Trainer Poslednik: „Hier lässt sich keiner hängen“

PSV Bork in der Krise

Sechs Spiele, drei Punkte, 12:20 Tore, vorletzter Tabellenplatz. Die Lage beim A-Ligisten PSV Bork ist alles andere als gut. Jetzt steht am Wochenende das Derby gegen den Tabellenführer SG Selm an. Im Interview spricht PSV-Trainer Peter Poslednik über die aktuelle Lage.

BORK

24.09.2014, 19:11 Uhr / Lesedauer: 2 min
PSV Bork (Form: 70 Prozent): Die Vorbereitung des PSV Bork war ein Auf und Ab. Nach den beiden 1:6-Klatschen gegen den VfB Lünen und der Reserve aus Wethmar gab es ein toll herausgespieltes 7:2 gegen die dritte Mannschaft von Westfalia Wethmar. Die Generalprobe vor der Pokalpartie gegen den FC Nordkirchen verpatzte die Elf von Peter Poslednik dann aber wieder völlig und ging mit 1:7 gegen Teutonia SuS Waltrop III unter. Im Pokal zeigten die Borker dann doch ein tolles Spiel und hatten den Bezirksligisten am Rande einer Niederlage. Das 2:5 nach Verlängerung sah deutlicher aus, als der Spielverlauf wirklich war. Bork scheint daher wie schon in der vergangenen Saison eine Wundertüte zu bleiben.

PSV Bork (Form: 70 Prozent): Die Vorbereitung des PSV Bork war ein Auf und Ab. Nach den beiden 1:6-Klatschen gegen den VfB Lünen und der Reserve aus Wethmar gab es ein toll herausgespieltes 7:2 gegen die dritte Mannschaft von Westfalia Wethmar. Die Generalprobe vor der Pokalpartie gegen den FC Nordkirchen verpatzte die Elf von Peter Poslednik dann aber wieder völlig und ging mit 1:7 gegen Teutonia SuS Waltrop III unter. Im Pokal zeigten die Borker dann doch ein tolles Spiel und hatten den Bezirksligisten am Rande einer Niederlage. Das 2:5 nach Verlängerung sah deutlicher aus, als der Spielverlauf wirklich war. Bork scheint daher wie schon in der vergangenen Saison eine Wundertüte zu bleiben.

Herr Poslednik, nach sechs Spieltagen steht Ihre Elf auf dem vorletzten Tabellenplatz. Woran liegt das? Peter Poslednik: Allein an der personellen Lage. Ein Beispiel: Am vergangenen Sonntag gegen Cappenberg haben zwei gespielt, die zuvor drei Wochen lang nicht trainiert haben. Ich habe im Moment nur maximal 14 Spieler zur Verfügung, die fit sind. Natürlich bin ich mit dem aktuellen Tabellenplatz unzufrieden. Das erinnert mich leider an die Hinrunde der vergangenen Saison. Auch da hatten wir sehr viele Verletzte.Gegen Cappenberg gab es eine knappe Niederlage. Wie zufrieden waren Sie mit dem Auftreten der Spieler? Ich kann ihnen absolut keinen Vorwurf machen. Die, die da waren, haben sich voll reingehauen. Wir haben nur zu viele Torchancen liegen gelassen. Sonst wäre das Spiel womöglich anders ausgegangen. Das macht aber natürlich keiner extra. Hier lässt sich keiner hängen.

Ihre Mannschaft kann meist gut mithalten, muss sich dann am Ende aber geschlagen geben. Gibt es einen Grund dafür? Wir müssen jeden Sonntag mit einer anderen Abwehrreihe und einem anderen Mittelfeld spielen. Da können sich keine Automatismen einstellen, die wir einfach brauchen.Schon im vergangenen Jahr spielten Sie gegen den Abstieg. Auch diesmal rangiert der PSV unten in der Tabelle. Machen Sie sich da Sorgen um Ihren Job? Nein, da mache ich mir keine Gedanken. Der Vorstand ist bei den Spielen und dem Training immer vor Ort und sieht, was wir machen. Er weiß natürlich um unsere personelle Lage.Zuletzt hatten Sie einige A-Jugendspieler eingebaut. Wie war Ihr Eindruck vom Nachwuchs? Sehr gut. Gegen den SV Herbern II haben Jannik Audehm und Frederik Becker ein Bombenspiel gemacht. Bezeichnend für unserer Situation ist aber, dass Frederik Becker uns demnächst ebenfalls fehlen wird. Er geht für ein Jahr nach Schottland. Ihn hätte ich gerne weiter dabei gehabt. Ich werde aber noch weitere A-Jugendliche einbauen.Sonntag geht es gegen den Tabellenführer, die SG Selm. Sind da die Jugendspieler vielleicht eine Alternative? Warum denn nicht? Ich habe mir das Spiel der A-Jugend am Montagabend gegen Union Lüdinghausen (Anmerkung der Redaktion: 6:0-Erfolg des PSV Bork) angeschaut, deshalb kann ich sagen, das würde ich ihnen zutrauen. Wir müssen aus unserer Not eine Tugend machen.

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Gibt es denn Hoffnung, dass einige Spieler vor dem Derby oder danach zurück kommen? Philipp Grodowski steigt so langsam wieder ins Training ein. Jonas Lammers wird auch bald zurück kommen, aber wohl noch nicht zum Derby bereit stehen. Fabian Grodowski soll ebenfalls bald wieder einsteigen. Henrik Neise, der uns nach seiner Lungenentzündung Sonntag 15 Minuten ausgeholfen hat, braucht aber wieder eine Pause. Kai Freiberg steht uns aber wieder zur Verfügung. Damit habe ich dann wieder ein paar Alternativen mehr.Wie wollen Sie mit ausgedünntem Kader gegen den Tabellenführer bestehen? Das Spiel kommt natürlich in unserer Situation total ungelegen. Einfach wird es natürlich nicht. Wir können uns natürlich nur am Gegner ausrichten und nicht versuchen, unser eigenes Spiel durchzuziehen. Spielerisch werden wir nicht dagegen halten können. Deshalb müssen wir über den Kampf zum Spiel kommen. Wir können daher nur überraschen.

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