Pleiten-Serie der SG Selm endet dank 3:1-Sieg gegen Rinkerode

mlzFußball: Kreisliga A

SG Selm hat nach vier Niederlagen in Folge endlich wieder einen Sieg eingefahren. Gegen den Tabellen-13. SV Rinkerode siegte die SG mit 3:1 und verhinderte damit ein weiteres Abrutschen.

Selm

, 10.11.2019, 18:51 Uhr / Lesedauer: 2 min

Kreisliga A2 Münster
SG Selm - SV Rinkerode 3:1 (2:0)

Es war kein glücklicher Sieg, aber auch keiner, den man vollumfänglich als hochverdient einstufen darf. Rinkerode lief in Halbzeit zwei verzweifelt an. Die SG Selm konnte sich nicht mehr so richtig befreien und spielte die Konter schlecht aus – war am Ende aber eiskalt vor dem Tor. „Drei Tore gemacht, drei Punkte nach dieser Niederlagenserie – das war alles, was wir uns vorgenommen haben. Guter Sonntag“, sagte Torschütze Niklas Neumann.

„In unserer Situation ist es so, dass man die Spiele über den Kampf gewinnen muss. Das haben wir heute getan. Schön war, dass wir sofort die Tore gemacht haben. Das hat Sicherheit gegeben“, sagte Sahin.

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Man merkte der SG an, dass sie Wiedergutmachungsarbeit betrieb nach den vielen Pleiten der letzten Wochen. Den letzten Sieg gab es am 6. Oktober. Aber die SG versteckte sich nicht, sondern ging früh drauf. Das schnelle 1:0 fiel daher in die Kategorie „erzwungen“. Selm setzte den Gegner im Kollektiv früh unter Druck, störte schon am Sechzehner, sodass ein katastrophaler Rinkeroder Fehlpass bei Jan Rabitsch ankam. Der legte seitlich ab auf André Zolda. Für Selms Mittelfeldspieler war der Schuss wie ein Elfmeter – 1:0. Da waren erst vier Minuten gespielt.

Eine Viertelstunde später fasste sich dann Niklas Neumann ein Herz. Er hatte erstaunlich viel Freiraum bekommen und setzte den Ball oben ins lange Eck. Die SG verpasste dann aber das dritte Tor. Rabitsch versprang einmal aussichtsreich der Ball nach einer Flanke (29.), dann köpfte er knapp drüber und raufte sich die Haare (36.).

Es sollte lange Selms letzte Tormöglichkeit gewesen sein. Denn Rinkerode übernahm fortan die Kontrolle. Erst nach einer Stunde zwang Neumann Rinkerodes Schlussmann Lennart Lueke wieder zu einer Parade.

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Eng wurde es, als Luis Bertels dem eingewechselten Linksverteidiger Basanan Tarhan im Rücken enteilte und den Ball Vollspann unter die Latte hämmerte (71.). „Wir waren schon unter Druck. Da hätte das Spiel auch kippen können. Deswegen war wichtig, dass wir das 3:1 gemacht haben“, sagte Sahin.

Und das war heiß diskutiert. Rinkerode ging den Unparteiischen heftig dafür an, dass er das Spiel hatte weiterlaufen lassen. Was war passiert? Jan Rabitsch stand bei einem Anspiel deutlich im Abseits, bremste aber einige Meter, bevor er den Ball erreichte, ab und ließ Mitspieler Marc Westrup an den Ball kommen. Der beförderte den Ball schließlich vor den Pfosten, Rabitsch drückte den Abstauber über die Linie.

Thomas Kappek, Lehrwart im Fußballkreis Münster, erklärte am Abend auf Nachfrage: „Die Frage, die man sich stellen muss: Ob der Spieler einen positiven Vorteil erzielt hat, etwa bei einem Lattentreffer, oder ob er einen Gegenspieler hinderte, an den Ball zu kommen.“ Das war bei Rabitsch nicht der Fall. Denn Westrups Sprint war die berühmte neue Spielsituation.

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