SuS Olfen nutzt Hernes Patzer und zieht davon - Fairplay nach Verletzung

Handball

Es war ein letztendlich souveräner Sieg für die Handballer des SuS Olfen. Nach dem Spiel wurde dieser aber nochmal wertvoller.

von Nico Ebmeier

Olfen

, 01.03.2020, 14:42 Uhr / Lesedauer: 2 min
Timo Lemberg traf vier Mal am Samstag.

Timo Lemberg traf vier Mal am Samstag. © Weitzel

1. Kreisklasse Industrie

SuS Olfen - TSG Sprockhövel

27:19 (13:11)

Gegen eine stark dezimierte Mannschaft aus Sprockhövel tat sich der Spitzenreiter aus Olfen besonders zu Beginn extrem schwer. „Es war eine sehr ausgeglichene erste Halbzeit. Es ging wirklich Schlag auf Schlag“, sagt Olfen-Trainer Daniel Schnellhardt.

23 Minuten lang (10:10) konnte sich kein Team einen Zwei-Tore-Vorsprung herausarbeiten, ehe der SuS danach mit 12:10 und später mit dem 13:11-Halbzeitstand in Führung ging.

In der zweiten Hälfte hatte die TSG, die sowieso nur mit acht Spielern angereist war, auch noch mit Verletzungen zu kämpfen. Zwischenzeitlich konnten die Gäste sogar nur fünf Feldspieler aufstellen. Die Hausherren bewahrten aber den Fair Play-Gedanken und stellten ebenfalls nur fünf Spieler auf.

„Andere Mannschaften sagen im Vorhinein ab, weil sie so wenig Spieler haben. Sprockhövel ist auf einem Samstagabend noch nach Olfen gereist, um wenigstens zu spielen. Dann sollte man im Sinne des Fair Plays diesen Mannschaften auch entgegen kommen“, erklärt Schnellhardt diese Maßnahme.

Spielerische Überlegenheit

Nach dem Pausentee spielte der Tabellenführer die spielerische Überlegenheit dann aber gut aus und ging schnell mit sieben Toren (42.) in Front. Bis zum Spielende schwankte die SuS-Führung dann immer zwischen vier und acht Toren, ehe es in der 57. Minute zum 27:19-Endstand kam.

Während das Spiel selbst keine Jubelstürme im Olfener Lager entfachte, wurde die Laune schon weniger Minuten nach dem Abpfiff richtig gut. „Plötzlich sagte einer in der Kabine: Schaut euch mal den Liveticker aus Herne an“, erinnert sich Schnellhardt. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Ligazweite und damit ärgster Olfen-Verfolger Westfalia Herne mit sechs Toren gegen Haltern Sythen III zurückgelegen.

„Also haben wir schön alle zusammen die letzten Minuten den Liveticker genossen und uns richtig über die Niederlage gefreut. Da war die Stimmung schon überragend“, so der SuS-Trainer.

Zwei Hiobsbotschaften gibt es dennoch in Olfen. Mit Till Ott (Schulterverletzung) und Stammtorhüter Nicolas Boelken (Knie) fallen zwei wichtige Kräfte bis zum Saisonende aus.

SuS Olfen: Knebel (2), Nocke (1), Winkler (4), M. Scholten (3), L. Scholten (3/2), Cremer (2), Kaschinski (1), Elsner (1), Lemberg (4), Wienken (1), Dreber (2), Hoening (3)

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