Warum die Vereinswechsel der Sturmtalente Akono und Grodowski Sinn ergeben

mlzKommentar

Die Wechsel von Joel Grodowski und Cyrill Akono haben weitaus mehr Vor- als Nachteile. Die Aussichten auf professionellere Bedingungen wiegen einen eventuellen Ligenrückschritt auf.

Bork, Südkirchen

, 27.05.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

In nur einer Woche gab es zwei spektakuläre Wechsel von heimischen Sturmtalenten: Cyrill Akono wechselte von Preußen Münster nach Mainz, Joel Grodowski zu ebenjenen Münsteranern, nachdem er Hamm verlassen hat. Beide Wechsel haben dasselbe Muster und können ihre Karriere entscheidend fördern.

Denn: Für beide ist der Wechsel eine Riesenchance, die gleichzeitig aber kein großes Risiko birgt. Das ergibt sich aus der Struktur der Vereine. Beispiel Mainz: Der Bundesligist hat eine Reserve in der Regionalliga. Akono hätte in Münster wohl zwischen U23 (Oberliga) und erster Mannschaft gependelt (Dritte Liga). Da kann man für die Aussicht auf Trainingseinheiten bei einem Bundesligisten ruhig mal den Verein wechseln, auch wenn sich Akono zunächst in der Regionalliga, also eine Liga tiefer als die Dritte Liga, durchsetzen müsste. Aber wer kann es ihm verübeln bei der Aussicht auf Bundesliga? Allein schon die höhere Qualität beim Training dürfte Akono weiterbringen.

Joel Grodowski hat nur Vorteile, keine Nachteile

Aus den gleichen Beweggründen geht auch Joel Grodowski nach Münster. Die Preußen-Reserve ist gerade in die Oberliga aufgestiegen, in der Grodowski mit den Hammern bereits gespielt hat. Eine Ligenverschlechterung ist der Wechsel für den Knipser aus Bork also keinesfalls, der aber einen Vorzug genießt: Er darf bei der ersten Mannschaft Drittligaluft schnuppern.

Und somit werden die Risiken, die so ein Vereinswechsel mit sich bringt (neues Umfeld, neuer Trainer, neues Leben), praktisch durch die Chancen aufgewogen - mindestens. Man kann beide Jungs nur beglückwünschen. Alles richtig gemacht!

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