A Coesfeld

Gescher II - SuS Olfen II 4:2 (2:1)

In Gescher hat der SuS Olfen II die nächste Niederlage kassiert, sich aber teuer verkauft. „Das war keine Rumpeltruppe. Die Jungs haben eine tolle Moral gezeigt“, sagte Teammanager Jan Radke. Immer wenn es schnell ging, kam Olfen auch zum Erfolg. Daniel Czempik brachte seine Farben nach zehn Minuten sogar mit 1:0 in Front.

Dennis Busch aber drehte die Partie bis zur Pause. Lars Bäcker und Jawid Yaftali vergaben gute Möglichkeiten für den SuS. „Ich habe der Mannschaft in der Pause gesagt, dass sie so weiterspielen soll und dass wir zu unseren Chancen kommen werden“, sagte Radke.

Nach dem Seitenwechsel erwischte aber Gescher den besseren Start. Nach einem Ballverlust in der Vorwärtsbewegung erzielte wieder Busch für die Platzherren das 3:1. Olfen kam aber noch einmal zurück. Bäcker umkurvte zum 2:3 den Schlussmann der Gastgeber. „Wir hatten danach auch noch Möglichkeiten“, sagte Radke. Vor allem Czempik ließ allerdings Chancen liegen. Als Olfen in der Schlussphase aufmachte, nutzte Gescher den Platz und erzielte in der Nachspielzeit den Endstand.

TEAM UND TORE Olfen: Milewzyk, Schrey, Bonberg, Hube, Warning, J. Köppeler (83. Ja. Radke ), Czempik, Schubert, Bäcker, Yaftali (70. F. Köppeler), KemmannTore: 0:1 Czempik (10.), 1:1 Busch (32.), 2:1 Busch (45.), 3:1 Busch (51.), 3:2 Bäcker (61.), 4:2 Höing (90.)

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