Maike Esterhaus und der Königsborner SV, hier gegen Fritzlar, haben wieder ein Heimspiel und wollen diesmal die „Ostwestfalen-Auswahl“ LiT Tribe ärgern. © Michael Neumann
Handball

Corona-Fall bremst Königsborn aus – Harbach möchte einen „Fight“ sehen

Königsborns Drittliga-Handballerinnen können mit den Top-Teams mithalten. Ein solches erwartet den KSV am Samstag auch wieder: ein unbekanntes Team, das sich aus vier Stammvereinen gebildet hat.

Nach der bitteren 19:24-Heimniederlage gegen den SV Germania Fritzlar vom vergangenen Samstag haben die Handballerinnen des Drittligisten Königsborner SV am Samstag (19 Uhr, Hellweg-Sporthalle Unna) ein weiteres Heimspiel. Es ist ein Nachholspiel des ersten Spieltages, wobei es auch zu einem Heimrechttausch kam.

Gegner ist mit LiT Tribe 1912 ein Liganeuling, der sich in der Aufstiegsrunde im entscheidenden Spiel gegen DJK Everswinkel klar mit 29:20 durchsetzte. Aber anders als Aufsteiger VfL Wolfsburg, den der KSV glatt mit 27:14 abfertigte, kommt hier ein ganz anderes Kaliber auf die Kreisstädterinnen zu. „Das ist für mich die stärkste Mannschaft der Liga. Die haben einen ganz starken Rückraum, eine super Torfrau und gute Außen. Da kommt eine gewaltige Aufgabe auf uns zu“, ist KSV-Trainer Kai Harbach nach Videostudium schon beeindruckt von den Stärken des Gegners.

Zuletzt überrollte der Gegner auswärts die Ibbenbürener Spielvereinigung mit 38:22. Und auch am zweiten Spieltag feierte LiT einen 38:21-Kantersieg bei der Reserve des Deutschen Meisters Borussia Dortmund. Bei LiT Tribe 1912 handelt es sich um eine Spielgemeinschaft aus vier Stammvereinen, die ihren Sitz im ostwestfälischen Hille hat. Bekanntester Stammverein ist sicherlich der TuS Nettelstedt.

Ostwestfalen-Auswahl hinter der HSG Blomberg

Personell hat sich die Spielgemeinschaft hinter dem Erstligisten HSG Blomberg zu einer Art „Ostwestfalen-Auswahl“ gemausert. Einige gute Spielerinnen benachbarter Vereine sind nach Hille gewechselt. Aber auch LiT, was übrigens „Leistung im Team“ bedeutet, hat mit 24:25 im Derby gegen die HSG Blomberg-Lippe II bereits eine Niederlage auf dem Konto.

Neben dem Gegner hat Königsborn noch ein weiteres Problem zu stemmen. „Wir konnten diese Woche bis zum Donnerstag noch gar nicht trainieren“, sagte Harbach. Ein Corona-Fall außerhalb der ersten Mannschaft ließ dies aus Sicherheitsgründen nicht zu. Das Gesundheitsamt hat aber mittlerweile wieder sein Okay gegeben. Sicher keine optimale Vorbereitung auf dieses schwere Spiel. Trotzdem fordert Harbach: „Wir müssen mehr gegenhalten als letzte Woche und eine bessere Leistung abrufen. Ich möchte sehen, dass sie fighten. Wenn es dann nicht reicht, ist das auch in Ordnung“.

Königsborner SV ist Außenseiter

Der KSV-Trainer sieht sein Team gegen die „Ostwestfalen-Auswahl“ klar in der Außenseiter-Rolle. Dass Königsborn aber auch gegen Spitzenteams mithalten kann, zeigte der KSV kürzlich gegen den verlustpunktfreien Spitzenreiter aus Blomberg. Mit einer 16:14-Führung ging es in die Pause, auch wenn am Ende Blomberg noch das Spiel gewann. Fehlen werden aus dem aktuellen Kader Nell Hering und Kathrin Fahn.

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