Was die Trainer Issam Jaber und Tobias Tumbrink zum Bezirksliga-Derby sagen

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FC Nordkirchen gegen Union Lüdinghausen - in elf Partien gewann Nordkirchen siebenmal. Immer wieder wurde es in der Vergangenheit hitzig zwischen beiden Teams.

Nordkirchen

, 06.12.2019, 17:32 Uhr / Lesedauer: 2 min

Fußball-Bezirksligist FC Nordkirchen (4.) hat die doppelte Punktzahl (31) auf dem Konto gegenüber Union Lüdinghausen (15.), das als 16. auf einen Abstiegsplatz gerutscht ist. Der Grund war nur ein Punkt aus vier Spielen. Dabei kassierte Union dreimal heftige Pleiten (0:5, 0:4, 1:6). Beim FCN litt die Spielkultur etwas, aber die Moral war beim 4:3-Auswärtssieg in Wüllen da, bei dem Nordkirchen einen Rückstand drehte. Wir haben die beiden Trainer, Issam Jaber vom FC Nordkirchen und Tobias Tumbrink von Union Lüdinghausen, mit vier Thesen konfrontiert.

These 1: Auf dem Platz wird es unnötig oft hitzig, wenn Nordkirchen und Lüdinghausen gegeneinander spielen.

Tumbrink: Leider ist es so. Ich habe nicht wirklich eine Erklärung dafür. Beim letzten Spiel, das sehr fair war, ist es auch erst nach dem Abpfiff losgegangen. Ich weiß nicht, was die Brisanz erzeugt. Vielleicht ist es doch der Derbycharakter, den einige leugnen.
Jaber:
Das ist dem geschuldet, dass die Entfernung nicht so groß ist. Einige meinen dann, Hektik ins Spiel bringen zu müssen. Wenn man sich die letzten drei Ereignisse anguckt, muss man aber sagen, dass wir als FC Nordkirchen da der falsche Ansprechpartner sind.

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These 2: Ein Derbysieg entschädigt für vergangene Niederlagen.

Jaber: Nicht für uns. Jede Niederlage ärgert uns. Für mich ist es auch kein Derby, sondern ein Nachbarschaftsduell. Derbys hat man mit Capelle oder Südkrchen. Wir ärgern uns, wenn wir verlieren, und wir freuen uns, wenn wir gewinnen, aber nicht mehr als gegen andere. Ich weiß aber, dass es die Hinrunde für Lüdinghausen retten würde.

Tumbrink: Ja, zuletzt hatten wir auswärts unglückliche Spiele. Es gibt auch bei uns Zuschauer, die die Entfernungen auf sich nehmen. Wenn wir da kurz vor Weihnachten einen Sieg feiern würden, wäre das schon eine Entschädigung. Mit zwei Siegen gegen Nordkirchen würden wir auch definitiv nicht absteigen.

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These 3: Nordkirchen spielt den besseren und erfolgreicheren Fußball und ist auch Favorit am Sonntag.

Jaber: Der erfolgreichere und bessere Fußball - aktuell ja, und auch in den letzten Jahren. Das zeigt auch die Tabellensituation. Aber auch wir haben mit Problemchen zu kämpfen gehabt, die wir in der Rückrunde loswerden wollen.

Tumbrink: Das ist so. Das hat Nordkirchen bereits letzte Saison gezeigt. In dieser Saison auch, wobei die Mannschaft etwas hinter ihren Erwartungen zurückgeblieben ist. Es sind jetzt zwölf Punkte Rückstand zur Tabellenspitze, aber Nordkirchen hat immer noch viel mehr Punkte als wir. Aber es ist nur ein Spiel, in dem viel möglich ist.

These 4: Union Lüdinghausen steigt am Saisonende ab.

Jaber: Nein! Ich wünsche mir, dass Lüdinghausen die Liga hält. Die Mannschaft passt in die Liga. Sonntag wünsche ich mir einen Sieg, aber danach kann Lüdinghausen so viele Punkte holen wie möglich. Ich habe eine Lüdinghausen-Vergangenheit und möchte nicht, dass der Verein absteigt.

Tumbrink: Auf gar keinen Fall! Ich bin felsenfest davon überzeugt. Ich erlebe die Mannschaft tagtäglich. Wir haben in der Rückserie alle wichtigen Gegner zu Hause, wo wir stark sind. Ich gebe Dir Brief und Siegel.

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