Rike Breuing: Führungsspielerin in jungen Jahren

Basketball: FCN-Kapitänin im Interview

Die Basketballerinnen des FC Nordkirchen haben am Wochenende einen wichtigen Schritt aus dem Tabellenkeller der Bezirksliga gemacht. Maßgeblich daran beteiligt war Aufbauspielerin und Kapitänin Rike Breuing. Die 23-Jährige war Topscorerin, obwohl sie nach 23 Minuten mit fünf Fouls aus dem Spiel musste. Im Interview spricht sie über das Spiel gegen Rhade, ihre Hinausstellung und ihre Art zu spielen.

NORDKIRCHEN

26.02.2015, 17:20 Uhr / Lesedauer: 2 min
Treffsicher von außen, energisch beim Zug zum Korb und sicher im Passspiel. Rike Breuing (r.) kurbelt das Spiel des FC Nordkirchen an.

Treffsicher von außen, energisch beim Zug zum Korb und sicher im Passspiel. Rike Breuing (r.) kurbelt das Spiel des FC Nordkirchen an.

Rike, haben Sie ein Spiel wie das am Sonntag gegen Rhade schon mal erlebt? 20 Punkte nach gut 20 Minuten, aber auch schon frühe fünf Fouls.

Rike Breuing: Seit ich im Frauen-Team spiele, habe ich so ein Spiel eigentlich noch nicht erlebt. In der Jugend hatte ich das allerdings schon. In der Jugend haben wir mit weniger Spielerinnen gespielt, da trifft jeder häufiger. Und über die Auswirkung von Fouls macht man sich in der Jugend vielleicht noch nicht so viel Gedanken.

Unmittelbar nach der Hinausstellung waren Sie ziemlich angefressen. Waren die Foul-Entscheidungen der Schiedsrichter zu kleinlich?

Ja klar. Wenn man raus muss, ist man ein wenig sauer. Diesmal wollte ich eigentlich länger spielen, weil es mein erstes Spiel nach meiner Gehirn-Erschütterung war, die ich mir im Spiel gegen Emsdetten zugezogen hatte. Natürlich waren meine Fouls ein wenig blöd. Ich habe es ja häufiger, dass ich leichte Fouls bekomme. Gerade die letzten beiden Foul-Entscheidungen waren aber hart. Solche Aktionen wurden auf der anderen Seite oft nicht gepfiffen.

Zum Glück gewonnen

Wie haben die Mitspielerinnen nach dem Match auf die frühe Hinausstellung ihrer Kapitänin reagiert?

Die anderen Spielerinnen machen dann natürlich ein paar Scherze. Aber Kapitänin oder nicht, das passiert eben. Jeder fliegt mal raus. Aber zum Glück haben wir das Spiel ja noch gewonnen.

Hatten Sie denn Sorge, dass das Spiel noch kippen könnte?

Ein wenig Sorge hat man ja immer. Unabhängig davon, wer raus muss. So etwas kann immer einen Bruch nach sich ziehen. Und es lief zu dieser Zeit ja richtig gut bei uns. Aber die Mannschaft hat es ja gut hinbekommen. Vor allem Antonia Bradt hat nach der Hinausstellung gut gepunktet.

Gehen Sie nach dieser frühen Hinausstellung etwas zurückhaltender in die kommenden Spiele?

Nein. Ich habe ja keine harten Fouls begangen. Da war ja nichts bösartiges dabei.

Wie würden Sie Ihre Spielweise denn charakterisieren? Sie sind ja in allen Teilen des Feldes unterwegs, treffen von außen, aus der Halbdistanz und unter dem Korb.

Och, das müssen andere beurteilen. Ich kann das gar nicht so konkret beschreiben. Das kommt immer auf den Gegner an. Wenn sich die Chance ergibt, ziehe ich eben gerne zum Korb.

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Nun gehören Sie mit gerade 23 Jahren zu den jungen Spielerinnen. Dennoch übernehmen Sie große Verantwortung, stellen die Mannschaft vor den Spielen auf den Gegner ein, übernehmen das Aufbauspiel. Sind Sie so ein echter Typ Führungsspielerin?

Schwer zu sagen. Ich habe früher in Jungen-Mannschaften gespielt, bin dann früh in die Frauen-Mannschaft gekommen. Daher kenne ich alle schon lange. Da wächst man in so eine Rolle herein. Und auf dem Feld bin ich nunmal diejenige, die die Spielzüge ansagt. Da muss ich ja auch Verantwortung übernehmen.

Der Sieg gegen Rhade war der siebte im 14. Saisonspiel. Ist der Klassenerhalt damit perfekt?

Ich hoffe es. Ich glaube, dass wir in diesem Jahr nicht absteigen werden. Wir werden, wie auch in den letzten Jahren schon, einen Platz im Mittelfeld halten.

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