Vereine suchen nach Kreisauflösung ein Zuhause

Fußball

Das Aus für den Fußballkreis Lüdinghausen ist beschlossene Sache. Die betroffenen Vereine treffen sich nun zu einer gemeinsamen Sitzung, um über die Zukunft zu entscheiden. Sie müssen in die benachbarten Kreise wechseln.

KREISGEBIET

, 21.08.2014, 15:55 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Vorsitzende des Fußballkreises Lüdinghausen, Robert Heitmann, will sich noch einmal mit den Vereinsvertretern zusammen setzen.

Der Vorsitzende des Fußballkreises Lüdinghausen, Robert Heitmann, will sich noch einmal mit den Vereinsvertretern zusammen setzen.

In einer Sitzung am Donnerstag, 18. September, soll es aber nicht mehr um den Erhalt des Kreises gehen, stellt Heitmann klar: „Wir wollen den Vereinen aufzeichnen, welche Möglichkeiten sie haben und wohin sie wechseln können. Die Vereine können sich auch untereinander an diesem Tag absprechen.“ Für die noch verbliebenen 19 Vereine im Kreis Lüdinghausen bieten sich nur Wechsel in die Kreise Unna/Hamm, Münster/Warendorf und Coesfeld/Ahaus an. Heitmann hat deren Kreisvorsitzenden darüber informiert, dass sein Kreis sich auflöst und die Vereine ein neues Zuhause benötigen. Bis zum 25. November sollen die Vereine sich entscheiden, wohin der Weg führen soll.

Am 13. September wird sich Heitmann mit seinen drei Kollegen aus den Kreisen bei der Ständigen Konferenz des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen zusammensetzen. Auch mit dem FLVW-Vorstand will er absprechen, wie die Abwicklung des Kreises am besten über die Bühne geht. „Somit habe ich am 18. September die neuesten Informationen für unsere Vereine parat“, sagt Heitmann.

„Für uns wäre es organisatorisch machbar, acht, neun Vereine aufzunehmen“, sagt Willy Westphal, Vorsitzender des Kreises Coesfeld/Ahaus. Er stellt den Vereinen aus dem Kreis Lüdinghausen sogar in Aussicht, dass sie weiter in einer A-Liga spielen würden. „Wir haben ja zwei A-Ligen. Die neuen Vereine würden wir dann in die Süd-Gruppe packen, weil die sich von den Fahrwegen einfach anbietet“, sagt Westphal. Horst Weischenberg, Vorsitzender des Kreises Unna/Hamm, sieht ebenfalls kein Problem, etliche Klubs aufzunehmen. „Wir können mit 40 A-Liga-Teams in die Saison gehen“, sagt er. Er würde auch auf die Wünsche der Zugereisten eingehen und sie in die Gruppe stecken, in der sie den geringsten Anfahrtswege hätten. Soweit ist der Kreis Münster/Warendorf, der nur eine A-Liga hat, noch nicht. Der Kreis sei zwar gewillt, die möglichen Klubs aufzunehmen, macht sich aber noch keine Gedanken über neue Strukturen. „Wir müssen jetzt erst einmal abwarten, welche Vereine überhaupt zu uns kommen. Das wird sich erst im November entscheiden“, sagt Helmut Götz, Staffelleiter von Münsters Fußball-A-Liga. 

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