TuRa Bergkamen Nils Rataj (r.) hatte eine gute Kopfballgelegenheit. Hier ist er im Zweikampf mit Heerens Martin Herbort. © Palschinski
Fußball

Entscheidung zwischen Mühlhausen II und Kamener SC fällt erst in der Nachspielzeit

Der Kamener SC sorgt am Mühlbach für eine späte Entscheidung. RW Unnas Stürmer Mansour Yousofi schnürt einen Viererpack. Und der TSC Kamen II verkauft sich in Cappenberg unter Wert.

In der Kreisliga A2 war am Sonntag auf den heimischen Plätzen wieder einiges los. Die Entscheidung zwischen Mühlhausen II und dem Kamener SC fiel erst in der Nachspielzeit. Im Spiel zwischen RW Unna und dem VfL Kamen II sorgte ein Mann mit vier Toren alleine für die Entscheidung.

Kreisliga A2

Mühlhausen II – Kamener SC 2:3 (1:1)

„Wir haben eine wesentlich schlechtere Leistung als zuletzt gegen den SuS Oberaden abgerufen. Der Sieg ist trotzdem verdient“, erklärte KSC-Geschäftsführer Bernd Schimanski, der Nico Lenz und Philip Denninghoff ein Sonderlob ausstellte.

In einem auf recht mäßigem Niveau stehenden Spiel gelang dem SSV in der 28. Minute durch Lars Pfeffer das 1:0. Doch die Freude im Mühlhausener Lager währte nicht lange, denn praktisch im Gegenzug gelang Aziz Aktas das 1:1. In der Folgezeit waren die Gäste das bessere Team. Bis zum gegnerischen Strafraum sah alles recht ordentlich aus. Doch dann fehlten die Lösungen, um zu einem weiteren Treffer zu kommen.

Fünf Minuten vor dem Abpfiff schaffte der SSV dann mit der zweiten Chance in dieser Begegnung durch Daniel Galwas das vielumjubelte 2:1. Die Gäste warfen nun alles nach vorne und markierten durch Tom Milder kurz darauf den erneuten Ausgleich. Mit diesem Resultat gaben sich die Kaya-Schützlinge nicht zufrieden und wurden in der Nachspielzeit für ihre Bemühungen mit dem Siegtreffer durch Hasan Bastürk belohnt. „Wir hätten durchaus höher verlieren können, in der Endphase fehlte uns die Kraft“, sagte SSV-Trainer Marco Slupek.

SSV Mühlhausen II: Hoffmann, Thiel, Alekseew, Cramm (73. Michaels), Maßmann, Galwas, Schmidt (46. Gräfe), Lars Pfeffer (46. Hüssein Akman), Gerhards, Rene-Pascal Stiepermann (68. Kobilsek), Cirak

Kamener SC: Schrader, Bastürk, Cirak (33. Mücahit Kücükyagci), Philip Denninghoff, Milder, Furkan Kücükyagci, Lenz, Jacob, Aktas, Brinkmann (58. Yildiz), Hahn (71. Hümmer)

Tore: 1:0 (28.) Pfeffer, 1:1 (29.) Aktas, 2:1 85.) Galwas, 2:2 (88.) Milder, 2:3 (92.) Bastürk

BSV Heeren – TuRa Bergkamen 0:0

Mit dem torlosen Remis gegen Bergkamen verteidigte der BSV die Spitzenposition in der Kreisliga A2. Die Hausherren waren zunächst das bessere Team und kamen auch zu einigen Einschussmöglichkeiten. So zielten Tim Brech und Arne Volkmer gleich in der Anfangsphase knapp vorbei. Martin Herbort und abermals Volkmer fanden in Bergkamens Torhüter Christopher Kurpanik ihren Meister.

Im weiteren Verlauf dieser Partie wurden die Gäste besser. So parierte Heerens Keeper Justin Brian Eike einen Kopfball von Pascal Kupfer in bravouröser Manier. Kurz vor dem Seitenwechsel hatte Kupfer die klarste Chance der ersten 45 Minuten, doch er konnte die Kugel nicht im gegnerischen Gehäuse unterbringen.

Nach dem Wiederanpfiff übernahm dann Bergkamen das Kommando. Pech für Nils Rataj, der den Ball nur an den Pfosten köpfte. Drei Minuten vor dem Spielende hatte der eingewechselte Volkan Gül die Riesenchance zum Siegtreffer, doch auf Vorarbeit von Kupfer verfehlte er das Tor. In der Nachspielzeit hatte der FC TuRa noch vier Standardsituationen, die allerdings wenig Gefahr im Heerener Strafraum brachten.

