Rene Peters (21) hat sich als Torwart in Bork durchgesetzt - doch er muss an sich arbeiten

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Beim PSV Bork konnte man Rene Peters bei seiner Verpflichtung im Sommer nicht so richtig einschätzen. Sportlich hat er sich durchgesetzt und will in Zukunft öfter zu Null spielen.

von Nico Ebmeier, Sebastian Reith

Bork

, 21.02.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Rene Peters (21) hat sich als Stammtorwart beim PSV Bork durchgesetzt. Im Sommer kam er vom SV Preußen Lünen II und war einer der Unbekannten beim PSV Bork. Über André Kracker fand er den Weg zum PSV.

„Bis jetzt ist alles so verlaufen, wie erwartet - besser sogar“, erzählt Rene Peters vor dem Nachholspiel am Sonntag (15 Uhr) beim SV BR Billmerich. Das Spiel war vor einer Woche ausgefallen, weil der Platz nicht bespielbar war. Nun soll es nachgeholt werden auf dem Rasenplatz an der Waldstraße in Unna-Billmerich - wenn es denn diesmal stattfindet und die Sportanlage, die mitten im Wald liegt, nicht wieder gesperrt ist.

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Ein Umbruch im Sommer erschwerte das Projekt Wiederaufstieg

„Es wird ein schweres Spiel, aber wir wollen natürlich den Sieg holen“, hat Peters eine klare Haltung zum Spitzenspiel der B-Liga des Zweiten gegen den Sechsten. Beide Teams trennen weiterhin nur drei Punkte. Aber vom Aufstieg sei der PSV weit entfernt. „Intern ist es kein Thema, höchstens mein persönlicher Wunsch. Aber wir hatten im Sommer einen Mega-Umbruch“, sagt Peters.

Rene Peters (l.) und Frederik Köppeler spielen Sonntag in Billmerich.

Rene Peters (l.) und Frederik Köppeler spielen Sonntag in Billmerich. © Jura Weitzel

Er war Teil der Neuaufstellung - und ist voll eingeschlagen. „Er ist ein absoluter Gewinn für uns, sowohl menschlich als auch fußballerisch. Er hat uns positiv überrascht“, sagte sein Trainer Marco Logemann, der seinen Stammkeeper gerne noch entwickeln würde. „Wir haben bloß noch eine andere Vorstellung von dem modernen Torwartspiel. Bei mir soll der Torwart ein Libero zwischen den Innenverteidigern sein. Etwa 20 Meter vor dem eigenen Tor“, sagt Logemann.

Umstellung im Torwartspiel

Für Rene Peters ist das eine Umstellung. „Ja, ich bin Torhüter der alten Schule und fühle mich einfach sicherer auf der Linie. Vor dem ersten Spiel unter Logemann hat er mich zur Seite genommen und er hat mir eine halbe Stunde genau erklärt, dass er einen offensiveren Torhüter will“, berichtet Peters.

Trainer Marco Logemann wünscht sich einen spielenden Torhüter.

Trainer Marco Logemann wünscht sich einen spielenden Torhüter. © Sebastian Reith

38 Gegentore hat der PSV Bork bislang kassiert - für ein Spitzenteam eigentlich zu viele. Doch Peters sieht Fortschritte. „Wir setzen jetzt alles daran, zuerst zu Null zu spielen. Das ist unter Loge schon viel besser geworden“, sagt Peters. Für ihn steht fest, woraus die vielen Gegentore resultieren: „Die ganze Hinrunde über mussten wir von Spiel zu Spiel mit einer anderen Abwehr spielen.“ Einspielen? Funktionierte so nicht.

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Das Testspiel gegen den SC Capelle hat der PSV für Samstag abgesagt, ist Dienstag zu einem anderen Freundschaftsspiel ausgerechnet bei Peters‘ Ex-Verein Preußen Lünen (Kreisliga A) zu Gast (19.15 Uhr). Mit einem Sieg im direkten Duell könnte der PSV Bork am Sonntag mit Billmerich gleichziehen - und wäre dann da, wo Verein und Spieler sich selbst eigentlich nicht sehen: mitten im Aufstiegsrennen.

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