WTV-Pokal feiert mit über 400 Mannschaften seine Premiere

Tennis

„Der Pokal hat seine eigenen Gesetze“, besagt ein bekannter Spruch aus dem Fußball. Ob das auch im Tennis der Fall ist, wird sich in Westfalen in diesem Jahr zwischen Mitte Juli und Mitte September erstmals herausstellen.

Kamen

23.07.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nils Müller (r.) von der TG Selm - auch die Selmer nehmen an dem Pokal teil.

Nils Müller (r.) von der TG Selm - auch die Selmer nehmen an dem Pokal teil. © Jura Weitzel

Mit dem WTV-Vereinspokal geht ein neuer, spannender Wettbewerb für alle Tennisbegeisterten in zwölf Konkurrenzen an den Start. Nach dem Vorbild anderer Landesverbände will der WTV diesen langfristig etablieren. Im Mittelpunkt stehen einfach umsetzbare, kurze und neue Wettbewerbserfahrungen für alle Spieler und Leistungsklassen-Jäger.

Der Vereinspokal soll die Gelegenheit bieten, eine andere Spielform auszuprobieren und das Vereinsleben unter der Woche zu stärken und zu beleben. Nicht zuletzt soll das sportliche Kräftemessen Bedeutung erlangen, schreibt der Westfälische Tennis-Verband in einer Mitteilung.

Der Modus: Es wird im K.o-System mit Nebenrunde gespielt. Die Spiele finden ausnahmslos in der Woche (dienstags bis donnerstags) statt. Dabei werden zwei Einzel und ein Doppel parallel gespielt. Der dritte Satz wird im Matchtiebreak entschieden. Danach steht der Sieger fest. Ein Team besteht an einem Spieltag aus vier Personen, wobei jeder Akteur nur einen Einsatz (Einzel oder Doppel) hat.

436 Teams haben gemeldet

Viele Vereine und Mannschaften in Westfalen haben gemeldet: 436 Mannschaften aus 212 Vereinen spielen mit. In einem neuen und zeitaufwendigen Verfahren wurden die Teams ihren Gegnern zugelost. Dabei wurde auch möglichst darauf geachtet, lange Anfahrtswege in den ersten Runden zu verhindern. Start der 1. Runde ist der 21. Juli.

Tim Reers, beim Westfälischen Tennis-Verband zuständig für Turniere und Ranglisten, sagt, dass die Resonanz auf die Premieren-Veranstaltung gut sei. „Wir sind positiv überrascht, wie viele Spieler und Spielerinnen in diesem Jahr unter den besonderen Umständen dabei sind. Die Leute möchten unter Wettbewerbsbedingungen zum Schläger greifen. Der Pokal soll allerdings keine Eintagsfliege bleiben, sondern langfristig den Weg in den Turnierkalender der Vereine und Mannschaften finden“, sagte Reers.

Der Bezirk Ostwestfalen-Lippe stellt mit 161 Teams die größte Anzahl an Mannschaften für den Wettbewerb. Münsterland (98) und Ruhr-Lippe (97) liegen fast gleichauf vor Südwestfalen (79). Insgesamt nehmen damit rund 27 Prozent aller Vereine aus dem Verbandsgebiet am Vereinspokal teil.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt
Münsterland Zeitung Moderne Sportstätten 2022
Nordkirchener Vereine können Fördermittel über 300.000 Euro nicht abrufen - verfällt das Geld?