„Mit 1,5 Meter Abstand Fußball spielen, ist schwierig“ - Klubs lassen sich Zeit

mlzFußball

Die meisten Fußballclubs lassen sich Zeit bei der Rückkehr auf die Plätze. Die meisten nehmen die angebotene Öffnung des Landes nicht wahr. Manche Vereine dürfen auch nicht zurück.

Selm, Olfen, Nordkirchen

, 18.05.2020, 06:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Fußballclubs in Selm, Olfen und Nordkirchen haben keine Eile, auf die Sportplätze zurückzukehren, obwohl die Anlagen laut Corona-Schutzverordnung wieder geöffnet haben dürfen. Die Gründe sind unterschiedlich.

In der Stadt Selm bleiben die Sportanlagen dicht. Die Stadt Selm hält Hallen und Outdoor-Anlagen weiterhin gesperrt. Georg Hillmeister, der der SG Selm vorsteht, kann damit gut leben. „In 14 Tagen soll es ja weitere Lockerungen geben“, sagt Hillmeister - dann soll Fußball auch als Kontaktsport auch wieder erlaubt sein. So ist jedenfalls der Plan.

Der Aufwand, Konzepte zu erstellen, sei für diese doch relativ kurze Zeitspanne vergleichsweise groß. Die geplante Vorstandssitzung in der vergangenen Woche haben die Selmer auf Ende Mai verlegt. Auch die Nachbarvereine PSV Bork und Grün-Schwarz Cappenberg inklusive Jugendteams verzichten vorerst auf die Rückkehr auf den Platz. „Die Stadt hat mit den Vereinen gesprochen. Wir sind informiert, dass es erstmal nicht wieder losgeht“, sagte PSV-Geschäftsführer Dietmar De Sacco.

SuS Olfen hat noch keine Hygienekonzept vorgelegt

Im SuS Olfen hat der Fußballvorstand entgegen jüngster Berichterstattung kein Hygienekonzept entworfen. „Wir sind da sehr zurückhaltend“, erklärt Werner Sander, Mitglied des Vorstandsgremiums. Der Verein werde sich erst bei einer Vorstandssitzung am 19. Mai intensiver mit einer konkreteren Planung befassen. Nach Eile klingt es auch bei Olfens größtem Sportverein nicht. Sander sieht auch keine Not dazu. „Ich könnte mir vorstellen, dass wir abfragen, ob überhaupt ein Bedarf bei den Mannschaften besteht“, sagt Sander.

Jetzt lesen

Westfalia Vinnum hat den einzelnen Fußball-Altersklassen den Betrieb freigestellt. Die Altherren werden sich zum Kicken wohl treffen, bei der ersten und zweiten Mannschaft bleiben die Pöhler dagegen in der Sporttasche. „Mit 1,5 Meter Abstand Fußball spielen, ist schwierig“, sagt der Sportliche Leiter Patrick Roser und lacht. Auch den Jugendteams sei der Trainingsbetrieb im eigenverantwortlichen Ermessen möglich, so Roser, der rausgehört habe, dass die Jugend wie die Senioren bis Ende Mai weiter pausieren.

Der FC Nordkirchen hatte bereits vergangenen Woche angekündigt, dass die Fußballabteilung weiterhin die Tore geschlossen hält. Franz-Josef Dornhege, Fußballchef des SV Südkirchen, sagte am Sonntagabend, dass die Vereine aus der Schlossgemeinde sich am Dienstag über ein Vorgehen abstimmen möchten. „Wir wollen so schnell wie möglich wieder spielen“, sagte Dornhege.

Der SC Capelle ist damit vorerst der einzige bekannte Verein, der mit seinen Seniorenteams bereits wieder ins Training einsteigt. Ansonsten ist der Tenor weitestgehend: Fußball ist ein Kontaktsport - und zwei weitere Wochen können wir auch noch warten.

Lesen Sie jetzt