Statt Jahresende: Darum steht schon fest, dass die Tischtennis-Saisonpause länger dauern wird

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Bis Ende des Jahres wurde die Saison im Tischtennis ausgesetzt. Doch es steht schon fest, dass die Pause noch länger dauern wird. Auf Training wird in der Zeit nicht überall verzichtet.

Selm, Nordkirchen

, 28.10.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am Sonntag war es soweit: Der Westdeutsche Tischtennis-Verband (WTTV) hat die Saison offiziell unterbrochen. Bis zum 31. Dezember wird der Spielbetrieb in allen Spiel- und Altersklassen ausgesetzt. Das sagen die heimischen Vereine dazu.

Für Daniel Schlecht vom FC Nordkirchen sei das die prinzipiell richtige Entscheidung. „Ich kann verstehen, wie es geregelt wurde. Es ist aber trotzdem schade. Wir machen unser Hobby ja auch gerne und es hat etwas Geselliges. Außerdem ist Bewegung gut für das Immunsystem.“

Das Gemeinwohl steht für ihn aber im Vordergrund. „Das ist nur unser Hobby. Wenn die Ausführung zur Verschlechterung der Gesellschaft führt, muss das eingeschränkt werden.“ Die Aufrechterhaltung des Spielbetriebs sei sowieso schwierig geworden, wenn die Spielzeit weitergegangen wäre. „Wir hätten ein Problem gekriegt. Viele Hallen sind schon gesperrt.“

In Nordkirchen habe man zwar Glück, dass sie eine große Halle mit einer guten Lüftungsanalage hätten, in Lünen zum Beispiel sei das aber nicht überall der Fall. Trainieren möchte Schlecht weiterhin, solange es möglich ist. „Das ist der Plan. Natürlich mit allen erdenklichen Maßnahmen. Tischtennis ist keine Kontaktsportart. Da ist Abstandhalten besser möglich.“

Die Saison geht mit der Rückrunde weiter

Laut dem WTTV soll der Spielbetreib im Januar 2021 wieder starten. „Hierfür werden nur die Begegnungen der bereits geplanten Rückrunde herangezogen, soweit sie in der Vorrunde nicht stattgefunden haben. Dadurch reduziert sich die Hauptrunde auf eine einfache Runde“, steht in der Beschlussfassung vom 25. Oktober.

Konkret heißt das: Es wird im neuen Jahr mit dem ersten Spieltag der Rückrunde begonnen. Jeder soll einmal gegen jeden spielen. Die Mannschaften treten demzufolge nicht gegen die Gegner der ersten sechs Spieltage an, sondern gegen alle anderen Teams, gegen die sie in der Hinrunde noch nicht gespielt haben.

Für den FC Nordkirchen bedeutet das, dass die Saison erst am 6. März mit dem siebten Rückrunden-Spieltag gegen den TuS Ascheberg II weitergeht. „Wir haben bis dahin fast ein halbes Jahr Pause, vorher auch. Das ist ein Stückwerk.“

Auch für Wolfgang Graf vom TTC SG Selm, der wie Nordkirchen in der Kreisliga spielt, sei die Saisonunterbrechung eine erwartbare Entscheidung gewesen. „Schon andere Verbände haben die Saison eingestellt. Da ist die Entscheidung des WTTV konsequent und richtig.“

Wolfgang Graf ist Kapitän des TTC SG Selm.

Wolfgang Graf ist Kapitän des TTC SG Selm. © Jura Weitzel

Mit den anderen Vereinsmitgliedern habe Graf bisher nur über Whatsapp Kontakt gehabt. Dort habe er aber keine Gegenstimmen mitbekommen. Der Trainingsbetrieb der Selmer wird trotz der Saisonpause weiterlaufen. „Solange die Halle geöffnet ist, werden wir weiter trainieren.“

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