Felix Magath (r.), hier als Coach des VfL Wolfsburg, ist bekannt für sein kräftezehrendes Training. © dpa
Fußball

Elf Testspiele in acht Wochen: Ist Unnaer Trainer der Felix Magath der Kreisliga?

Erst seit ein paar Wochen ist das Training wieder erlaubt, für einen Klub aus Unna geht es aber bereits Schlag auf Schlag: Elf Testspiele stehen in acht Wochen auf dem Programm.

Von null auf hundert – den Eindruck bekommt man bei einem Blick auf den Terminkalender eines Unnaer Kreisligisten. Denn bis vor Kurzem war noch nicht einmal das Training erlaubt, nun wird die Mannschaft in den kommenden acht Wochen in elf Testspielen auf dem Platz stehen. Warum der Vergleich mit Felix Magath hinkt und wie das Thema Belastungssteuerung gesehen wird, erklärt der Trainer.

Rot-Weiß Unna steht in den Startlöchern, um in der neuen Saison den Aufstieg in die Bezirksliga anzugehen, daran besteht kein Zweifel. Um bis zum Auftakt möglichst viel Spielpraxis zu sammeln, hat Trainer Patrick Kulinski gleich elf Testspiele im Kalender eingetragen.

Patrick Kulinski möchte möglichst viele Eindrücke gewinnen

Los geht es am 27. Juni gegen den VfL Platte Heide, abschließend trifft Unna auf die U23 des Holzwickeder SC (15. August). Hat Kulinski keine Sorge vor einer Überbelastung seiner Spieler? Schließlich trainiert der A-Ligist zusätzlich drei Mal pro Woche – und das, nachdem seit Herbst letzten Jahres nicht mehr gespielt werden durfte.

Patrick Kulinski kennt sich mit dem Thema Belastungssteuerung aus.
Patrick Kulinski kennt sich mit dem Thema Belastungssteuerung aus. © Neumann © Neumann

„Das Thema macht mir keine Sorgen“, stellt Kulinski klar, „mit dem Thema Belastungssteuerung kenne ich mich ganz gut aus, würde ich mal sagen“. Seine Arbeit in der Fußballakademie des BVB dürfte Zeugnis genug sein für den A-Lizenz-Inhaber.

„Außerdem haben wir einen Kader von knapp 22 Mann plus ein bis zwei Torhüter: Da können wir gut durchmischen, sodass sich die Jungs alle zeigen können im Laufe der Vorbereitung“, betont Kulinski. Möglichst viele Eindrücke wolle er sammeln, um dann zum Saisonauftakt die besten elf Spieler aufstellen zu können.

Drei Einheiten in der Woche plus ein Testspiel – das ist nicht nur viel für einen A-Ligisten, auch der Vergleich mit Felix Magath kommt in den Sinn. Dem widerspricht Kulinski allerdings sofort: „Wir haben nicht diese Vorbereitung, in der zwei Wochen lang nur Kondition gebolzt wird.“

Das nämlich führe dazu, dass die Spieler regelmäßig in den roten Bereich gerieten und eher überbelastet seien. „Kommen dann noch die Testspiele hinzu, sind sie das i-Tüpfelchen und führen zu Verletzungen“, weiß der RW-Coach.

Seit dem 20. Juni ist RW Unna voll im Training

Seit dem 20. Juni ist der A-Ligist wieder voll im Training, nachdem sich die Spieler zuvor zwei Mal wöchentlich für lockere Einheiten getroffen hatten. „Wir haben es der Mannschaft nach der Verschiebung des Saisonstarts freigestellt, ob wir am ursprünglichen Plan festhalten“, berichtet Kulinski. Die Spieler hätten sich aber dafür ausgesprochen, sodass die Saisonvorbereitung nun auch offiziell begonnen hat.

Geht es nach Kulinski, ändert sich indes noch auf einer Position etwas. „Die Kaderplanung an sich ist abgeschlossen, wir sind aber noch auf der Suche nach einem Torwart.“ Nach dem Abgang von Felix Schiffer im vergangenen Winter ist Kevin Lüttecken der einzig verbliebene Schlussmann bei Rot-Weiß.

Im Notfall könne die zweite Mannschaft zwar aushelfen, aber: „Wir wären schon ganz froh, wenn wir noch einen zweiten Keeper bekämen“, so Kulinski.

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