Radsportfans veranstalten privates 24-Stunden-Rennen rund um Bork

Radsport

Nach der Absage eines Radsportevents am Nürburgring organisieren vier Radsportbegeisterte einer Borker Firma kurzerhand ihr eigenes 24-Stunden-Rennen.

Bork

, 23.07.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das Team nahm in etwas anderer Besetzung auch schon in Hamburg bei den Cyclassics teil.

Das Team nahm in etwas anderer Besetzung auch schon in Hamburg bei den Cyclassics teil. © Planttech Engineering

Sie hatten sich so drauf gefreut: Als das 24-Stunden-Radrennen auf dem Nürburgring coronabedingt abgesagt wurde, war die Enttäuschung bei vier Radsportlern, die sich alle über ihren gemeinsamen Arbeitgeber in Bork kennen, groß. Doch am Freitag und Samstag stellt das Quartett nun eine eigene Challenge auf die Beine, die auch einen karitativen Zweck erfüllt.

Denn der Firmensitz der Planttech Engineering GmbH am Louis-Berger-Weg 7 in Bork verwandelt sich am Freitag ab 10 Uhr zum Basiscamp für die vier Radsportler, die sich statt auf die legendäre Nordschleife nun auf eine eigens konzipierte Runde begeben wollen - und das ebenfalls über 24 Stunden. „Wir kennen uns jetzt seit einigen Jahren“, sagt Mitarbeiter Sebastian Benning, einer der vier „Radsportverrückten“. Die Männer zwischen 26 und 49 kommen aus Hamm, Lüdinghausen, Nordkirchen und Unna.

Teilnahme an den Cyclassics in Hamburg

Gemeinsame Touren standen schon öfter auf dem Plan: Vergangenes Jahr nahmen die Radsportfans an den Cyclassics in Hamburg teil. 6.000 bis 10.000 Kilometer pro Jahr spult jeder im Sattel ab. „Aktuell wird es sogar eher mehr als weniger“, sagt Benning, „wir stacheln uns gegenseitig an. Das hebt den Schnitt.“

Ab Freitagvormittag soll immer ein Fahrer auf der Strecke sein - so lautet das Ziel. Dafür haben sich alle vier Fahrer sogar Urlaub genommen. „Wir gehen auch davon aus, dass noch der eine oder andere Mitarbeiter dazustoßen wird“, sagt Benning. Vor allem die Nacht ist bei 24-Stunden-Events bekanntlich berüchtigt. Auch das inoffizielle Borker Werksteam hat Respekt vor der Fahrt in der Dunkelheit. Erfahrung hat Benning jedenfalls nicht, gesteht er.

Strecke verläuft bis zum Ternscher See

Bullis zum Schlafen werden aber auch in der Nacht auf dem Parkplatz bereit stehen. Der Kurs verläuft über einen 25-Kilometer-Radrundkurs, weitestgehend abseits der Hauptstraßen und über asphaltierte Nebenstrecken. Über Vinnum geht es entlang des Kanals auf westlicher Seite bis zum Ternscher See in Selm. Von dort aus geht es durch Beifang zurück nach Bork.

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Ansporn ist zusätzlich auch ein wohltätiger Charakter. Ihr Arbeitgeber will für jeden gefahrenen Kilometer der vier Radfahrer einen Euro spenden. Die Summe soll der Hospizgruppe Selm-Bork zugutekommen. Bei einer Geschwindigkeit von 25 Kilometern pro Stunde käme so beispielsweise eine Summe von 600 Euro zusammen, wenn immer ein Rennrad im Einsatz ist. Benning bestätigt: „Ja, einen Betrag von 500 Euro plus haben wir auch im Hinterkopf.“ Gute Fahrt!

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