Olfen hat gegen Datteln nichts zu verschenken

Volleyball: Landesliga

Die Vorzeichen könnten besser sein. Schaut man auf die Tabelle und den bisherigen Saisonverlauf, wird schnell deutlich: Die Landesliga-Volleyballerinnen stehen in ihrem ersten Spiel nach der Herbstpause bei der DJK Eintracht Datteln (Samstag, 18 Uhr, Südring 150, Datteln) vor einer Mammutaufgabe.

Olfen

, 16.11.2017, 19:06 Uhr / Lesedauer: 2 min
Olfens Mannschaftsführerin Johanna Jäger ist erkältet. Ihr Einsatz gegen Datteln ist fraglich.

Olfens Mannschaftsführerin Johanna Jäger ist erkältet. Ihr Einsatz gegen Datteln ist fraglich. © Reith

Der Erste empfängt den Letzten. Während Datteln fünf Siege aus fünf Spielen auf dem Konto hat, gewannen die SuS-Damen nur ihr Auftaktspiel gegen den TV Gerthe – danach setzte es drei Niederlagen. „Wenn es im Volleyball ein Unentschieden geben würde, würde ich es gerne nehmen“, sagt Olfen-Coach Dietmar Köhler vor der Partie. Dass ein Sieg gegen den Spitzenreiter mehr als unwahrscheinlich ist, ist ihm klar.

Favorit so lange wie möglich ärgern


Sich kampflos geschlagen geben, das wollen die Olfenerinnen aber keinesfalls. „Wir haben nichts zu verschenken und schreiben das Spiel nicht schon im Vorfeld ab“, verspricht Köhler eine ordentliche Portion Gegenwehr, um den Favoriten so lange wie möglich zu ärgern. Allerdings gibt er zu, dass man das Spiel „nicht ergebnisorientiert“ angehen möchte, sondern sich erhofft, aus der eigenen Spielweise neues Selbstvertrauen zu schöpfen.

Das ist nach dem letzten Auftritt auch nötig. Vor der Herbstpause verlor Olfen mit 0:3 (21:25, 10:25, 17:25) gegen Herne deutlich. „Solch eine klare Niederlage hatten wir Jahre nicht. An dem Tag war der Gegner einfach eine Klasse besser – oder wir schlechter“, erinnert sich Köhler. In den anderen Partien, etwa bei der 0:3-Pleite gegen Recklinghausen am zweiten Spieltag habe das noch ganz anders ausgesehen. Damals konnte Olfen die drei Sätze relativ ausgeglichen gestalten.

Köhler erwartet Kampfgeist

Dass mit Datteln nun ein technisch besserer Gegner auf Olfen wartet, ist Köhler bewusst. Von seiner Mannschaft erwartet er deshalb, dass sie vor allem kämpferisch dagegenhält. Vor allem der Mittelangriff habe zuletzt gegen Herne nicht überzeugt, auch wenn natürlich das gesamte Team das Spiel verloren habe. Deshalb wünscht sich Köhler, dass die Mittelangreifer „das Spiel mal wieder an sich reißen“.

Die Vorbereitung auf das Spiel war jedoch zerrüttet. Aufgrund von Krankheit konnte man in den Ferien „nicht so intensiv trainieren, wie ein Trainer sich das wünscht“, berichtet Köhler. Fraglich ist zudem auf Olfens Seite noch der Einsatz von Mannschaftsführerin und Zuspielerin Johanna Jäger, die erkältet ist. Nele Müller hingegen verpasste zwar aus beruflichen Gründen die letzten drei Trainingseinheiten, am Spieltag stehe sie aber wieder zur Verfügung.

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