Vinnum baut weiterhin auf die Heimstärke

Fußball: Kreisliga A

A-Ligist Westfalia Vinnum hat am letzten Spieltag vor der Winterpause gegen den Tabellenzweiten SV Borussia Ahsen seine lang währende weiße Heimweste verloren. Die knappe 2:3-Niederlage war die erste punktelose Partie auf eigenem Geläuf in der laufenden Saison. Trotzdem setzt die Westfalia auch weiterhin auf den Heimnimbus.

VINNUM

12.01.2016, 18:19 Uhr / Lesedauer: 2 min
Jubel bei Westfalia Vinnum: Gegen Teutonia SuS Waltrop setzten sich die Vinnumer mit Yusuf Demir (l.), Kapitän Sven Quante (M.) und Maximilian Stanek 5:1 durch.

Jubel bei Westfalia Vinnum: Gegen Teutonia SuS Waltrop setzten sich die Vinnumer mit Yusuf Demir (l.), Kapitän Sven Quante (M.) und Maximilian Stanek 5:1 durch.

Der Saisonverlauf: In der Saison 2014/2015 rangierte die Westfalia zum Jahreswechsel nach nur 15 Spielen auf der zehnten Position im Tableau. Damals waren Defensive und Offensive gleichermaßen schwach. 43 Gegentore standen nur 26 eigenen Treffern gegenüber – Torverhältnis: -17. Außerdem resultierten die Punkte ausschließlich aus Siegen (5). Remis gab es keine. Ganz anders die aktuelle Saison: Vinnum siegte zwar ebenso häufig, teilte aber auch siebenmal die Punkte. 40 Tore und 32 Gegentore ergaben bis zur Winterpause ein Torverhältnis von +8.

Der Trend: Mit zwei Unentschieden und einem Sieg waren die Vinnumer gut in den neuen Kreis Recklinghausen gestartet. Auch beim SW Röllinghausen (6., 2:2) und gegen den SV Hochlar 28 (4., 1:1) erkämpfte sich die Westfalia anschließend jeweils einen Punkt. Erst am aktuellen Spitzenreiter Genclik Spor Recklinghausen scheiterte Vinnum am sechsten Spieltag knapp mit 4:5. Es folgten abwechselnd Siege, Remis und Niederlagen. Eine richtige Serie, negativ oder positiv, gab es in Vinnum nicht. Auswärts holten die Vinnumer nur einen Sieg gegen den Tabellensiebzehnten Türkiyem Herten (5:2), aus ihrer Heimfestung gaben sie jedoch nie mehr als einen Punkt her – bis zum letzten Spieltag beim 2:3 gegen Ahsen.

Das sagt der Trainer: „Ich bin rundum mit dem Saisonverlauf zufrieden. Wir haben bei null angefangen und am Anfang das eine oder andere Lehrgeld im neuen Kreis zahlen müssen – speziell bei den Auswärtsspielen, wo wir vor allem auf Naturrasen Probleme hatten und haben. Auch die Systemumstellung auf eine Viererkette hat uns zunächst wehgetan. Aber wir haben uns von Woche zu Woche sehr verbessert. Die Truppe ist fleißig im Training und absolut lernwillig. Ich sehe da weiterhin eine positive Entwicklung in Vinnum. Wir haben kein Spiel dabei gehabt, wo wir chancenlos waren oder hoch verloren haben. Jedes Spiel haben wir immer eng gehalten, egal gegen wen. Teilweise hat uns auch das Glück beziehungsweise die Erfahrung gefehlt, um uns mit drei Punkten zu belohnen. Man braucht Geduld und Zeit, um eine neue Truppe zu formen. Wir haben eigentlich gar keine schlechten Phasen gehabt, weil wir zu Hause immer gepunktet haben“, sagt Vinnums Trainer Frank Bidar.

Das beste Spiel: Am zwölften Spieltag sahen die Vinnumer Fans das stärkste Spiel der Saison. Trotz 70-minütiger Unterzahl siegte Vinnum klar mit 3:0. „Die waren zu dem Zeitpunkt Tabellendritter“, sagt Bidar. „Wir kriegen nach 23 Minuten einen Platzverweis und gewinnen trotz Unterzahl mit 3:0.“ Die Gründe dafür sieht Bidar in der taktischen Ausrichtung seines Teams – nachdem Michael Asemann vom Platz geflogen war. „Wir haben als Team zusammengearbeitet und wollten den Sieg unbedingt“, sagt Bidar, „wir haben den Gegner nach unserer Umstellung kommen lassen und ihn ausgekontert.“

Das schwächste Spiel: Die deutlichste Niederlage holten sich die Vinnumer bei der SpVg Recklinghausen ab. Mit 0:3 unterlag Bidars Team den Recklinghäusern, die mit vier Punkten Unterschied einen Platz hinter Vinnum auf Platz 14 rangieren. „Das war einfach ein gebrauchter Tag, da ging gar nichts“, sagt Bidar, der über zu viele Ausfälle klagte. „Da hätten wir mit Sicherheit nicht verlieren müssen.“

Der Schlüsselspieler: Vinnums Top-Torjäger David Jendrich hat bereits 16 Treffer auf dem Konto. Nach anderthalb Jahren Pause, Problemen mit der Ferse und Einsätzen in Vinnums zweiter Mannschaft hat der 30-Jährige mit 1368 Spielminuten erfolgreich sein Comeback in der Kreisliga gefeiert. „David Jendrich ist mit seinen 16 Toren ein wichtiger Spieler für uns, aber letztendlich muss man auch der Mannschaft das Kompliment aussprechen, die ihm die Bälle vorbereitet hat und für ihn verteidigt hat“, sagt Trainer Bidar zufrieden.

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