Das war‘s: Ein Torwart des Königsborner SV wird den Verein nach nur einem Jahr wieder verlassen. © dpa
Fußball

Ex-Wacker-Keeper ohne Gegentor verlässt den Königsborner SV schon nach einem Jahr

Der Königsborner SV muss sich um einen neuen Torwart bemühen. Ein Schlussmann wird den Bezirksligisten nach nur einem Jahr wieder verlassen. Hinter sich greifen musste er beim KSV nicht.

Der Königsborner SV rüstet kräftig auf und verstärkt seinen Kader mit einigen neuen Spielern. Erst am Montagabend gab der Fußball-Bezirksligist bekannt, in Hassan Boulakhrif einen weiteren Spieler für die Außenbahnen verpflichtet zu haben.

Am Ende der Kaderplanung ist der Klub aber noch lange nicht. Für die kommende Saison muss die Sportliche Leitung um Benjamin Hartlieb schließlich noch einen neuen Torhüter finden. Denn: Christopher Ebeling wird den Verein nach nur einem Jahr schon wieder verlassen.

Wechsel zum KSV war mehr oder weniger ein Zufall

„Ja, leider“, bestätigt der Keeper jetzt seinen Weggang vom KSV. „Schade, dass die Saison annulliert wurde und wir die Saison nicht vernünftig spielen konnten.“ Ebeling kam erst im vergangenen Sommer in die Schumann-Arena. Er stieß vom damaligen Landesligisten Wacker Obercastrop zum KSV. Das war mehr oder weniger Zufall, wie der 22-Jährige erzählt.

„Ich hatte letztes Jahr ursprünglich vor, ein Auslandssemester in Schottland zu machen und habe das dem Verein auch frühzeitig mitgeteilt“, sagt Ebeling. Wacker Obercastrop hatte sich also um eine Alternative gekümmert. Was Ebeling zu dem Zeitpunkt noch nicht ahnen konnte: Aus dem Auslandssemester wurde nichts; es fand nur online statt. Er brauchte nun einen neuen Verein.

Christopher Ebeling saß zunächst auf der Bank: „Ich war überrascht“

Über seinen ehemaligen Trainer Mark Elbracht (TSC Eintracht Dortmund) entstand sodann der Kontakt zum KSV und zu Benjamin Hartlieb. „Ich wollte unbedingt überkreislich spielen“, sagt der gebürtige Welveraner (Soest). „In Welver geht das nicht. Deshalb war der KSV für mich fast schon die einzige Lösung“, so Ebeling weiter.

Christopher Ebeling stieg mit Wacker Obercastrop seinerzeit in die Westfalenliga auf und gewann mit dem Klub 2020 die Hallen-Stadtmeisterschaft in Castrop-Rauxel. © Volker Engel © Volker Engel

Der 2,03 Meter große Schlussmann kam mit dem Ziel, die Nummer eins in Königsborn zu werden. Doch das klappte zunächst nicht. Bastian Luncke war in den ersten vier Spiele gesetzt. „Das hat mich schon ein bisschen überrascht“, gesteht Ebeling. „Wir waren im Training beide sehr ehrgeizig und haben uns menschlich gut verstanden. Bastian kennt Andy (Feiler, Trainer beim KSV) noch aus seiner Zeit beim Hombrucher SV. Vielleicht hatte er deshalb einen gewissen Vertrauensvorsprung.“

Im einzigen Spiel zu Null: Kantersieg gegen ETuS/DJK Schwerte

Außerdem musste Ebeling nach einer längeren Pause erst einmal wieder reinkommen, wie er sagt: „Es war ein offener Zweikampf zwischen uns beiden. Ich glaube aber, dass ich nach meinem ersten Einsatz häufiger gespielt hätte.“ Der erste Einsatz war gleich von Erfolg gekrönt: Am 5. Spieltag gewann der KSV gegen Schwerte mit 8:0. Ebeling blieb ohne Gegentor. Danach wurde die Saison unterbrochen. Weitere Einsätze folgten nicht.

Dass er nach nur einem Jahr seine Zelte in Königsborn abbricht, hat vor allem berufliche Gründe. Ebeling: „Ich sitze noch bis August an meiner Master-Arbeit. Danach zieht es mich beruflich voraussichtlich nach Düsseldorf oder Köln.“ Darum werde der International-Management-Student den KSV wieder verlassen.

Einen neuen Verein will der Keeper aber nicht im Rheinland suchen, wie er sagt. „Es zieht mich fußballerisch wohl weiter ins Ruhrgebiet. Meine Freundin wohnt in Castrop-Rauxel. Ich denke, ich suche mir einen Verein im Dortmunder Westen.“ Gespräche habe er auch schon mit einem Klub geführt. Eins stellt Ebeling klar: „Ich habe definitiv vor, die Nummer eins zu werden.“

Über den Autor
Volontär
Jahrgang 1992. Geboren und aufgewachsen in Unna. Kennt den Kreis Unna wie seine Westentasche, hat in seinem Leben aber noch nie eine Weste getragen. Wollte schon als Kind Sportreporter werden und schreibt seit 2019 für Lensing Media über lokale Themen - auch über die Kreisgrenzen hinaus.
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Marcel Schürmann

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