Die Freude ist groß: In Unna darf eine Handball-Mannschaft ab Dienstag wieder das Training in der Halle aufnehmen. © dpa
Handball

Grünes Licht von der Stadt Unna: Handballmannschaft trainiert in der Halle

Die Corona-Inzidenzwerte lassen im Kreis Unna ein Handballtraining eigentlich noch nicht zu. Die Stadt Unna hat nun dennoch grünes Licht für Übungseinheiten gegeben.

Nach ziemlich genau sieben Monaten können die Handball-Damen des Drittligisten Königsborner SV wieder das Hallentraining aufnehmen. Seit November 2020 verhindert der Corona-Lockdown neben dem Spielbetrieb in allen Handball-Ligen unterhalb der Bundesliga auch ein Training in der Halle.

Königsborn als Handball-Drittligist hat sich nun von der Stadt Unna einen sogenannten Profi-Status verpassen lassen, um wieder ab Anfang Juni in der Halle Trainingseinheiten durchführen zu können. „Der Deutsche Olympische Sportbund hat ja festgelegt, dass auch die 3. Liga im Handball zu den Profi-Ligen gehört“, sagt Bernd Kuropka, der Vorsitzende des KSV Handball, zu diesem Thema. Und Profisport ist ja unter Auflagen erlaubt.

Drittligist Königsborner SV beantragt den Profi-Status

Gemäß dieser Definition konnte bei der Stadt ein Profi-Status beantragt werden, was nun auch erfolgt ist. Voraussetzung dabei ist eine regelmäßige Testung aller Spielerinnen und Trainer vor jeder der beiden wöchentlichen Trainingseinheiten. Trainingsort ist die Hellwegsporthalle allerdings noch ohne Verwendung von Fingerharz.

Trainer Kai Harbach hat sich extra zum Trainingsauftakt bei einem Sportarzt über einen optimalen Start informiert.
Trainer Kai Harbach hat sich extra zum Trainingsauftakt bei einem Sportarzt über einen optimalen Start informiert. © Neumann © Neumann

„Die Zusammenarbeit mit Heike Güse und Markus Kampmann von der Stadt Unna ist vorzüglich“, freut sich Kuropka über die Kooperation des Vereins mit den Mitarbeitern der Stadt. In der Nachbarstadt Dortmund haben die Drittliga-Konkurrenten SC Aplerbeck und BVB 2 beispielsweise die Möglichkeit eines Hallentrainings schon länger genutzt. Die finanzielle Belastung durch die Testreihen ließ beim KSV jedoch keine frühere Beantragung zu.

Dosierter Trainingsstart in den Hellwegsporthallen

Einige Spielerinnen des KSV freuen sich besonders. Für die vier Neuzugänge beim KSV kommt nämlich nun endlich die erste gemeinsame Trainingseinheit mit dem neuen Team.

„Ich habe mich bei einem Sportarzt informiert, wie man nach so einer langen Zeit das Training wieder vernünftig aufnimmt“, sagt KSV-Coach Kai Harbach, der aktuell den Trainingsaufbau plant und nach der langen Handballpause auf jeden Fall Verletzungen vermeiden möchte. Konditionell sollte sein Team fit sein.

Wie zuletzt jedes Jahr machte sich auch diesmal der Drittligist aus der Kreisstadt wieder im Mai auf nach Mallorca. Mit einem allerdings kleinen und nicht unwesentlichen Unterschied. „Wenn wir nicht nach Malle fliegen können, dann laufen wir eben dahin“, bemerkte Harbach und richtete dazu eine Trainings-Challenge ein. 1725 Kilometer Luftlinie waren als Laufstrecke die Aufgabe, die im kompletten Mai von insgesamt vier Vierer-Teams zu bewältigen war. Die Aussicht auf richtiges Handballtraining in der Halle dürfte dabei dem Ehrgeiz bei den Spielerinnen noch mal Nahrung gegeben haben.

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