Studium, Regalaufbau und Spielekonsole - wie Pieper die Kontaktsperre erlebt

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Amos Pieper verrät im Gespräch, dass er ein Fernstudium aufgenommen hat, wie er individuell in der Corona-Krise zu Hause trainierte und was er vom Gehaltsverzicht der Profis hält.

Nordkirchen

, 03.04.2020, 17:03 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am Freitag hat Arminia Bielefeld zur Video-Pressekonferenz mit dem Nordkirchener Amos Pieper (22) geladen. Lesen Sie hier den ersten Teil des Gesprächs. Darin sprach Pieper über die Wiederaufnahme des Trainings in Kleingruppen, Spiele ohne Zuschauer und richtet einen Appell an die Fans.

Die 2. Liga pausiert seit dem 13. März, seit dem 22. März gibt es in Deutschland ein Kontaktverbot. Vor der Kontaktsperre befand Amos Pieper sich zum letzten Mal in der Heimat in Nordkirchen, half hier im Garten, mistete auch den Keller aus, in dem sich aussortierte Fußballschuhe gestapelt hatten, erzählte er. In seiner Wohnung in Bielefeld nutzte er die Zeit, um in der Abstellkammer ein längst gekauftes Regal endlich aufzubauen.

Pieper hat ein Studium aufgenommen und guckt gerne Sporthighlights

Mittlerweile hat Pieper auch ein Fernstudium in Wirtschaftspsychologie aufgenommen. Neben Aufstiegskampf und Corona-Pause büffelt der Nordkirchener also auch. Abends dann wartet manchmal noch ein Film oder die Spielekonsole, die auch online funktioniert. Pieper gestand, dass er auch gerne Sportmomente wie Weltmeisterschaften oder Zusammenfassungen von Champions-League-Finalspielen guckt.

Amos Pieper nach seiner Vormittagseinheit: „Ich habe die größte Zeit meine Freundin bei mir in der Wohnung und das ist auch mein einziger sozialer Kontakt im Moment.“

Amos Pieper nach seiner Vormittagseinheit: „Ich habe die größte Zeit meine Freundin bei mir in der Wohnung und das ist auch mein einziger sozialer Kontakt im Moment.“ © Amos Pieper

Mit Laufplänen und Puls-Uhr ging es auch für Amos Pieper vor drei Wochen ins Heimtraining. „Die Übungen waren darauf ausgelegt, dass man nicht allzuviele Geräte brauchte. Die Geräte, die wir brauchten, haben wir nach Hause geliefert gekriegt. Es war zu vergleichen mit einer ziemlich langen Sommer- oder Winterpause, nur mitten in der Saison“, sagte Amos Pieper, „doch es ist alles irgendwie zur falschen Zeit. Es ist ungewöhnlich, dass alles erstmal still steht.“

Amos Pieper hat sich an die Kontaktsperre gewöhnt

Über Skype, Facetime und Whatsapp hielt Pieper in dieser Zeit Kontakt zu Mitspielern und Trainerstab. Die Kontaktsperre, die seit zwei Wochen in Kraft ist, sei ihm nicht schwer gefallen. Pieper habe sich daran gewöhnt. „Ich habe die größte Zeit meine Freundin bei mir in der Wohnung und das ist auch mein einziger sozialer Kontakt im Moment“, erzählte Pieper.

Vergangene Woche wurde auch bekannt, dass auch bei Arminia Bielefeld Profis auf Gehalt verzichten. „Es war relativ schnell klar, dass wir einen Beitrag leisten können, der Mitarbeitern und Verein extrem hilft. Deswegen war es keine schwere Entscheidung“, sagte Pieper.

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