Rote Laterne ist steter Begleiter des SuS Olfen II

Fußball: Kreisliga A

Die Zweitvertretung des SuS Olfen hatte es schwer in der Hinrunde der neuen Coesfelder A-Liga: Markus Kuhn wurde noch in der Vorbereitung vom Traineramt entbunden, die Mannschaft musste sich in kürzester Zeit zusammenfinden. Kuhns Nachfolger, Olaf Neisen, bekam eine stetig ersatzgeschwächte Mannschaft vorgesetzt, die in der Offensive zu ungefährlich war und in der Defensive schwächelte.

OLFEN

28.01.2016, 06:11 Uhr / Lesedauer: 3 min
Andre Bonberg und der SuS Olfen II stehen auf dem letzten Tabellenplatz. In der Rückrunde muss eine kräftige Leistungssteigerung her.

Andre Bonberg und der SuS Olfen II stehen auf dem letzten Tabellenplatz. In der Rückrunde muss eine kräftige Leistungssteigerung her.

Der Saisonverlauf: Pünktlich zur Winterpause steht Olfens Reserve noch schlechter da als im Vorjahr im Altkreis Lüdinghausen. Damals rangierte sie mit zehn Punkten nach 15 Partien auf dem 15. Tabellenplatz. In der aktuellen Saison im neuen Kreis Coesfeld war die Rote Laterne Olfens stetiger Begleiteter. Die ersten neun Spiele verlor der SuS. Da hatte Olfen schon mehr Tore kassiert als in der Vorsaison nach 17 Pflichtspielen. Häufig brach Olfen nach einer akzeptablen ersten Halbzeit ein. Passend: 43 verschiedene Spieler mussten Neisen und Rosenberger im Laufe der Hinrunde einsetzen - Konstanz sieht anders aus.

Der Trend: Den Saisonauftakt vermasselte Olfen gleich mit einer 0:2-Heimpleite gegen Grün-Weiß Nottuln II (13.). Nach acht weiteren Niederlagen in Folge teilten die Olfener beim 14. SV Borussia Darup die Punkte (2:2). Es folgten jedoch erneut punktelose Spiele. Aber dann durften die Olfener doch noch jubeln. Das Heimspiel gegen den Zehnten SV Brukteria Rorup entschied Olfen knapp mit 3:2 für sich. Interessant dabei: Jonas Michel und Max Müller aus der ersten Mannschaft sorgten für die drei Olfener Tore. Dann verpassten die Olfener es, gegen den Kellernachbarn DJK Eintracht Coesfeld II (16.) zu gewinnen (2:2) und damit nach oben anzuschließen.

Das sagt der Trainer: "Man sieht ja an der Anzahl der eingesetzten Spieler in der Hinrunde (43, darunter sechs verschiedene Torhüter, Anmerk. d. Red.), dass wir extremes Pech mit den ganzen Verletzten hatten. Von der gesamten Entwicklung her sind wir auf einem guten Weg, haben aber viele Spieler auf verschiedenen Wegen verloren. Manche hatten keine Lust mehr, keine Zeit oder sind einfach nicht mehr gekommen. Der Anfang war sehr schwach und wir haben sehr viele Gegentore kassiert", sagte Neisen.

Sehr spät habe die Mannschaft erkannt, "wo bei uns die Stärken und Schwächen liegen - da war die Hinrunde schon halb gelaufen." Immer habe er auf Spieler aus der ersten und dritten Mannschaft oder bei den Alten Herren zurückgreifen müssen. "An unserer ganzen taktischen Situation, an der Konzentration und an der Kondition müssen wir noch arbeiten. Aber das ist schwer, wenn immer so viele Spieler fehlen", sagte Neisen.

Das beste Spiel: Nach 16 Spieltagen in der Coesfelder A-Liga stehen lediglich fünf Punkte auf dem Olfener Konto - ein Sieg und zwei Unentschieden. Als bestes Spiel der Steverstädter kommt folglich nur der 3:2-Sieg über den SV Brukteria Rorup in Frage. "Gegen Rorup waren wir zwar auch nicht so stark besetzt, haben aber ein kampfbetontes Spiel gezeigt und knapp mit 3:2 gewonnen", sagte Neisen. "Aber über die ganze Saison war die Leistung eigentlich nicht so, wie man sich das vorstellt."

Das schwächste Spiel: 57 Tore kassierte die Olfener Abwehr. 13 Mal verloren sie. Schwache Spiele gab es für die Zweitvertretung des SuS Olfen in Hülle und Fülle. "Wir haben viele schwache Spiele gemacht, zum Beispiel gegen Billerbeck oder gegen den Spitzenreiter Union Lüdinghausen. In Lüdinghausen haben wir bis zur 30. Minute mitgehalten. Das ist aber nicht der Maßstab", sagte Neisen. Vor allem die konditionellen Schwächen, die aus der mangelhaften Vorbereitung resultieren würden, machte Neisen als eine Ursache für den schlechten Saisonverlauf aus. "So ein Spiel, wo das Team richtig versagt hat, gab es allerdings nicht", fand Neisen - das gilt dann auch für das 0:7 gegen Coesfeld.

Der Schlüsselspieler: Einen Schlüsselspieler gab es bei der Olfener Reserve nicht. Moritz Böttcher und Niels Kleischmann waren mit über 1000 Spielminuten die einzigen Konstanten in der Olfener Formation. Kleischmann (1024), der mittlerweile nach Lüdinghausen gewechselt ist, erzielte jedoch nur ein Tor per Elfmeter und Böttcher (1043) ist als Verteidiger mitverantwortlich für die 57 Gegentore. Jonas Michel ist mit seinen vier Treffern in vier Spielen der Top-Torjäger bei Olfen II. Mit nur 315 gespielten Minuten, kommt auch er als Schlüsselspieler nicht in Frage.

Tobias Althoff, der - nach zahlreichen Wechseln auf der Torhüter-Position - bei den Olfenern endlich für Konstanz auf der Eins sorgte und auf 630 Spielminuten kam, hat sich hingegen zu einem wichtigen Spieler für den SuS Olfen II entwickelt. "Tobias Althoff hat uns sehr geholfen", sagte Neisen. "Das ist einer, der uns mal ein Spiel rettet, sodass man ihn als Schlüsselspieler benennen könnte. Aber auch Moritz Böttcher bringt schon seine Leistung und ist eine Konstante, weil er immer heile und fleißig dabei ist", sagte Neisen.

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