So haben SuS Olfen, Westfalia Vinnum und der PSV Bork am ersten Turniertag abgeschnitten

mlzStever-Lippe-Cup

Am ersten Tag des 4. Stever-Lippe-Cups in Vinnum sind die Favoriten ihren Rollen gerecht geworden. Einige harte Fouls trübten aber das Bild des ansonsten ruhigen Turniertages

Olfen, Vinnum, Bork

, 18.07.2019, 22:46 Uhr / Lesedauer: 2 min

Marvin Böttcher, derzeit mit einem Fersensporn pausierender Stürmer des Fußball-Bezirksligisten SuS Olfen, holte um kurz vor halb 7 am Donnerstagabend den Wanderpokal aus dem Kofferraum eines Autos. Titelverteidiger SuS Olfen muss den Henkelpott, um den die sechs Mannschaften bis Sonntag beim Stever-Lippe-Cup spielen, schließlich ordnungsgemäß wieder mitbringen. Dass Böttcher ihn am Sonntag aber erneut mit nach Olfen nehmen darf, ist seit Donnerstag durchaus wahrscheinlich.

Der SuS setzte sich am Donnerstagabend am ersten Turniertag verdient durch und zog als Sieger der Gruppe A ins Finale ein. Entscheidend war der 2:0-Erfolg gegen A-Ligist und Gastgeber Westfalia Vinnum im finalen Gruppenspiel. Nach wunderschöner Kombination über Robin Maikötter und Niklas Mählmann vollendete Felix Schröder aus spitzem Winkel (20.).

Olschewskis Foul sorgt für die Entscheidung

Sechs Minuten später foulte Vinnums Neuzugang David Olschewski Olfens Dustin Brüggemann im Strafraum elfmeterreif und sah dafür Gelb. Eine Karte mit Folgen. Denn kurz vor Schluss foulte er ein zweites Mal, sah dafür die Ampelkarte. Niklas Mählmann hatte den Strafstoß übrigens sicher verwandelt und war wenig später dem 3:0 ganz nahe. Doch Patrick Roser im Vinnumer Tor fischte Mählmann den Ball vom Fuß.

Für Vinnum aber wurde es ganz schwer, brauchte die Westfalia doch nun drei Tore. Eins wäre fast noch gefallen, nachdem Sven Schlesteins Hand illegalerweise bei Olschewskis Kopfball im Weg war. Keine Absicht, aber die Hand hat da auch nichts zu suchen. Und Andreas Stolzenberg küsste per Freistoß den Außenpfosten. „Wenn wir ins Finale kommen, wollen wir den Cup auch verteidigen“, sagte Olfens Trainer Michael Krajczy. Michael Nachtigall, Vinnums Trainer, gestand sich die Niederlage ein: „Olfen war ein Stückchen weiter und auch ein Stückchen frischer. Olfen war den Tick besser.“

SuS Olfen geht mit Vorteilen ins Gruppenfinale

Gereicht hätte dem SuS schon ein Unentschieden. Denn die Olfener hatten den PSV Bork mit 4:0 besiegt, während Vinnum nur 3:0 gewonnen hatte. Robin Grund zeigte sich aufseiten der Olfener dann gegen seinen Ex-Klub hochmotiviert und netzte in der Anfangsphase gleich doppelt. Mählmanns Pass auf Schröder sorgte für das 3:0. Mit dem Abpfiff traf Schröder noch zum 4:0.

Heiß her war es im Auftaktspiel zwischen Vinnum und Bork gegangen. Christian Voßschmidt vergab die erste Riesenchance. Der Ex-Vinnumer im Borker Trikot schoss aber völlig frei vorbei. „Das war eine Tausendprozentige“, ärgerte sich Borks Trainer André Kracker. Es war nicht der einzige Moment, in dem sich Kracker ärgerte. Olschewski erzielte wenig später das 1:0 für Vinnum. Mehr noch regte sich Kracker aber über Vinnumer Fouls auf. „Die Gangart von Vinnum war unter aller Sau“, sagte Kracker - er hätte sich einen weniger aggressiv zu Werke gehenden Gastgeber gewünscht. Marc Bäcker, Borks Teammanager, brachten die Entscheidungen so sehr auf die Palme, dass er sich lautstark beschwerte. Der Unparteiische zeigte ihm die mehr symbolische Rote Karte. „Es waren keine bösen Fouls. Wir haben nicht nachgetreten oder den Fuß draufgehalten. Es waren ganz normale Situationen aus dem Spiel heraus“, sagte Nachtigall. Arnd Forsmanns Einsteigen gegen Tobias Böcker war aber zumindest Dunkelgelb.

Andreas Stolzenberg trifft doppelt gegen Bork

Berechtigt war der Elfmeter, den Andreas Stolzenberg verwandelte. Diesmal war Böcker der Ball an die Hand gesprungen (18.). Kurz danach klappte Borks Abseitsfalle überhaupt nicht - Stolzenberg war auf und davon (26.) zum 3:0-Endstand. Rene Schickentanz war mit einem Lattenschuss dem Ehrentreffer am nächsten. „Natürlich ist das nicht schön, wenn man verliert. Ich bin aber ganz froh, wenn man mal auf den Boden der Tatsachen kommt. Das ist hier heute passiert. Wir haben uns auch nicht gut angestellt“, sagte Kracker.

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