PSV Bork kämpft beim Königsborner SV weiter um den Klassenerhalt

mlzFußball-Kreisliga A

Wenn der PSV Bork am Sonntag gegen Königsborn verliert, rückt der Klassenerhalt aus eigener Kraft weit weg. Ein Unentschieden sei zu wenig für Bork, weiß auch PSV-Coach Markus Kuhn.

Bork

, 22.03.2019, 15:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Markus Kuhn hat es in diesen Tagen nicht leicht. Der Trainer des Fußball-Kreisligisten PSV Bork muss mit einer Mannschaft die Klasse halten, die das Gewinnen irgendwie verlernt zu haben scheint.

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Königsborner SV - PSV Bork

Wenn man eine 0:3-Niederlage noch als Schritt nach vorne verkaufen muss, dann weiß man, wie es um den Meister von 2017 steht. Der PSV Bork steckt in der größten Krise seit mehr als drei Jahren. So tief in der Tabelle stand der abstiegsbedrohte Kreisligist zuletzt vor dem Kreiswechsel in der Saison 2014/15. Platz 13 reichte damals aber zum Klassenerhalt. Und 26 Punkte holte Bork in der damaligen Saison noch.

Von dieser Punkte-Marke sind die Borker (10 Punkte) vier Jahre später meilenweit entfernt. Auf Platz 14 steht Bork derzeit, müsste aber wohl wieder mindestens 13. werden, um sicher drin zu bleiben. Womöglich reicht Rang 14 nicht einmal für eine Relegation.

Bei einer Niederlage wächst Borks Rückstand

Und der Rückstand auf diesen begehrten 13. Rang könnte am Sonntag (15 Uhr, Kamener Straße 114, Unna) auf zehn Punkte anwachsen, wenn der PSV das direkte Duell im Tabellenkeller mit eben diesem Tabellen-13. aus Königsborn auswärts verliert. Das wäre das Horrorszenario. Das will keiner beim PSV. „Ein Unentschieden ist eigentlich zu wenig. Es wird mörderschwer“, sagt Kuhn.

Borks Trainer hat mit Christian Schidlauske (Patellasehnenprobleme), Patrick Radke (Kreuzbandriss), Giuliano Buccini (Knorpelschaden), Daniel Berndt (Verdacht auf Achillessehnenriss) und Sebastian Kramzik (Knieprobleme) fünf Langzeitausfälle zu beklagen, die diese Saison alle nicht mehr spielen werden können. „Damit konnte man nicht rechnen“, sagt Kuhn.

KSV-Coach Griesdorn: „Wir können jeden schlagen“

Verletzungsprobleme gibt auch sein Gegenüber Frank Griesdorn an, wenn es nach Gründen für die Misere geht. Er hält seine Mannschaft für besser als Tabellenplatz 13. „Wenn alle an Bord sind, kann ich in der Liga jeden schlagen. Da unten darf man keine großen Backen haben. Aber leider sind wir den Beweis noch schuldig“, sagt Griesdorn. Königsborn setze nicht um, was es kann. „Uns fehlt der Erfolg. Wir können noch so gut spielen: Wenn der Erfolg fehlt, ist alles scheiße“, sagt Griesdorn. Das sei auch am Dienstag so gewesen, als Königsborn im Nachholspiel gegen Frömern mit 2:3 verlor.

Gewinnt Bork, wäre es das Ende der sieben punktlosen Spiele und endlich der erhoffte Schritt nach vorne. „Wir haben im Training intensiv Zweikämpfe geführt. Darauf wird es ankommen“, sagt Kuhn. Ordentlich spielen, wie vergangenen Sonntag gegen den Kamener SC hilft nicht, wenn man eben 0:3 verliert. Irgendwann müssen die Punkte fliegen. Der Sonntag wäre ein guter Zeitpunkt. Sonst nimmt das Abstiegsszenario nach 14 Jahren A-Liga wohl Konturen an.

Griesdorn selbst fühlt sich auch an das Hinspiel erinnert, das Bork gewann: „Ich habe totalen Respekt vor Bork. Die haben sich in jeden Zweikampf geschmissen und uns so den Schneid abgekauft. Es geht im Fußball immer nur um die Einstellung.“

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