Die Defensivarbeit des Königsborner SV beim Sieg in Aplerbeck ist deutlich besser geworden. © Peter Ludewig
Handball

Handball-Reform in der 3. Liga: „Für die kleinen Vereine wird das ein Problem“

Es wird nicht einfacher! Der Deutsche Handball Bund verschlankt die Frauen-Klassen von der 1. bis zur 3. Liga. Die Anforderungen werden größer - vor allem für den Königsborner SV.

Die Drittliga-Handballerinnen des Königsborner SV feierten zuletzt einen 29:22-Auswärtssieg beim ASC Dortmund und kamen damit ihrem Ziel Klassenerhalt etwas näher. Aber wie ist eigentlich der aktuelle Stand bezüglich des Klassenverbleibs in der 3. Liga?

Am ersten Oktober-Wochenende fand in Düsseldorf der Bundestag des Deutschen Handball Bundes (DHB) statt. Ein Punkt war die Verabschiedung des zuvor vorgestellten Strategiepapiers 2021 bis 2025 der Frauenhandball AG. 105 der 117 Delegierten stimmten für die Vorlage, die zu einer Aufwertung des Frauenhandballs in Deutschland beitragen soll.

3. Liga wird auf 36 Mannschaften abgespeckt

Auf der Internetseite des DHB wird Folgendes verkündet: „1. und 2. Liga sollen künftig mit insgesamt bis zu 28 Mannschaften spielen, darunter folgt die 3. Liga mit bis zu 36 Mannschaften und den Oberligen aus den zehn Förderregionen“. Eine komplette Abschaffung der 3.Liga, wie zunächst geplant, wurde bereits im Vorfeld aus dem Strategiepapier herausgenommen.

KSV-Trainer Kai Harbach meint, dass die neue Handball-Reform vor allem für die kleinen Vereine zum Problem wird.
KSV-Trainer Kai Harbach meint, dass die neue Handball-Reform vor allem für die kleinen Vereine zum Problem wird. © Peter Ludewig © Peter Ludewig

Für die KSV-Frauen heißt dies konkret: Die Zahl der aktuell bundesweit 70 Drittligateams wird für die nächste Saison auf 60 reduziert. In den aktuell sechs Staffeln qualifizieren sich die jeweils ersten sechs Teams nach Abschluss der Vorrunde für die Meisterrunde. Diese 36 Teams haben damit den Klassenerhalt sicher.

In neuen Gruppen werden 22 Absteiger zur Oberliga ermittelt

Aus den verbliebenen 34 Teams werden neue Gruppen gebildet, wobei Punkte aus der Vorrunde mitgenommen werden. Da es auch zur neuen Saison aus den bundesweit 12 Oberligen 12 Aufsteiger geben wird, bleiben für die 34 Teams lediglich 12 Plätze offen – ergo: Es gibt 22 Absteiger. In den Folgejahren wird die Zahl von 60 Teams dann auf 36 reduziert, was vermutlich auf eine dreigleisige bundesweite 3. Liga hinführt.

KSV-Coach Kai Harbach erneuert seine schon vorher zu diesem Thema gemachte Aussage und meint: „Für die kleineren Vereine wird das zum Problem.“ So wird eine geplante dreigleisige 3. Liga für deutlich weitere Auswärtsfahrten sorgen und die Zahl der Nachbarschaftsduelle wird weiter abnehmen.

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