In der 96. Minute versagte der Referee dem Treffer von Heerens Ben Linus Feldmann wegen einer Abseitsstellung die Anerkennung. „Aufgrund der Steigerung im zweiten Durchgang hätten wir durchaus gewinnen können, demzufolge sind das heute zwei verschenkte Punkte“, sagte Bergkamens Übungsleiter Chris Brügmann ziemlich enttäuscht.

„Mit dem Remis können wir leben. Das war eine gute Abwehrleistung meiner Mannschaft“, sagte Heerens Trainer Christoph Golombek, der Bestnoten an Nils Hilbk-Kortenbruck, Alexander Heins und Justin Brian Eike verteilte.

BSV Heeren: Eike, Heins, Kissing, Hilbk-Kortenbruck, Brech (78. Brenner), Herbort (87. Feldmann), Honorio, Wrodarczyk, Böhmfeldt (53. Halster), Volkmer, Kaul (70. Felix Ernst)

TuRa Bergkamen: Kurpanik, Pötter, Krause, Aslani (85. Volkan Gül), Kupfer, Nagel. Rataj, Kopar (87. Fontana), Gökkaya (59. Bah), Cannaviello (46. Aktas), Rösener

Tore: Fehlanzeige

SV Frömern – SuS Kaiserau II 1:3 (1:1)

Zwei grundverschiedene Hälften sahen die Zuschauer bei der 1:3-Niederlage von Frömern gegen Kaiserau II. Zunächst bestimmten die Hausherren das Geschehen, während die Gäste in dieser Phase eine katastrophale Vorstellung ablieferten.

Christian Döring hatte bereits nach drei Minuten den Führungstreffer auf dem Schlappen, doch er ließ die sich bietende Chance ungenutzt. Besser machte es in der 23. Minute Julius Meierjohann, der das zu diesem Zeitpunkt hochverdiente 1:0 markierte. Mit der ersten Möglichkeit in dieser Partie gelang Fabrice Piel fast mit dem Pausenpfiff das mehr als glückliche 1:1 für die Gäste. Nach einer gehörigen Standpauke des Trainerteams kam der SuS wie verwandelt aus den Kabinen.

Mit dem eingewechselten Ike Agu entwickelte der Gast mehr Schwung im Offensivspiel. Auf Zuspiel von Agu besorgte Felix Hülsmann das 2:1. Frömerns Fabio Walter sah fünf Minuten vor dem Spielende die Rote Karte. Der SuS nutzte das Überzahlspiel konsequent aus und kam in der 89. Minute erneut durch Hülsmann zum 3:1-Endstand.

„Im zweiten Durchgang haben wir mächtig abgebaut, demzufolge geht die Niederlage in Ordnung“, sagte Frömerns Coach Adrian Ruzok. „Endlich hat unsere gute Trainingsarbeit mal Früchte getragen“, sagte Kaiseraus Übungsleiter Fabian Blum.

SV Frömern: Goliasch, Frischemeyer, Filipe Ribeiro Peixoto (46. Wickfeld), Heppe, Julius Meierjohann, Döring, Walter, Thomas Ruzok, Homann (55. El Osman), Manusch (58. Höttler), Samuel Ribeiro Peixoto (70. Bartling)

SuS Kaiserau II: Nattkemper, Pfahl (53. Dirlt), Wyborny, Jendis (46. Agu), Klug, Hülsmann, Daniel Milcarek, Siebert (66. Ittermann), Kollakowski, Kolkmann, Piel (71. Pischel)

Tore: 1:0 (23.) Julius Meierjohann, 1:1 (44.) Piel, 1:2 (65.) Hülsmann, 1:3 (89.) Hülsmann

Besondere Vorkommnisse: Rote Karte gegen Walter (SVF, 85.)

GS Cappenberg – TSC Kamen II 1:0 (1:0)

Eine unglückliche Niederlage kassierte die TSC-Reserve in Cappenberg. Die ersten 45 Minuten gehörten eindeutig den Hausherren, die durchaus höher als 1:0 hätten führen können. Den Treffer erzielte Spielertrainer Pascal Harder. Nach dem Seitenwechsel war der Gast dann das dominierende Team. Die Mannschaft erarbeitete sich sehr viele hochkarätige Einschussmöglichkeiten, die aber nicht zu den gewünschten Torerfolgen führten.

