Trainerwechsel nach dem zweiten Spieltag: Die SG Selm überrascht

mlzKommentar

Dass Deniz Sahin nach nur zwei Spieltagen gehen musste, war eine echte Hammer-Nachricht. Warum handelte der Verein nicht eher und startete gleich mit einem neuen Trainer in die Vorbereitung? Das fragt Autor Matthias Henkel.

Olfen

, 21.09.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Es war ein durchaus ungewöhnlicher Schritt, den die SG Selm ging, als sie am Freitagmorgen bekannt gegeben hatte, sich bereits am Dienstag von Trainer Deniz Sahin getrennt zu haben. Trainerwechsel kommen vor, aber der Zeitpunkt überraschte dann doch: Nach nur zwei Spieltagen musste Sahin seinen Hut nehmen.

Natürlich muss ein Verein handeln, wenn er seine Ziele gefährdet sieht. Auch die Argumentation, dass „frischer Wind“ in den Verein müsse, ist sicher zulässig. Aber warum handelte der Verein nicht eher und startete gleich mit einem neuen Trainer in die Vorbereitung?

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Jetzt wirkt es so, dass Sahin nur eine sehr kleine Chance bekommen hat. Gleichzeitig wurde die Gelegenheit verpasst, die Vorbereitung mit einem neuen Trainer anzugehen und der Mannschaft frühzeitig die Spielidee des neuen Manns an der Seitenlinie einzuimpfen.

Mario Rast benötigt Zeit

Allein deswegen sollte und wird Mario Rast Zeit bekommen, die die Mannschaft sicher nötig hat – auch um konditionelle Defizite aufzuholen, die der Trainer nach dem Spiel ansprach.

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Hier sind vor allem die Spieler in der Verantwortung, die es selbst in der Hand haben, mit zu einer guten Spielvorbereitung beizutragen, sodass das Trainerteam den Fußball spielen lassen kann, den es will.

Im Fall von Rast heißt das: Die Spieler müssen über eine gute Fitness verfügen. Dann könnte die Mannschaft zeigen, dass der Vorstand richtiglag, Sahin so früh in der Saison freizustellen.

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Was den ersten Spieltag nach der Ära Deniz Sahin angeht, haben die Verantwortlichen recht. Allerdings müssen Mario Rast und seine Mannschaft nachlegen, um zu zeigen, dass die Entscheider auch längerfristig richtig gehandelt haben.

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