Am ersten Spieltag der annullierten Saison 2020/21 empfing die SG Massen den SSV Mühlhausen zum Lokalduell. Der Saisonstart für die neue Spielzeit wurde jetzt nach hinten verlegt. © Neumann
Fußball

Bezirksligist reagiert auf Verschiebung des Saisonstarts: „Wir brauchen doch keine zehn Wochen“

Der Anpfiff zur neuen Saison ertönt zwei Wochen später als gedacht. Bei den Unnaer Klubs kommt diese Nachricht nicht allzu gut an. Doch etwas Positives sehen die Kicker in der Verlegung dennoch.

Es geht nun doch später los als gedacht: Der Fußballverband Westfalen (FLVW) wird den Saisonstart wie berichtet um zwei Wochen nach hinten verschieben. Beginn der neuen Runde 2021/22 ist nun nicht mehr der 15. August – sondern voraussichtlich der 29. August.

Rene Johannes, Trainer des Bezirksligisten SSV Mühlhausen, hat für die Verlegung nicht allzu viel Verständnis. „Das ist nur schwer nachzuvollziehen. Ich verstehe diese Verschiebung nicht wirklich. Die Inzidenzzahlen gehen runter, dazu ist die Ansteckungsgefahr unter freiem Himmel relativ gering“, sagt er.

SSV Mühlhausen überlegt, den Auftakt anzupassen

Doch er kann der Verlegung auch etwas Positives abgewinnen: „Zumindest sind an dem neuen Termin die Sommerferien vorbei. So hätten alle Mannschaften ihre Spieler zum Saisonstart komplett zur Verfügung.“ Der SSV wird aber wohl auf die Verlegung reagieren, meint Johannes: „Es ist gut möglich, dass wir unseren Trainingsauftakt dementsprechend auch um zwei Wochen nach hinten verlegen.“ Denn: „Wir brauchen doch keine zehn Wochen Vorbereitungszeit. Acht Wochen reichen da vollkommen aus.“

SSV-Coach Rene Johannes kann den späteren Starttermin der Fußballsaison nicht wirklich nachvollziehen. © neumann © neumann

Das sieht Hassan Boulakhrif, Spieler-Neuzugang von Mühlhausens Ligakonkurrenten Königsborner SV, etwas anders. Auch er reagiert enttäuscht, als er durch den Anruf der Sportredaktion von der Verlegung erfährt. „Das sind ja keine guten Nachrichten. Nach so langer Zeit kitzelt es schon sehr in den Füßen“, sagt er.

Er sieht aber sofort einen Vorteil – gerade für sich selbst: „Ich bin erst jetzt zum KSV gewechselt und habe so zwei Wochen mehr Zeit, das Team kennenzulernen und mich einzuspielen.“

KSV-Neuzugang Boulakhrif hat zwei Woche mehr, um Vollgas zu geben

Dass sein Trainer Andy Feiler den Auftakt nach hinten verschiebt, glaubt Boulakhrif indes nicht: „Nein, ich denke, wir werden am 20. Juni festhalten. Wir haben ja auch schon Testspiele geplant.“ Unter anderem gegen den Landesligisten BSV Menden – ein Klub, der wie auch der KSV Interesse an Boulakhrif hatte. „Für mich also noch ein Grund mehr, in der Vorbereitung und in dem Test Vollgas zu geben“, so der 25-jährige Offensivkicker. Andy Feiler bestätigte derweil: Am Trainingsstart werde festgehalten: „Da brauch sich bei mir niemand Sorgen machen.“

Hassan Boulakhrif ist neu beim Königsborner SV – und muss sich nun noch etwas länger gedulden, bis er im Ligaspielbetrieb für den KSV auflaufen darf. © Bernd Paulitschke © Bernd Paulitschke

Auch die Spieler der SG Massen sind heiß auf den Trainingsstart. Das sagt Spielertrainer Marco Köhler, für den die Verlegung des Spielbetriebs auch etwas überraschend kam: „Wenn man zwischen den Zeilen liest, hatte der eine oder andere Verein ja schon eine Vorahnung, dass der Saisonstart verlegt werden könnte. Ich bin ehrlich gesagt aber nicht davon ausgegangen, da ich glaube, dass der erste Spieltag am 15. August geklappt hätte.“

SG Massen wird weitere Testspiele planen

Die Verlegung ist für Köhler aber kein Problem: „Wenn der FLVW sagt, so ist es sicherer, dann ist das okay. Es ist ja leicht für uns, das anzupassen. Wir werden jetzt noch zwei Testspielgegner suchen für die letzten beiden Wochen.“

Die Vorbereitung, so Köhler, wäre mit dem Ligastart ohnehin noch nicht abgeschlossen gewesen: „Die zieht sich schon noch in den Anfang der Saison hinein. Wir können so zwei Wochen länger die fehlenden letzten Monate aufarbeiten“, sagt der Spielertrainer

Über den Autor
Volontär
Jahrgang 1992. Geboren und aufgewachsen in Unna. Kennt den Kreis Unna wie seine Westentasche, hat in seinem Leben aber noch nie eine Weste getragen. Wollte schon als Kind Sportreporter werden und schreibt seit 2019 für Lensing Media über lokale Themen - auch über die Kreisgrenzen hinaus.
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Marcel Schürmann

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