Pascal Harder traf gegen den TSC II zum Sieg. © Patrick Fleckmann © Patrick Fleckmann

„Wir haben gegenüber den beiden Vorwochen eine wesentlich engagiertere und spielerisch stärkere Leistung an den Tag gelegt. Leider hat es nicht zu einem Punktgewinn, den wir auf jeden Fall verdient hatten, gereicht“, urteilte TSC-Coach Altan Bayar, der insbesondere mit seiner Defensivreihe sehr zufrieden war.


GS Cappenberg: Wagner, Pohl, Griskevic, Stasch, Heckenkamp (78. Tom Zentgraf), Michel Zentgraf (52. Siegeroth), Selbstaedt, Stiens, Harder, Jäger (56. Meyer), Pestinger
TSC Kamen II: T. Oeztürk, Bostanci, Bozkurt, Oktay Domurcuk, Genc, Taslik, Ilyas Oeztürk (46. Albuz), Celik (63. Akcaköse), Bayar, Karatas, Aksoy
Tore: 1:0 (38.) Harder

RW Unna – VfL Kamen II 4:1 (1:1)

Die Gastgeber hatten bereits in der Anfangsphase mehrere dicke Torchancen, trafen gleich zweimal Aluminium. In der 18. Minute klingelte es dann das erste Mal im Kamener Kasten: Stürmer-Neuzugang Mansour Yousofi traf nach Vorarbeit von Jesper Böhne zum 1:0. Sein erster Streich. Dieses Duo sollte vor allem im zweiten Durchgang noch für mächtig Alarm sorgen.

In der 36. Minute dann ein erster Entlastungsangriff der Gäste: Nach einem langen Ball versenkte Mamadou Diallo das Leder zum 1:1 im Tor – doch das sollte es auch schon gewesen sein aus Kamener Sicht. Denn RWU behielt in der Folge die Kontrolle. Allen voran Mansour Yousofi, der drei weitere Treffer beisteuerte – erneut alle nach Vorarbeit von seinem Kumpel Jesper Böhne.

Am Ende stand ein 4:1-Erfolg, der noch durchaus höher hätte ausfallen können. RWU-Trainer Patrick Kulinski sah das ähnlich: „In der ersten Halbzeit hatten wir viele Chancen, wir hätten nach einer Viertelstunde schon 3:0 führen müssen.“

VfL Kamens Trainer Julian Richter zeigte sich trotz der Niederlage optimistisch: „Unna ist halt keine schlechte Mannschaft. Für mich war das Spiel bis zum 4:1 immer noch offen. Wir werden daraus lernen und machen weiter.“

RW Unna: Lüttecken, Schütz, Neugebauer, Eismann (67. Appelhoff), Yousofi, Lage (72. Overhage), Böhne, Buschhaus, Radix, Gnatowski, Abaraonye (85. Zienert)

Vfl Kamen II: Fuhrich, Heil (67. Mamaladze), Pirpir, Schwarzer (81. Gebes), Möller, Schacknat, Hirsch, Luft, Diallo, Schemmer, Durmaz (46. Milk)

Tore: 0:1 Yousofi (18.), 1:1 Diallo (36.), 2:1 Yousofi (56.), 3:1 Yousofi (61.), 4:1 Yousofi (90.)

Kreisliga A1

VfK Weddinghofen – TuS Uentrop II 1:1 (0:1)

Mit dem Punkt aus dem Spiel gegen die Uentroper Reserve muss der VfK am Ende zufrieden sein, zumal das Team ab der 29. Minute in Unterzahl spielte. Deniz Kahraman sah nach einem hohen Bein gegen seinen Widersacher die Rote Karte.

Die Uentroper Führung glich nach einer Stunde Tarik Civak per Foulelfmeter aus. In der Schlussminute gab der Schiedsrichter ein abseitsverdächtiges Tor von Civak nicht. Trainer Stefan Feldmann war etwas enttäuscht: „Nach dem Spiel hat sich der Schiedsrichter nach einer klärenden Diskussion entschuldigt. Er hatte eine falsche Entscheidung getroffen, es sei kein Abseits gewesen.“

VfK Weddinghofen: Mertin – Ritzkat, Akti, Ta. Civak, Gider, Yildirim, Gül (46. Top), Özdamar, To. Civak (77. Mertin), Derecik, Kahraman

Tore: 0:1 (22.) Ziehtmann, 1:1 (60.) Ta. Civak per 11m

Bes. Vorkommnisse: Rote Karte für Kahraman (VfK, 29.) wegen groben Foulspiels

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