Wie die Bezirksligen langsam Form annehmen

Handball: Strukturreform

Zwei Bezirksligen mit 16 Vereinen und eine mit 14 Teams – so sieht die Zukunft der Handball-Bezirksliga im Bezirk Süd aus. Während der Kreis Hellweg ab dem Sommer eine eigene Bezirksliga mit 14 Mannschaften installiert und reihenweise Teams aus der Kreisliga aufsteigen lässt, verständigten sich die fünf anderen Kreise des Bezirks darauf, eine Bezirksliga Ruhrgebiet und eine Bezirksliga Südwestfalen zu gründen.

OLFEN/BORK

, 26.01.2016, 18:21 Uhr / Lesedauer: 2 min
Drei Bezirksligen gibt es ab dem Sommer weiter im Handballbezirk Süd ? nur die Zusammensetzung wird anders sein. Sollte Olfen (hier mit Sebastian Reinkober am Ball) eines Tages aufsteigen, spielt der Verein in der neuen Bezirksliga Ruhrgebiet.

Drei Bezirksligen gibt es ab dem Sommer weiter im Handballbezirk Süd ? nur die Zusammensetzung wird anders sein. Sollte Olfen (hier mit Sebastian Reinkober am Ball) eines Tages aufsteigen, spielt der Verein in der neuen Bezirksliga Ruhrgebiet.

Hintergrund ist die Strukturreform des Westfälischen Handballverbandes. Diese sieht vor, dass der Verband seine dreistufige Struktur auflöst und in zwei neue Ebenen unterteilt. Derzeit gibt es eine Verbandsebene mit Oberliga und Verbandsliga, eine Bezirksebene mit Landesliga und Bezirksliga und die Kreisebene mit den Kreisligen. „Wir wollen die mittlere Schiene auflösen“, erklärt Michael Neuhaus, Präsident des Handballverbandes Westfalen, „wir sind der einzige Landesverband in Deutschland, der derzeit noch drei Spielebenen hat.“

Bereits im vergangenen Jahr hat der Verband beschlossen, die Bezirksebene zu teilen. Die Landesliga fällt in den Zuständigkeitsbereich des Verbandes, die Bezirksliga geht in die Hände der Kreise – und genau hier gibt es jetzt konkrete Vorstellungen.

Sechs Kreise bilden den Handballbezirk Süd, einen von zwei Bezirken im Verbandsgebiet. Der Handballkreis Hellweg, zu dem der PSV Bork, die Werner und Lüner Vereine gehören, hat beschlossen, eine eigene Bezirksliga über der Kreisliga zu gründen, in der 14 Mannschaften – ausschließlich Hellweg-Klubs – spielen sollen. „Wir haben einen sehr starken Bezirksliga-Grundstock“, sagt Sebastian Elberg, neuer Vorsitzender des Kreises.

Da Wickede, Neheim (beide Kreis Iserlohn/Arnsberg) und Brechten II (Kreis Dortmund) die 14er-Staffel verlassen werden, es zudem einen Aufsteiger in die Landesliga und einen Absteiger in die Bezirksliga gibt, würde der Kreis Stand jetzt fünf Vereine aus der Kreisliga in die Bezirksliga hochziehen. Aber nur, sofern kein Verein aus der Landesliga absteigt.

Folgen für die Kreisklassen
Brambauer II in der 1. Kreisklasse winkt als Zweitem der Aufstieg, ebenso Brambauer III und Werne II als Zweitem und Drittem der 2. Kreisklasse. Der PSV Bork hätte als Neunter in dieser Liga wohl zu viel Rückstand, aber auch genug Luft nach unten. Eine Überlegung sei laut Elberg dann, eine eingleisige 3. Kreisklasse einzuführen. Derzeit gibt es zwei Staffeln.

Gibt es hier einen Absteiger, verringert sich die Zahl der Aufsteiger aus der Kreisliga auf vier. Im besten Fall hätte der Kreisliga-Zweite TV Werne dann schon jetzt zwölf Punkte Vorsprung auf einen Nicht-Aufstiegsplatz. Und Lünen II hat derzeit nur drei Punkte Rückstand auf Platz fünf.

Etwas anders planen die anderen fünf Kreise des Bezirks, die sich auf einer Konferenz zusammengeschlossen haben. Die Kreise Dortmund und Industrie wollen die Bezirksliga Ruhrgebiet gründen. Das bestätigte Olaf Strunk, Chef im Handballkreises Industrie, zu dem auch der SuS Olfen gehört. Die Kreise Iserlohn/Arnsberg und Lenne/Sieg bilden die Südwestfalen-Gruppe. „Wichtig ist, dass sich für die Mannschaften nichts ändert“, sagt Strunk.

Die Teams aus dem Kreis Hagen/Ennepe-Ruhr sollen aufgrund der Lage des Kreises zwischen beiden Gebieten die beiden von 14 auf 16 Teams aufgestockten Bezirksligen auffüllen. Platz 11 reicht in diesem Jahr zum sicheren Klassenerhalt. Der 13. und 14. steigen sicher ab.

Ob alle 12. noch eine Relegation spielen müssen, hängt laut Strunk davon ab, ob es Absteiger aus der 3. Liga gibt. Mehr als einen Kreisliga-Aufsteiger gibt es in dem Fall, dass weniger als sechs Absteiger aus der Landesliga in die neue Liga kommen. Dann soll ein Rotationsverfahren greifen und die Vizemeister der fünf Kreise reihum zum Aufstieg berechtigen. Ähnlich sieht es bei den Frauen aus, nur dass es hier der Achte sicher in die neue 14er-Staffel schaffen wird.

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