SG Selm macht einen großen Schritt in Richtung Wiederaufstieg

mlzKreisliga B

Der neue Tabellenführer hat jetzt drei Punkte Vorsprung vor Verfolger VfL Wolbeck. Das Spitzenspiel gewinnt Selm mit 2:1.

Selm

, 24.03.2019, 18:56 Uhr / Lesedauer: 2 min

Spitzenspiel gewonnen, drei Punkte Vorsprung und noch ein Spiel mehr in der Hinterhand, um das Polster auf sechs Punkte auf Verfolger Wolbeck auszubauen – durch den hart erkämpfen 2:1-Auswärtssieg gegen den VfL Wolbeck II ist Fußball-B-Ligist SG Selm dem direkten Wiederaufstieg in das Kreisliga-Oberhaus am Sonntag einen großen Schritt näher gekommen.

Kreisliga B3 Münster

VfL Wolbeck II – SG Selm

1:0 (1:2)

Der Selmer Auswärtssieg in Münster war am Sonntagmittag hochverdient. Als Tobias Lütjann fünf Minuten vor dem Abpfiff aus dem Gewühl einen Eckball zum 2:1-Siegtreffer erzielt hatte, war im Selmer Lager kein Halten mehr.

Das Zustandekommen des Treffers war am Ende aber etwas glücklich. Denn bei Alexander Schweglers Eckball trat ein Wolbecker über den Ball. Dabei war der Eckball eher lasch und viel zu kurz getreten, damit ihn einer der lauernden SG-Akteure hätte verwerten können. Das Malheur vergoldete Lütjann dann aus kurzer Distanz zum Sieg. „Ich freue mich über jeden Sieg, aber das heute war ein Sechs-Punkte-Spiel für uns“, meinte Trainer Deniz Sahin nach Spielschluss und wollte die Rückeroberung der Tabellenführung keinesfalls als Vorentscheidung abtun: „Natürlich bin ich froh, aber wir haben in den nächsten Wochen noch schwere Spiele vor uns.“ Die SG muss als Nächstes gegen den Tabellendritten und -vierten hintereinander ran. Insgesamt stehen noch neun Spiele vor der an. Da können drei Punkte Vorsprung schnell wieder abhandenkommen.

Man merkte der SG vor allem in Halbzeit zwei an, dass sie den Sieg mehr wollte. Schon in der ersten Hälfte hatte Selm mehr vom Spiel, aber die großen Chancen blieben da noch aus. Mittelfeldspieler Andre Zolda war mit einem Schuss vorbei am Torpfosten noch am nächsten am Ausgleich dran (38.)

Wolbecks Führung war fünf Minuten vorher gefallen – durch einen Strafstoß. Denn Nils Böckenbrink hatte einen Wolbecker elfmeterreif gefoult, nachdem sich Selm haarsträubende Abwehrfehler erlaubt hatte. Pierre Scheithauer ließ dem Keeper keine Chance.

Apropos Böckenbrink: Der Stammtorwart sollte eigentlich nicht spielen, weil er angeschlagen war. Wie vor einer Woche sollte Jörg Kühl auf den Posten zwischen den Pfosten – doch dann verletzte sich der 48-jährige Oldie beim Aufwärmen an der Wade. „Gezerrt“, ließ Kühl wissen. Wie die SG dann zurückkam, war stark. Dimitri Rutkovski traf fünf Minuten nach dem Seitenwechsel nach einem sehenswerten Angriff über Fabian Konietznis rechte Seite. Bei seiner flachen Hereingabe stand Rutkovski in der Mitte völlig frei. Daniel Ulrich (55.), Zolda per Kopf (70.) und Lütjann (80.) ließen dann gute Chancen aus, ehe Lütjann sich noch die Chance zum Lucky Punch bot.

SG Selm: Böckenbrink - P. Ulrich, Tarhan, Blecher, May, Lütjann, Zolda, D. Ulrich, Konietzni, Rutkovski, Schwegler - Dias, Miller, Kämper

Tore: 1:0 Scheithauer (33., Foulelfmeter), 1:1 Rutkovski (50.), 1:2 Lütjann (85.)

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