Lukas Goetz (vorne) und der TuS Niederaden haben das Spitzenspiel gegen den SuS Lünern auf den letzten Drücker gedreht. © Günther Goldstein
Fußball

Hektische Schlussphase: Zwei Tore und ein Platzverweis retten TuS Niederaden

Das Spitzenspiel der Kreisliga B hatte alles: einen verschossenen Elfer, einen Platzverweis und eine spektakuläre Wende in einer hektischen Schlussphase zu Gunsten des TuS Niederaden.

Der TuS Niederaden ist das Spitzenteam der Kreisliga B2. Der Tabellenführer machte es am Wochenende gegen den SuS Lünern aber recht spannend.

Kreisliga B2: TuS Niederaden – SuS Lünern 2:1 (0:1). Bis zur Nachspielzeit fuhr der Gast aus Lünern noch auf der Siegerstraße. In einer ausgeglichenen ersten Halbzeit brachte Florian Bräckelmann Lünern in Führung. Ismail Oturak hätte im weiteren Verlauf die Führung sogar noch weiter ausbauen können, doch auch die Hausherren erspielten sich einige Tormöglichkeiten, ins Schwarze traf aber nur Bräckelmann.

Die wohl beste Möglichkeit zum Ausgleich bot sich dem TuS in der 75. Minute. Lünerns Spielertrainer Kai Hutmacher foulte Tim Wiggers im Strafraum. Den fälligen Strafstoß brachte Axel Schulze Beckinghausen jedoch ebenfalls nicht im Tor unter.

„Spätestens da hatte ich die Hoffnung auf einen Erfolg langsam begraben. Meine Mannschaft belehrte mich aber eines Besseren“, spielte TuS-Coach Abel Mesic nach Spielschluss auf die verrückten Schlussminuten an. Die Nachspielzeit war bereits angebrochen, da traf Wiggers zum längst überfälligen 1:1.

In Minute 93 leistet sich Spielertrainer Hutmacher sein zweites, gelbwürdiges Foulspiel. In Überzahl war es dann ein langer Ball auf Kowalski, der zum viel umjubelten 2:1-Siegtreffer einnetzte. „Schade, dass es am Ende nicht gereicht hat. Wir waren vor allem in der ersten Halbzeit ein sehr unangenehmer Gegner. Hut ab vor Niederaden, die in den Schlussminuten eine gute Moral bewiesen haben“, fand Lünerns Coach Hutmacher lobende Worte für den Gegner.

TuS Niederaden: Goldhahn, Gastmeister, Kowalski, Koczy, Schmidt, Diesner, Linz, Kösling, Hans, Goetz, Schulze Beckinghausen – Tiggers, Williamson

SuS Lünern: Hartmann, Holl, Bräckelmann, Kitschke, Hutmacher, Siwiec, Senga, Teske, Fröse, D. Hawes, I. Oturak – Schweizak, Kramer, Wünsch

Tore: 0:1 (19.) Bräckelmann, 1:1 (91.) Wiggers, 2:1 (94.) Kowalski

Bes. Vork.: Schulze Beckinghausen verschießt Foulelfmeter (75.), Ampelkarte gegen Hutmacher (93.) wegen wiederholten Foulspiels

Lünerns Schlussmann Maurice Hartmann klärt hier im letzten Auigenblick einen Schuss von Lukas Goetz.
Lünerns Schlussmann Maurice Hartmann klärt hier im letzten Auigenblick einen Schuss von Lukas Goetz. © Günther Goldstein © Günther Goldstein

SC Fröndenberg-Hohenheide – SuS Kaiserau III 3:2 (2:0). Zufrieden wirkte Fröndenbergs Spielertrainer Sedat Eren nach dem Heimspiel gegen Kaiserau III. Dem Fusionsklub gelang nicht nur der dritte Saisonerfolg, Sener selbst war am Ende der Matchwinner, der zum entscheidenden 3:2 traf. Auch mit der Schiedsrichterleistung war der Coach nach der Schelte aus der Vorwoche vollends zufrieden. „Vielleicht war es gut, dass ich mal was gesagt habe. Heute war alles prima“, freute sich Sener.

Nach gutem Start verlor der SC ein wenig den Faden. Kurz vor der Pause fanden die Hausherren allerdings zurück zu ihrer Stärke. Zara Othmann und Calogero Di Giovanni brachten ihre Farben mit 2:0 in Führung. Wie in der Vorwoche verspielten die Fröndenberger kurz nach Wiederanpfiff ihre Führung. Dominic Krampe und Alexander Schönberg egalisierten die Führung binnen weniger Minuten.

„Wir hatten in dieser Phase absolutes Chaos und überhaupt keinen Zugriff mehr. Eigentlich war ich schon ausgewechselt, habe mich dann aber wieder angeschlagen aufgestellt, zum Glück“, schmunzelte Sener nach Spielschluss.

SC Fröndenberg-Hohenheide: Mosler, Ussa, Vieira, Daniel Martins, Mohammad, Kalac, I. Sener, Othmann, Rapisarda, Cani, Di Giovanni – Hofmann, S. Sener

Tore: 1:0 (32.) Othmann, 3:0 (38.) Di Giovanni, 2:1 (47.) Krampe, 2:2 (53.) Schönbeck, 3:2 (67.) S. Sener

SuS Rünthe – Königsborner SV II 1:1 (1:1). Über zwei verschenkte Punkte ärgerte sich Rünthes Coach Engin Abali nach dem Schlusspfiff. Sein SuS fand schwer in die Partie und hatte anfangs kaum Zugriff. Viel zu viele technische Fehler im Umschaltspiel sorgten zudem kaum für Entlastung. In der 20. Minute wurden diese Nachlässigkeiten bestraft, die Gäste gingen mit 1:0 in Führung.

Zwei frühe Wechsel sorgten dann für Besserung. Fünf Minuten vor der Pause funktionierte das Umschaltspiel endlich besser und Dominic Lühr erzielte das 1:1. Nach der Pause sahen die Zuschauer viele Aktionen im Mittelfeld. „Im letzten Drittel waren wir nicht zwingend genug, Königsborn aber auch nicht“, fasste Abali die gerechte Punkteteilung zusammen.

SuS Rünthe: Ketz-Peck, Reichelt, Franke, Matheußek, Siegel, Hees, Ensekat, Nagel, Lühr, Koch, von Malottki – Gorzalski, Schenk, Wagenknecht

Tore: 0:1 (20.), 1:1 (40.) Lühr

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