Urgestein Marcel Dresken ist auf Spurensuche nach den Gründen für die Misere der SG Selm

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Nach einem Glanzstart gewann der Aufsteiger zuletzt nur eins von fünf Spielen. Für Ur-Selmer Marcel Dresken ein Rätsel, Stammspieler Tobias Lütjann vergleicht die SG mit einem Bundesligisten.

von Nico Ebmeier

Selm

, 25.10.2019, 12:51 Uhr / Lesedauer: 2 min

So ein bisschen erinnert die Misere der SG Selm schon an den Negativtrend des Bundesligisten Borussia Dortmund. „Ich bin jetzt nicht Marco Reus und schnauze einen Journalisten an, aber die Mentalitätsfrage müssen wir uns manchmal schon stellen“, sagt Stammspieler und Interimstrainer Tobias Lütjann.

Während der eigentliche Coach Deniz Sahin am Sonntag beim Spiel gegen den SC Nienberge urlaubsbedingt nicht an der Seitenlinie steht, übernimmt Lütjann das Ruder und möchte dieses am liebsten direkt rumreißen: „Besonders nach Rückstand hängen die Köpfe meist zu schnell runter. Daran müssen wir arbeiten.“

Woran liegt die Negativserie bei der SG Selm

Für Marcel Dresken sind die Gründe dafür schwer zu identifizieren. „Wir sind richtig gut in die Saison gestartet, waren besonders punktemäßig weit über unseren Erwartungen. Aber irgendwie war dann plötzlich der Wurm drin.“ Woran liegt das? „Gute Frage“, antwortet der Selmer, der noch nie bei einem anderen Verein gespielt hat. „Vielleicht hat uns am Anfang die Aufstiegseuphorie einfach ein bisschen getragen. Aber die ist nach dieser Serie ein bisschen verflogen.“

Im September alleine war der A-Liga-Aufsteiger so etwas wie die Mannschaft der Stunde. Fünf Spiele ohne Niederlage, elf Punkte und in drei Partien mindestens drei Tore erzielt. Aber gerade bei der prunkvollen Offensive scheint es im Oktober zu stocken. Im Schnitt nur einmal musste der gegnerische Torwart hinter sich greifen. Auch für Marcel Dresken natürlich viel zu wenig: „Wir sind vorne immer wieder zu schludrig. Spielen die Chancen nicht bis zum Ende aus oder vertändeln die Bälle zu einfach.“

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Dennoch glaubt das Urgestein an einen Aufschwung und an gute Ergebnisse im Jahresendspurt: „Eigentlich passt so weit alles. Wir haben eine gute Trainingsbeteiligung und ich habe auch das Gefühl, dass alle Bock haben. Wir haben definitiv die Möglichkeiten und die Qualität, da rauszukommen.“

Marcel Dresken kennt den nächsten Gegner gut

Am Sonntag geht es nun gegen den SC Nienberge. Einen Gegner, den Dresken mittlerweile bestens kennt: „Letzte Jahr waren wir ja eine Liga tiefer und haben uns deswegen nicht gesehen. Generell kann ich mich aber an viele enge Duelle mit Nienberge erinnern. Oft haben wir knapp den Kürzeren gezogen.“

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Und die Selmer Nummer 6 hat Recht. Seit 2015 gelang der SG kein Sieg gegen Nienberge. Da ist es auch eher unglücklich, dass bei den Gästen die Formkurve - anders als bei Selm - zuletzt klar nach oben zeigt. „Es läuft bei ihnen quasi genau umgekehrt zu uns. Sie sind ganz schwach in die Saison gestartet. Haben aber nun vier der vergangenen fünf Partien für sich entscheiden können.“

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