Wiedersehen mit dem Ex: André Kracker hat vier Jahre lang den SuS Rünthe trainiert

mlzPSV Bork

Bis 2013 saß André Kracker auf der Trainerbank des SuS Rünthe. Sonntag ist sein neuer Klub, der PSV Bork, Gegner der Rünther - für Kracker ein besonderes Spiel.

Bork

, 06.09.2019, 13:23 Uhr / Lesedauer: 2 min

André Kracker erzählt und erzählt. Er weiß, welche Spieler beim SuS Rünthe auflaufen werden. Er kennt auch die Optionen, die die Rünther am Sonntag im Gastspiel beim PSV Bork in der Fußball-Kreisliga B2 Unna-Hamm haben. „Das ist eine robuste Mannschaft. Marvin Heidicker müssen wir verhaften“, sagte Kracker.

Und wenn der Borker Trainer von den Rünther Spielern Michael Großpietsch, Dennis Wagner, Jan Padurek oder Dennis Franke spricht, könnte man fast meinen, er kennt den SuS Rünthe besser als seine eigene Truppe vom PSV Bork. Unterschreiben würde Kracker jedenfalls, dass ihm die Rünther, bei denen er vier Jahre Trainer war, ligaweit am besten bekannt sind.

André Kracker war von 2009 bis 2013 Trainer in Rünthe

Von 2009 bis 2013 war André Kracker Trainer der Rünther. Unter ihm belegte der SuS immer einen einstelligen Tabellenplatz zwischen Rang vier und Platz acht. „Es waren vier schöne Jahre. Ich habe immer noch ein freundschaftliches Verhältnis zum Verein. Die Verbindungen sind nach wie vor gut. Es ist mit Sicherheit ein besonderes Spiel für mich“, sagte der 45-Jährige.

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Am Ende seiner Amtszeit habe er einen Tapetenwechsel gebraucht. Mannschaft, Verein und Trainer hätten sich zu genau gekannt. Ein Trainerwechsel sei deswegen gesund gewesen. Vier Jahre nach Krackers Abschied stieg Rünthe in die B-Liga ab. Nach Platz sieben vor zwei Jahren und dem vierten Platz in der Vorsaison gehört Rünthe zumindest zum erweiterten Kreis der Top-Teams.

Kracker jagte in Rünthe die Mannschaft über die Kanalbrücken

„Er ist sehr impulsiv in der Ansprache und sehr verrückt im positiven Sinne“, erzählt Michael Großpietsch, Spieler des SuS Rünthe. Der 27-Jährige spielt in der ersten Mannschaft und trainiert mittlerweile die C-Jugend des Vereins. In Erinnerung geblieben ist Großpietsch auch Krackers hartes Training. „An der Kanalbrücke hat er uns rauf- und runtergejagt. Man konnte mit ihm aber viel Spaß haben“, sagte Großpietsch.

Wiedersehen mit dem Ex: André Kracker hat vier Jahre lang den SuS Rünthe trainiert

Michael Großpietsch, einer von Krackers früheren Schützlingen, spielte zuletzt für den Werner SC. Jetzt ist er zurück in Rünthe. © Helga Felgenträger

Nun ist Kracker Trainer in Bork, soll den PSV aufrichten und warnt vor seinem alten Arbeitgeber: „Es wird eine Herausforderung für uns. Wir dürfen diese Mannschaft nicht unterschätzen. Wir dürfen die Sache nicht zu leicht nehmen“, sagte er. Bei der Tabellensituation gebe es kein „zu leicht“.

SuS Rünthe ist torgefährlich, aber hinten anfällig - wie der PSV Bork

Derzeit ist Rünthe Sechster, schoss im Ortsderby mit der TIU und gegen Schlusslicht Kaiserau III vergangene Woche sieben Tore, verlor aber auch gegen den BV 09 Hamm III schon mit 3:4 und klassierte immer mindestens zwei Gegentore. Stabil waren aber auch die Borker nicht, die schon neun Gegentore kassiert haben. Kracker ärgert, dass er wegen der Sperren von Spielmacher Rostam Osmani (Gelb-Rot, Taktisches Foul) und Verteidiger David Onweni (Rot, Notbremse, zwei Wochen Sperre) sowie Ausfällen erneut seine Startelf verändern muss: „Deswegen sehe ich die Rünther, die eingespielt sind, weiter vorne.“

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