Über den Nachrichten-Dienst Whatsapp erfuhr ein heimischer Handballtrainer über seinen plötzlichen Aufstieg in die Landesliga. © dpa
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Handball-Coach erfährt erst über Whatsapp-Glückwünsche vom Landesliga-Aufstieg

Der Aufstieg kam urplötzlich und überraschend. Durch die ersten Glückwünsche über Whatsapp erfuhr jetzt ein Handballtrainer, dass er mit seiner Mannschaft in die Landesliga aufsteigt.

Da staunte der Coach nicht schlecht. Per Whatsapp gab es jetzt die ersten Glückwünsche zum Aufstieg in die Landesliga. Da musste er sich erst noch einmal die Augen reiben, aber in der Tat: Die Aufstiegs-Option war da – plötzlich und unerwartet.

Der Handballkreis Hellweg hat bekanntlich die Aufsteiger zur neuen Saison am Grünen Tisch festgelegt. Acht Mannschaften des heimischen Kreises konnten so den Sprung in die nächsthöhere Liga machen; drei davon verzichteten jedoch schon wieder.

Aufstiegsrunde abgesagt, für die Bezirksliga geplant

Die Handballerinnen der SGH Unna Massen aber nehmen die Herausforderung an und spielen in der neuen Saison in der Landesliga. Dabei hatte Trainer Tim Severin den Aufstieg bereits ad acta gelegt: „Wir wussten von nichts. Die Aufstiegsrunde haben wir noch abgesagt, weil wir ohne Training keine Verletzungen riskieren wollten. Wir haben eigentlich für die Bezirksliga geplant.“

Wurden vom Aufstieg überrascht: Die Handballerinnen der SGH Unna Massen spielen künftig in der Landesliga.
Wurden vom Aufstieg überrascht: Die Handballerinnen der SGH Unna Massen spielen künftig in der Landesliga. © SGH © SGH

„Wir mussten uns rasch überlegen, was wir nun machen“, holte Severin Meinungen aus dem Kreis der Spielerinnen ein. „Wir hatten genug Argumente für beide Ligen. Nach einem letzten Treffen haben wir uns dann aber einstimmig dafür entschieden, das Abenteuer zu versuchen.“

60 Minuten lang der unangenehmste Gegner sein

Dabei hatten sich die SGH-Handballerinnen eigentlich vorgenommen, in der neuen Spielzeit in der Bezirksliga oben mitzuspielen. Nun geht’s gleich hoch in die Landesliga. „Somit werden wir jetzt versuchen, uns so vorzubereiten, dass wir als Underdog möglichst in jedem Spiel 60 Minuten lang der unangenehmste Gegner sind“, sagt der Coach. Und: „Wir wollen an Grenzen kommen und an ihnen wachsen.“

Erfahren von seinem Aufstieg hat Tim Severin übrigens auf eine eher kuriose Weise: „Als mir André Brandt vom HC TuRa eine Whatsapp-Nachricht mit Glückwünschen zum Aufstieg geschickt hat, habe ich es zunächst gar nicht geglaubt. Da habe ich mir sofort die Meldung aus dem Lokalsport rausgesucht.“

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Thorsten Teimann

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